Neueste Artikel

  • Zu Charlie: der Bürger, der Andere und der Staat

    15. März 2015, von Doc Sportello

    Es gab Reiser und seinen Prolo, Baguette unter dem Arm, Baskenmütze auf dem Kopf und Kippe im Mundwinkel, der ganz traurig ist, weil er von Georges Marchais erfährt, dass er nie Diktator sein wird; einmal mehr Reiser mit seinem Vietnamesen auf seinem Fahrrad, der sagt „Am Sonntag die Waffenruhe, am Montag in die Fabrik“; es gab auch den „tragischen Ball“ und „Georges der Killer“. Für Leute wie mich, von meiner Generation, sticht es etwas im Herz, wenn man vom Massaker der Zeichner von Charlie Hebdo (...)

  • Gestern wie heute, nieder mit der nationalen Einheit!

    12. März 2015, von Doc Sportello

    Die Morde dieser letzten Tage sind schreckliche Ereignisse. Solche Akte provozieren logischerweise ein lebendiges Gefühl der Ablehnung. Doch die Benutzung der Tränen und der Trauerbekundungen des Umfeldes der Opfer ist widerlich: Nichts rechtfertigt die sakrosankte nationale Einheit und alle daraus folgenden Angriffe gegen Proletarier. Die rassistischen Aggressionen gegen Muslime oder jene, die verdächtigt werden, es zu sein, haben sich schon gehäuft. Die Ankündigungen des Premierministers (...)

  • Ich bin nicht Charlie und du kannst mich mal

    9. Januar 2015, von Webmaster

    Die Pariser erwachten heute morgen, und durch sie die ganze Welt, mit einem makaberen Pulvergeruch in der Nase. Einige religiöse Fanatiker, es sind nicht die ersten, es werden nicht die letzten sein, eröffneten während der wöchentlichen Sitzung der Satirezeitschrift Charlie Hebdo das Feuer. Ein Dutzend Toter und einige Verletzte, wovon die Mehrheit allseits bekannte und an die Massenmedien gewöhnte Journalisten und Karikaturisten sind, sowie zwei Bullen, die im Gegensatz zu den anderen ihren (...)

  • Die „kurdische Frage“, ISIS, USA und vieles mehr

    19. Dezember 2014, von Webmaster

    Der folgende Text wurde ursprünglich für ein öffentliches Treffen mit Daniele Pepino, Autor von "Kurdistan. In the Eye of the Cyclone" (in Nunatak Nr. 35, Sommer 2014), geschrieben, welches Anfang September 2014 in Bologna stattfand. Da wir am Treffen nicht teilnehmen konnten, veränderten wir schliesslich den ursprünglichen Entwurf; das Resultat davon kann entweder als Reihe knapper Anmerkungen zu diesem Artikel oder als allein stehender Text gelesen werden.
    "Kurdistan. In the Eye of the (...)

  • Der Aktivist im 21. Jahrhundert

    19. November 2014, von Webmaster

    Die Situationisten machten aus der Verweigerung des Aktivismus eine grundlegende Banalität und diese Kritik wurde 1972 im Text „Der Aktivismus als höchstes Stadium der Entfremdung“ zusammengefasst.
    Für uns ist Aktivist keine Beleidigung für Leute, mit welchen wir nichts gemeinsam hätten (wie Kleinbürgerlicher damals für viele Aktivisten). Gewisse Genossen können dem Aktivismus verfallen: Da wir nicht die Perfektion suchen, sehen wir darin nicht zwingend ein Motiv, mit ihnen zu brechen.
    In der (...)

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