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		<title>Roland Simon - Iran 2026</title>
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&lt;p&gt;&#8222;Da&#223; sie [die Politik] eine falsche Richtung haben, dem Ehrgeiz, dem Privatinteresse, der Eitelkeit der Regierenden vorzugsweise dienen kann, geh&#246;rt nicht hierher [&#8230;]&#8220; &lt;br class='autobr' /&gt;
Der Staat im Iran: ein eingetauchter Staat &lt;br class='autobr' /&gt;
Die Geschehnisse jenseits ihrer Entsetzlichkeit verstehen &lt;br class='autobr' /&gt;
Ist der iranische islamische Staat aufgrund der inneren Situation und auch (beides wirkt zusammen) seiner &#228;usseren Schw&#228;che am Ende seiner Existenz als &#8222;nicht getrennter Staat&#8220;? Israel (die USA) haben ihm die Fl&#252;gel (&#8230;)&lt;/p&gt;


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 <content:encoded>&lt;img src='https://kommunisierung.net/IMG/logo/iran2026.webp?1788112652' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='64' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&#8222;Da&#223; sie [die Politik] eine falsche Richtung haben, dem Ehrgeiz, dem Privatinteresse, der Eitelkeit der Regierenden vorzugsweise dienen kann, geh&#246;rt nicht hierher [&#8230;]&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Clausewitz, Vom Kriege, 1832-1834, S. 469.&#034; id=&#034;nh1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Staat im Iran: ein eingetauchter Staat&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die Geschehnisse jenseits &lt;/i&gt;&lt;i&gt;ihrer Entsetzlichkeit verstehen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist der iranische islamische Staat aufgrund der inneren Situation und auch (beides wirkt zusammen) seiner &#228;usseren Schw&#228;che am Ende seiner Existenz als &#8222;nicht getrennter Staat&#8220;? Israel (die USA) haben ihm die Fl&#252;gel gestutzt. Was bedeutet das global in der gegenw&#228;rtigen Krise auf der Ebene des Nahen Ostens? Anderswo, in anderen L&#228;ndern, anderen Gewaltsituationen, anderen politischen und staatlichen Konfigurationen kann sich die herrschende Klasse, nachdem sie mehr oder weniger Leute get&#246;tet hat, von ihrem Staat abheben und die Fortsetzung der Ereignisse und die Reorganisation der Ausbeutungs- und Herrschaftsverh&#228;ltnisse (auf allen Ebenen, auch den regionalen) an ihn delegieren. Der iranische Staat verf&#252;gt nicht &#252;ber diesen (Handlungsspiel-)Raum, er sitzt in der Falle und muss aufgrund seines eigenen Wesens immer bis ins Extremste eskalieren. Die Islamische Republik ist am Ende ihrer Existenz, sowohl hinsichtlich der iranischen Klassenkonfigurationen und der eigentlichen Konfiguration der herrschenden Klasse als auch, &lt;i&gt;last but not least&lt;/i&gt;, ihrer globalen Einflechtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist gegenw&#228;rtig ein m&#246;glicher Bruch einer Fraktion innerhalb der Revolutionsgarden denkbar, die eine wahre kapitalistische Klasse werden will? Die internationale Situation hat ihnen den Wind aus den Segeln genommen. Die notwendigen Momente der Geschichte des Kapitalismus (auf globaler Ebene) geschehen im Iran immer im ung&#252;nstigsten Moment. Die gegenw&#228;rtige Revolte wird vernichtet werden, weil sie zu weit gehen m&#252;ssen wird (und geht). Der Staat ist ihr gegen&#252;ber in einer Sackgasse aufgrund der Besonderheit der eigentlichen Organisation der herrschenden Klasse. Diese Situation muss auch (so scheint es jetzt) den Kampf (leider?) in extreme Formen des Konflikts verwandeln, die sich mehr oder weniger jenseits der &#8222;Politik&#8220; befinden (im Unterschied zu 2009 oder zu &#8222;Frauen, Leben, Freiheit&#8220;). Die K&#228;mpfe stossen nun auf den Knochen, doch der Knochen ist immer &#8222;politisch&#8220;, wenn er es nicht mehr es ist, muss er es f&#252;r die Protagonisten wieder werden. Was bedeutet, dass sogar alle Konfrontationen auf dem Terrain der Ausbeutung letztendlich hinsichtlich aller von einer besonderen gesellschaftlichen Struktur abh&#228;ngigen Vermittlungen definiert und verstanden werden. Aber was im Moment im Iran geschieht, ist ein Bild dessen, was die kommenden K&#228;mpfe wom&#246;glich auch woanders sein k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die urspr&#252;nglichen Grundlagen der Islamischen Republik l&#246;sen sich auf, aber definieren immer noch die Begriffe des Kampfes in einem neuen geopolitischen Kontext. Dieser Kontext sollte insofern nicht als &#228;ussere Determinierung (als &#8222;Einmischung&#8220; oder &#8222;Intervention&#8220;) verstanden werden, als es die inneren Widerspr&#252;che sind, welche die Existenz und die Wirkung des &#8222;&#196;usseren&#8220; determinieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle K&#228;mpfe und Krisen im Iran sind mit dem Wesen des Staates verbunden. Seiner Vermischung mit der Zivilgesellschaft und den Produktionsverh&#228;ltnissen (Populismus). Eine Vermischung, die weitergeht, solange die Illusion andauert (die Illusion ist immer eine materielle Realit&#228;t).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der iranische Staat ist ein Behemoth, bis die Elemente davon zerspringen und voneinander getrennt werden, die &lt;i&gt;Trustees&lt;/i&gt; des Erd&#246;ls ihre Dollars behalten (siehe weiter unten), der Basar nicht mehr importieren und verkaufen kann. Der gesamte Kampf der Klasse der &#8222;Armen&#8220; ist in seiner genetischen Verschr&#228;nkung mit der politischen Form der Macht und des Staates gefangen. Darin kann er nur politisch gel&#246;st werden. Allerdings: Im Verlauf der Ereignisse, in den Praktiken kann eine Autonomisierung der Handlungen der Massen und der Arbeiter entstehen, wenn die Gegens&#228;tze, so wie sie urspr&#252;nglich determiniert worden sind, und die vereinbarten &#8222;L&#246;sungen&#8220; pl&#246;tzlich blockiert sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn der Behemoth zerspringt, suchen die kapitalistischsten Elemente einen Ausweg (Pasdaran, religi&#246;se Institutionen, staatliche Import-/Exportb&#252;ros, &#246;ffentliche Unternehmen usw.). Zu einer gew&#246;hnlichen kapitalistischen Klasse zu werden, nicht mehr abh&#228;ngig vom Staat und in seinem Dienste stehend als Garantie f&#252;r ihre kapitalistische Identit&#228;t, wird zum Ziel der eifrigsten Verteidiger des bestehenden Regimes (unter der Bedingung, dass es sich ver&#228;ndert).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle Klassen und Klassenfraktionen, auch unter jenen, welche an der Macht sind (aber wo befindet sich gegenw&#228;rtig die Macht im Iran?), suchen eine dahingehende &#214;ffnung: einen &#8222;freien&#8220; Kapitalismus, auch die Arbeiter, die dann nicht nur bezahlt, sondern sogar regelm&#228;ssig mit richtigem Geld bezahlt sein k&#246;nnten. Die bestehende Arbeiterklasse, die Armen, eine Fraktion der Bauernschaft k&#246;nnen sich in dieser Konfiguration autonomisieren und der Kompromiss mit einer der Fraktionen der &#8222;befreiten&#8220; Bourgeoisie kann zu einem Streitgegenstand werden, das jedoch nur, falls dieses &#8222;Volk&#8220; eine Ideologie findet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die urspr&#252;ngliche (sinnstiftende) Illusion der Islamischen Republik, die Vermischung von Staat und Gesellschaft, und, besser formuliert, des Staates und der Produktionsverh&#228;ltnisse sowie der Reproduktion der Klassen, erkl&#228;rt diese Abfolge von Aufst&#228;nden und blutiger Repression seit den 1980er Jahren, wie sie kein anderes Land gekannt hat. Die Krisen, die Aufst&#228;nde, die Repression folgen einer gewissen Logik des Zerfalls der &#220;bereinstimmung Staat/Gesellschaft; gem&#228;ss einer Abfolge von Kristallisierungen diverser Streitgegenst&#228;nde. Es w&#228;re wichtig, die Logik dieser Abfolge, dieser Verkettung aufzuzeigen. In Anbetracht des Wesens des Staates in seiner reellen oder immer mehr herbeigetr&#228;umten &#220;bereinstimmung mit der Gesellschaft ist kein Kompromiss m&#246;glich: Gegen&#252;ber dem Staat existiert die Gesellschaft nicht, sie hat kein Existenzrecht, da er die Gesellschaft ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In letzter Zeit hat es in zahlreichen L&#228;ndern blutige Revolten gegeben, die manchmal zu politischen Ver&#228;nderungen gef&#252;hrt haben. Die Eigenheit des Irans liegt im wiederkehrenden Charakter dieser Revolten &#252;ber mehrere Jahrzehnte hinweg und des wiederholten Fehlens eines Auswegs, einer Ver&#228;nderung oder eines Kompromisses. Die Eigenheit des iranischen Regimes ist in seiner Theokratie begr&#252;ndet. Aber, obwohl die Theokratie diese Eigenheit ist, war sie 1979 das Resultat widerspr&#252;chlicher Kr&#228;fte. Was seither die Eigenheit des Irans ausmacht (die Theokratie von 1979 miteingeschlossen), ist die Tatsache, dass er sich kapitalistisch entsprechend dem allgemeinen Prozess des Kapitals mit einer stetigen kleinen Versp&#228;tung entwickelt hat. Der Iran war nie, sogar seit den Reformen des Shahs in den 1960er-1970er Jahren, auf der H&#246;he der Zeit. Somit ist die Gesellschaft blockiert und der geopolitische Kontext immer gegens&#228;tzlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bez&#252;glich des Irans spricht &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; in seiner &#8222;Wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bilanz&#8220; 1978 (ein Jahr vor der Revolution) von einer &#8222;Entwicklung, die eine ganze Gesellschaft ersch&#252;ttert, die sie nicht integrieren kann&#8220;: Analphabetismus, Landflucht, Mangel an Infrastruktur, Import landwirtschaftlicher Produkte, im Entwurfsstadium gebliebene, gestoppte Projekte. Im Gegensatz zum kanonischen Schema der Produktivkr&#228;fte und Produktionsverh&#228;ltnisse hat hier die Gesellschaft die Partie gewonnen. Es war die verpasste Begegnung des Irans mit der Globalisierung der kapitalistischen Produktionsweise. Als 1973, angetrieben vom &#214;lpreisschock, scheinbar alle Bedingungen pr&#228;sent w&#228;ren, um die Verkopplung zu realisieren, l&#228;sst die Weltwirtschaft, peng!, mitten in der Rezession und sogar in Krise, keine solche Verkopplung als &lt;i&gt;Internationalisierung&lt;/i&gt; des Kapitals mehr zu, w&#228;hrend das Modell der vom Finanzsektor angetriebenen Globalisierung gerade erst im Entstehen begriffen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach chaotischen Anf&#228;ngen in den 1980er Jahren hat sich die Islamische Republik im Verlauf des Krieges gegen den Irak letztendlich stabilisiert, aber in der Manier eines f&#252;nffach schizophrenen Seilt&#228;nzers&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Wir werden hier das Wirrwarr der blutigen K&#228;mpfe zwischen Fraktionen der (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Sie musste simultan f&#252;nf Zw&#228;nge, f&#252;nf Leben verwalten, sie konnten nicht miteinander in einer organischen Totalit&#228;t artikuliert werden. Die Aufrechterhaltung einer &#228;usseren &#214;ffnung aufgrund des Ursprungs fast all ihrer Einnahmen (&#214;l und Gas); die F&#246;rderung einer kaum global integrierten inneren Wirtschaftsentwicklung; die Verwaltung einer Reproduktion der von der effektiven Verwertung getrennten Arbeitskraft als Resultat ihrer Ausbeutung, Teil davon sind eine grosse Masse an Individuen, die entweder arbeitslos sind oder in der informellen Wirtschaft &#252;berleben; die beschleunigte Modernisierung der Landwirtschaft mit dem Ziel der Selbstversorgung ohne Kontrollverlust &#252;ber die Landflucht; die Kontrolle &#252;ber eine verstaatlichte Wirtschaft, mit M&#246;glichkeiten zur Bereicherung f&#252;r die Bourgeoisie, damit sie ihr nicht fremd wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Grundlage dieser &#8222;Inkoh&#228;renzen&#8220; st&#246;sst man nat&#252;rlich auf all die Zw&#228;nge, die mit einer Rentier-&#214;konomie einhergehen, aber obwohl man stets auf diese gleichen Zw&#228;nge st&#246;sst, gehen nicht alle Rentierl&#228;nder gleich damit um (die Niederlande waren mit dieser Art von Zw&#228;ngen konfrontiert, ohne dass sie zu einer &#8222;Evangelischen Republik&#8220; geworden sind). Die iranische Eigenheit liegt im Resultat der verpassten Begegnung der 1970er Jahre, d.h. in der Islamischen Republik: &lt;i&gt;eine&lt;/i&gt;&lt;i&gt;r&lt;/i&gt;&lt;i&gt; politische&lt;/i&gt;&lt;i&gt;n&lt;/i&gt;&lt;i&gt; Form, die zu einem Produktionsverh&#228;ltnis geworden ist&lt;/i&gt;. Im Iran ist die Islamische Republik nicht die politische Repr&#228;sentation (der Ausdruck) der kapitalistischen Produktionsweise, sie ist die kapitalistische Produktionsweise, sie steht als Staat nicht &#8222;&#252;ber den Klassen&#8220;, sondern ist der politische Ort des Verh&#228;ltnisses zwischen den Klassen, durchdrungen vom Klassenkampf und dem Kampf zwischen allen Fraktionen der Bourgeoisie, der Staatsaufbau steht nicht &#252;ber ihnen. Das liegt nat&#252;rlich an der totalen Kontrolle &#252;ber die Wirtschaft, aber nicht nur. Die totale Kontrolle &#252;ber die Wirtschaft durch den Staat in der UdSSR zum Beispiel implizierte nicht, dass er selbst die kapitalistische Produktionsweise verk&#246;rperte und vom Klassenkampf durchdrungen war. Der sowjetische Staat war der Staat der &lt;i&gt;&#252;ber den Klassen stehenden&lt;/i&gt; kapitalistischen Klasse &lt;i&gt;und dieser kapitalistischen Klasse selbst&lt;/i&gt;, und er verfolgte so koh&#228;rent wie m&#246;glich die Politik dieser Klasse. Im Iran ist die Inkoh&#228;renz, da der Staat eine zur Produktionsweise gewordene politische Form ist, strukturell, definitorisch f&#252;r die Sache, es ist also keine Inkoh&#228;renz mehr, sondern eine inkoh&#228;rente Struktur, die sich durch sie definiert und reproduziert, die aus dieser Inkoh&#228;renz ihre Daseinsberechtigung macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die kontinuierlich instabile Synthese all dessen war der Aufbau eines &lt;i&gt;in d&lt;/i&gt;&lt;i&gt;ie&lt;/i&gt;&lt;i&gt; Gesellschaft eingetauchten&lt;/i&gt; Staates, durchdrungen von all diesen K&#228;mpfen und Widerspr&#252;chen, es war der &lt;i&gt;Populismus&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Populismus kann im Wesentlichen als der Wille zur Abschaffung, &lt;i&gt;in der Politik&lt;/i&gt;, der Unterscheidung zwischen sozialen Bewegungen und der politischen Handlung, der Trennung zwischen Staat und Gesellschaft, Staat und Klassenkampf, definiert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Islamische Republik ist die Vereinigung der wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Ebenen. In einem in die Gesellschaft eingetauchten populistischen Staat ist die einzige Unabh&#228;ngigkeit gegen&#252;ber der Gesellschaft, die er f&#252;r sich selbst hervorbringen kann, seine einzige Best&#228;tigung als Abstraktion, die Bekr&#228;ftigung einer Transzendenz jenseits der Politik in der Politik selbst: Diese Transzendenz ist der Garant &#8222;der Unabh&#228;ngigkeit des Staates&#8220;. Das Credo der Republik ist seit ihrer Gr&#252;ndung das gleiche geblieben: die Oberhoheit des &lt;i&gt;W&lt;/i&gt;&lt;i&gt;elayat-e &lt;/i&gt;&lt;i&gt;F&lt;/i&gt;&lt;i&gt;aqih&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &lt;i&gt;W&lt;/i&gt;&lt;i&gt;elayat-e &lt;/i&gt;&lt;i&gt;F&lt;/i&gt;&lt;i&gt;aqih&lt;/i&gt;&lt;i&gt; &lt;/i&gt;besiegelt diesen Widerspruch des Staates mit sich selbst, welcher der &lt;i&gt;Populismus&lt;/i&gt; darstellt: &lt;i&gt;der nicht getrennte Staat&lt;/i&gt;. Nicht getrennt von der Gesellschaft und dem Klassenkampf. Nicht getrennter Staat bedeutet auch eine &lt;i&gt;nicht freie kapitalistische Klasse&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Staat muss nicht nur von der Gesellschaft, sondern &lt;i&gt;vom Klassenkampf getrennt sein&lt;/i&gt;. Er ist davon getrennt, weil er daf&#252;r da ist. Man kann sich kein von der herrschenden Klasse benutztes Werkzeug vorstellen, das nicht vom Klassenkampf getrennt w&#228;re, es liefe Gefahr, jederzeit in ihren H&#228;nden zu zerspringen. Da der unmittelbar von jedem Protest bedrohte iranische Staat &#252;berhaupt keinen Abstand, &#252;berhaupt keine &#8222;strategische Tiefe&#8220; gegen&#252;ber dem Klassenkampf hat, kann er nur auf das Massaker zur&#252;ckgreifen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Womit wir es im Iran zu tun haben, ist die mutmassliche &lt;i&gt;Illusion&lt;/i&gt; der Einheit des politischen Staates mit der Gesellschaft. Aber solange sich der Staat und die Gesellschaft faktisch einig sind und sich verstehen, ist die Illusion ihrer Wesenseinheit (der Populismus) eine reelle Illusion, und somit wirkungsm&#228;chtig. Im gegenteiligen Fall, wenn sie (diese Einheit) ihre Wahrheit in die Praxis umsetzen muss, wird sie zu einer bewussten Falschheit, wird sie l&#228;cherlich. Eine L&#228;cherlichkeit, die gegenw&#228;rtig im Iran t&#246;tet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Illusion kann funktionieren. In den 1980er Jahren ger&#228;t die Inflation ausser Kontrolle (bis zu 53% auf die Lebensmittel 1980 mit dem Beginn des Krieges gegen den Irak), das Budgetdefizit ist enorm, die &#214;lproduktion steht still, der Staat steht kurz vor dem Konkurs, umso mehr, weil die iranischen Guthaben auf amerikanischen Bankkonten blockiert worden sind. Alle ausl&#228;ndischen Unternehmen werden 1981 nationalisiert, der Staat und somit die Gesamtheit der Wirtschaft funktionieren nur dank der Notenpresse. Im Mai 1982 ist es die Gesamtheit des Aussenhandels, die nationalisiert wird, w&#228;hrend eine strikte Rationierung den Konsum einschr&#228;nkt. Da ihm niemand mehr Kredit gew&#228;hrt und er bar bezahlen muss, mit einer nationalisierten Industrie, die Verluste schreibt, und wirtschaftlich und politisch total isoliert, gew&#228;hrt der Iran Rabatte auf seine &#214;lexporte und verliert, im Gegensatz zu allen nationalistischen Diskursen, die Kontrolle &#252;ber seine Einnahmen, indem er Abkommen mit den grossen Firmen aushandelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der ausser Kontrolle geratenen Inflation (nur der subventionierte Brotpreis bleibt zu dieser Zeit stabil) demonstrieren die einfachen Viertel gegen das islamische Regime (das Pro-Kopf-Einkommen hat sich seit 1979 um die H&#228;lfte verringert); in Teheran kommt es permanent zu studentischen Demonstrationen und im Nordosten des Landes protestieren die Bauern gegen die R&#252;ckgabe des nach der Revolution konfiszierten Bodens an die ehemaligen Eigent&#252;mer. F&#252;r eine gewisse Zeit scheint das der Islamischen Republik bis heute inh&#228;rente Hin und Her zwischen &#8222;Reform&#8220; und &#8222;Fundamentalismus&#8220; 1993 blockiert. Das &lt;i&gt;Volk&lt;/i&gt; erhebt sich gegen die &#214;ffnung, die Inflation und das teure Leben; die Studenten gegen die Zw&#228;nge, die das gesellschaftliche Leben einschr&#228;nken, gegen &#8222;den Fundamentalismus&#8220;, aber auch gegen die Stagnation des Lebensstandards der Mittelklasse; die Bauern gegen die R&#252;ckkehr der ehemaligen Eigent&#252;mer, die h&#228;ufig religi&#246;s sind, gegen die strikte Preiskontrolle f&#252;r landwirtschaftliche G&#252;ter, aber ohne &#8222;die &#214;ffnung&#8220; zu unterst&#252;tzen, ein Synonym f&#252;r die beschleunigte Modernisierung der Landwirtschaft und ausl&#228;ndische Konkurrenz. Die (1960 gegr&#252;ndete, von der Regierung kontrollierte und &#252;ber das Monopol zur Ausgabe von Banknoten verf&#252;gende) Bank Markazi ver&#246;ffentlicht ihrerseits als Zentralbank eine Pressemitteilung, in welcher sie den Wunsch nach einer &#8222;normalen Wirtschaft&#8220; mit einem einzigen Wechselkurs, einem Staat, der seine Ressourcen nicht mehr in Form von Subventionen verschwendet und die Unternehmen privatisiert, und schliesslich eine &#214;ffnung f&#252;r ausl&#228;ndische Investitionen &#228;ussert. Alles, was die Islamische Republik zu diesem Zeitpunkt weder &lt;i&gt;sein&lt;/i&gt; noch tun kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Jahre 1994-1995: Die Konservativen zeigen sich diskursiv h&#228;ufig als Anh&#228;nger von Reformen und verwirklichen diese auch als Augenwischerei, indem sie in Tat und Wahrheit die Kontrolle des Staates &#252;ber die Wirtschaft oder eher jene der Wirtschaft und der Gesellschaft &lt;i&gt;innerhalb&lt;/i&gt; des Staates st&#228;rken. &lt;i&gt;Das &#220;berleben der Republik ist ausgesetzt bis zu ihrem Eintauchen in die Gesellschaft, &lt;/i&gt;&lt;i&gt;ihrer&lt;/i&gt;&lt;i&gt; Wandlung in einen nicht getrennten Staat, einen durch den Kampf der Klassen und Fraktionen der kapitalistischen Klasse durchdrungenen Staat&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis anhin (Erhebung von 2026) sind alle K&#228;mpfe, alle Widerspr&#252;che, seien sie zwischen Klassen oder Fraktionen der herrschenden Klasse, politisch und/oder ideologisch, sie alle sind aufgebaut als Staatskrise, als Zerfall und Neuzusammensetzung der kapitalistischen Klasse, dieses &lt;i&gt;Konglomerats&lt;/i&gt;, das die Islamische Republik als Ideologie konstituiert und repr&#228;sentiert hatte, sie verlaufen als solche und k&#246;nnen als solche zusammengefasst werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der politische Kampf bleibt ein Ort der Zweideutigkeit insoweit, als er die sich innerhalb seiner selbst strukturierenden Bedeutungen nicht selbst determinieren kann. Die &#8222;laizistische Demokratie&#8220; w&#228;re f&#252;r diese Zweideutigkeit die beste Form gewesen, die passendste Regierungsform f&#252;r die Koalition der diversen Fraktionen der iranischen Bourgeoisie (vielleicht auch f&#252;r die F&#252;hrung der Pasdaran, die daran arbeiten, &#8222;wahre Bourgeois&#8220; zu werden, d.h. als Individuen &#8211; denn vom Kapital f&#252;hrt der Weg stets zu den einzelnen Kapitalen, es erzeugt immer das kapitalistische Individuum), die miteinander gemeinsame Sache machen und gleichzeitig (jetzt?) breite Unterst&#252;tzung &lt;i&gt;im Volk&lt;/i&gt; erhalten k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegenw&#228;rtig w&#228;re die &#220;berwindung des politischen Kampfes im Iran (falls es dazu kommen sollte) immer noch im politischen Kampf verwurzelt, insofern als die &#220;berh&#246;hung des Staates im Iran, seine fast absolute Kontrolle &#252;ber das wirtschaftliche Leben durch die &#214;lrente, die &#246;ffentlichen Unternehmen, die Stiftungen (&lt;i&gt;Bonyads&lt;/i&gt;) und das Korps der Pasdaran aus ihm nicht nur die getrennte Institution macht, die er definitionsgem&#228;ss ist, sondern gleichzeitig &lt;i&gt;eine totale Produktionskraft&lt;/i&gt;, aber dadurch eingetaucht in das wirtschaftliche Leben, das er durch und durch organisiert. Alle Staaten der Welt haben diese Macht als Produktivkraft, aber nicht als &lt;i&gt;Quanten&lt;/i&gt; besonderer Kapitale, wenn es dazu kommt, ist es nicht definitorisch, sondern nebens&#228;chlich und kontingent, zudem regen die Rentierstaaten die wirtschaftliche Aktivit&#228;t nicht an, sondern vergiften sie: Profit ist vorausgesetzt und wird umverteilt; Import ist der Produktion vorzuziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wesen der Revolte gegen die Islamische Republik kann sich ver&#228;ndern, aber die Bekr&#228;ftigung im Interklassismus einer aus der Arbeiterklasse (oder dem Proletariat) kommenden &#8222;F&#252;hrerschaft&#8220; wird kein linearer Verlauf sein, die Hoffnung, aus der Revolte werde etwas anderes werden, dass es zu einem Bruch kommt, reicht nicht, man muss die Situation, die &#252;berwunden werden k&#246;nnte, definieren, denn die &#220;berwindung wird in dieser Situation vorbereitet und es ist f&#252;r sie nicht gleichg&#252;ltig, was &#252;berwunden wird. In der gegenw&#228;rtigen Dynamik kann sich der wirtschaftliche Kampf des Proletariats nicht mehr, wie noch in den 2010er Jahren, selbst verstehend und im Bewusstsein, dem vollst&#228;ndig praktischen und effizienten Bewusstsein, das er von sich selbst hatte, als ein weiterer politischer Kampf gegen &lt;i&gt;eine gewisse Staatsform&lt;/i&gt; gef&#252;hrt werden. Er war damals noch ein Kampf, der in den Repr&#228;sentationsformen seine Grenzen fand, welchen die kapitalistische Klasse einen Sinn geben konnte, indem sie sich den Volksaufstand als Staatsreform aneignete&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ich benutze bewusst drei Begriffe: Arbeiter, Proletarier, Volk.&#034; id=&#034;nh3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, als erneute Bekr&#228;ftigung (gegen den Populismus) der Heteronomie der &#214;konomie und der Politik, um den Staat als frei kapitalistisch neu zu begr&#252;nden. Denn f&#252;r die iranische kapitalistische Klasse, sich in einer von Gewalt gepr&#228;gten Neuzusammensetzung befindend, war der Inhalt derselben, ihr Sinn, die Ausarbeitung, der Aufbau eines spezifisch kapitalistischen Staates, d.h. frei, d.h. &lt;i&gt;getrennt von der Gesellschaft&lt;/i&gt;. Diese Perspektive ist in der Krise der Globalisierung unter amerikanischer Aufsicht und, trivialer, im geopolitischen Kontext nach der Eliminierung aller iranischen &#8222;Stellvertreter&#8220; durch die amerikanisch-israelischen Interventionen seit 2022 untergegangen. Wenn die iranische kapitalistische Klasse ihrer &#8222;kollektiven&#8220; Existenz ein Ende setzen will, wenn sich eine Fraktion der Pasdaran gerne als autonome und private Kapitalisten sehen w&#252;rde, dann ist es nun als Kompradorenklasse in einem kolonialisierten Staat, wo sie ihr Projekt erfolgreich umsetzen kann. Daf&#252;r m&#252;sste man sich mit den USA bez&#252;glich der Eliminierung &#8222;der h&#246;heren Einheit&#8220; rund um den &#8222;F&#252;hrer&#8220; einigen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;In aller Bescheidenheit muss ich zugeben, dass dieser Satz vor dem 28. (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Islamische Republik ist geblieben, was sie war, d.h. eine zu einem Produktionsverh&#228;ltnis gewordene politische Form, doch sie hat paradoxerweise eine kapitalistische Entwicklung der &#214;konomie und der gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse hervorgebracht, die sich nicht mehr mit diesem &lt;i&gt;politischen Produktionsverh&#228;ltnis&lt;/i&gt; abfinden kann, eine Entwicklung, die einen &#252;ber den Klassen stehenden Staat erfordert. Eine Entwicklung, welche die Integration in die Globalisierung des Kapitals nunmehr als Notwendigkeit voraussetzt, zu einem Zeitpunkt, wo diese in eine Krise eintritt, was der herrschenden Klasse oder gewissen ihrer Fraktionen keine anderen Perspektiven als die Unterordnung &#252;brigl&#228;sst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Arbeiterklasse oder das &#8222;Proletariat&#8220; im Iran&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Proletariat seinerseits ist auf tragische Art und Weise gespalten in Fraktionen, aktiv in Industrien, die sich im globalen Prozess des Kapitals artikulieren; eine Masse an Individuen, die in der informellen Wirtschaft &#252;berleben und ein offenes Ohr f&#252;r den volksnahen Strang des Schiismus haben; arbeitslose Jugendliche, f&#252;r welche die Taten der &lt;i&gt;Bassidji&lt;/i&gt; eine Revolte gegen die Gesch&#228;ftemacherei und &#220;berheblichkeit der sch&#246;nen Quartiere darstellen; die kleinen Staatsfunktion&#228;re, die bereit sind, die Verschlechterung ihres Lohnes zu ertragen, solange der administrative &#220;berfluss ihnen eine Anstellung garantiert (sie waren nur 2% der Verhafteten 2026); eine Masse an strukturellen Arbeitslosen, dem Pl&#252;ndern und den Krawallen zugeneigt, aber auch der Heilssuche in ihrer Treuepflicht gegen&#252;ber den religi&#246;sen Stiftungen; die Angestellten des Dienstleistungssektors (40% der aktiven Bev&#246;lkerung), die ihrerseits gespalten sind zwischen ihrer Abh&#228;ngigkeit vom Basar und ihrer Zukunftsvision einer &#214;ffnung und Liberalisierung allen Handels; Unternehmen, die ihr &#220;berleben nur dem Fortbestand einer von nach Belieben ausgezahlten Subventionen abh&#228;ngigen Wirtschaft verdanken und somit eng mit dem Wirtschaftsnationalismus verbunden sind. All das &#252;berhaupt mal abgesehen von den &#8222;ethnischen&#8220; Spaltungen zwischen Persern, Arabern&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Demonstrationen der arabischen Bev&#246;lkerungen (h&#228;ufig sehr arm und aus (&#8230;)&#034; id=&#034;nh5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, Kurden und Nomadenst&#228;mmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber sogar die Lohnk&#228;mpfe werden letztendlich auf eine zwischen dem Lohn, einer nationalen sozialen Abdeckung, einem Beistand der Stiftungen, der Familiensolidarit&#228;t, der fortbestehenden Verbindung mit dem Land, den Aktivit&#228;ten des informellen Sektors und der Kumulation von Jobs aus dem Gleichgewicht geratenen Reproduktion der Arbeitskraft reduziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der einen Seite alles, was den &#214;l- und Gassektor betrifft, auf der anderen der ganze Rest. In einer von der &#214;lrente alimentierten &#214;konomie wird die wirtschaftliche Funktion des Lohnes zutiefst pervertiert. Die Unternehmen ausserhalb des &#214;l- und Gassektors funktionieren f&#252;r den Binnenmarkt (Teppiche, Pistazien und Safran komplettieren die iranischen Exporte). Die Solvenz dieses Binnenmarkts wird durch die Verteilung eines bedeutenden Teils dieser Rente in Form von Subventionen garantiert, wodurch die Funktion der L&#246;hne im allgemeinen Gleichgewicht zwischen den Sektionen der Produktion zumindest teilweise negiert wird (im Januar 2026 werden die Subventionen gestrichen, siehe weiter unten). Daraus resultiert, dass die Teilung des Arbeitstages zwischen notwendiger und Mehrarbeit keinem Gesetz mehr gehorcht: weder jenem des Gleichgewichts zwischen den Sektionen der Produktion noch jenem der Reproduktion der Arbeitskraft. Letztere kann ohne gr&#246;ssere unmittelbare Risiken an die Subventionen, die F&#252;rsorge und die zwar von den kapitalistischen Verh&#228;ltnissen heimgesuchten, aber fortbestehenden traditionellen Solidarit&#228;tsnetzwerke delegiert werden. Nicht nur jeder individuelle Kapitalist, sondern die Gesamtheit der in diesem Sektor agierenden kapitalistischen Klasse kann den Lohn als eine schlichtweg anpassbare Variable ihrer Buchhaltung betrachten. Tendenziell hat die Mehrwertrate keine Grenze. Aber wenn die Konkurrenz nur hinsichtlich der (bis zur vollst&#228;ndigen) Vernichtung der L&#246;hne funktioniert (wenn sie &#252;berhaupt funktioniert), bedeutet das, dass das Wachstum der Produktivit&#228;t und Wettbewerbsf&#228;higkeit dieser Unternehmen seinerseits gegen null tendiert. Die Folgen f&#252;r die Arbeitsk&#228;mpfe sind sowohl verheerend als auch explosiv. Verheerend bez&#252;glich der Verhandlungsmacht, der Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse; explosiv bez&#252;glich der Negation seiner eigenen Definition als Klasse, die das Proletariat in seinem Verh&#228;ltnis zum Kapital findet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Negation seiner eigenen Definition als Klasse, die das Proletariat in seinem Verh&#228;ltnis zum Kapital findet, reduziert es auf eine reine Situation der Armut, die unter der Vokabel der &#8222;Entrechteten&#8220; (unabh&#228;ngig davon, welche Ideologie der Begriff enthalten mag) immer noch eine kristallisierte und anerkannte Identit&#228;t in der iranischen kapitalistischen Reproduktion darstellt. Die Tatsache, dass der Iran seine Verabredung mit der Restrukturierung der kapitalistischen Produktionsweise in den 1970er Jahren verpasst hat, bleibt nicht folgenlos f&#252;r den Kampf der Klasse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die iranische Arbeiterbewegung ist ab der Gr&#252;ndung der Islamischen Republik und bis heute betr&#228;chtlich geschw&#228;cht und fragmentiert worden. Die Islamische Republik hat grundlegende strukturelle und gesetzliche Ver&#228;nderungen betreffend der Arbeitswelt eingef&#252;hrt, womit praktisch jede M&#246;glichkeit zur Organisation der Arbeiter blockiert worden ist. Die Arbeitskraft ist zum Beispiel zwischen zahlreichen Subunternehmer zersplittert worden, um jegliches entschlossene kollektive Handeln zu verhindern. Das Arbeitsrecht ist dahingehend modifiziert worden, dass mehr als 90% der iranischen Arbeiter ohne formellen Vertrag angestellt sind, was zu einer extremen Prekarit&#228;t des Anstellungsverh&#228;ltnisses gef&#252;hrt hat. Parallel dazu sind die L&#246;hne so tief, dass die Arbeiter dazu gezwungen sind, mehrere Jobs gleichzeitig zu haben, um ihre Bed&#252;rfnisse erf&#252;llen zu k&#246;nnen, was ihnen die Zeit raubt und sie daran hindert, Aktionen in den Fabriken vorzubereiten oder zu unterst&#252;tzen. Ausserdem fand sich einer grosser Teil der Arbeiterklasse in der Arbeitslosigkeit oder informellen Wirtschaft wieder. Deshalb sind die sozialen Bewegungen an den Arbeitsst&#228;tten in den meisten F&#228;llen unstrukturiert und auf Forderungen zur Bezahlung unbezahlter L&#246;hne beschr&#228;nkt geblieben [&#8230;] Durch eine massive Liberalisierung der Preise und Verwaltung der Wechselkurse hat der Staat die iranische Arbeitskraft in eine fast unentgeltliche Ware f&#252;r jeglichen Investor verwandelt.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Leila Hosseinzadeh, Interview in der Humanit&#233;, 16. Januar 2026.&#034; id=&#034;nh6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man muss vom globalen Widerspruch ausgehen, jenem, der auf alle anderen abf&#228;rbt und ihnen und allen Auseinandersetzungen Sinn gibt, in diesem globalen (globalisierenden) Widerspruch sind die Arbeiterk&#228;mpfe in einer Falle. Man konnte es als sehr positiv betrachten, dass der Kampf dieser formellen, die Hebel der Macht in ihren H&#228;nden haltenden Arbeiterklasse des &#214;lsektors w&#228;hrend den Streiks im Juni 2021 aus ihrem strikt fordernden Korporatismus herausgetreten ist, als sich die Streiks jedoch im Juli ausgeweitet haben, kam der erneute Aufschwung vom Subunternehmertum in diesem Sektor. Sein &#220;bergang zum Politischen ist jener des Kampfes gegen eine &lt;i&gt;gewisse Staatsform&lt;/i&gt;, die seine L&#246;sung in einer &#8222;Staatsreform&#8220; findet. Ausserdem konnte diese Reform nichts anderes bedeuten als ihre (vielleicht von Gewalt gepr&#228;gte) Abspaltung von der immensen Masse des informellen Proletariats, die, nachdem sie auf die Strasse gegangen ist, wieder zu den Bataillonen der &#8222;Konterrevolution&#8220; werden kann. Wenn diese winzige formelle Fraktion der Arbeiterklasse Teil der Bewegung wird (in Form des Streiks, der f&#252;r die immense Mehrheit des Proletariats im Iran unm&#246;glich ist) mit ihren eigenen materiellen Forderungen, ausgedr&#252;ckt in unmittelbar politischen Begriffen, konnte man bei den damaligen Eigenschaften der Erhebung die starke Bef&#252;rchtung hegen, dass diese in die Begriffe des politischen Streits, in dessen Rahmen die gesellschaftlichen Widerspr&#252;che im Iran konstruiert worden sind und wof&#252;r die &#8222;ideologische Partei&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Zum Begriff der &#8222;ideologischen Partei&#8220;, siehe weiter unten.&#034; id=&#034;nh7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; die Schl&#252;ssel in den H&#228;nden hielt, eingef&#252;gt, umgearbeitet und &#252;bersetzt w&#252;rden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es existiert ein grosser Teil der iranischen Bev&#246;lkerung, von dem nie jemand spricht, ohne deren (auch passive) Unterst&#252;tzung der Sturz des Shahs nicht m&#246;glich gewesen w&#228;re und ohne welchen der Sturz der Islamischen Republik es nicht ist: die Kleinbauernschaft (Betriebe, die kleiner sind als 10 ha, sind im Iran omnipr&#228;sent). Der schlichte Druck dieser Bauernmasse, sogar ausserhalb ihrer eventuellen direkten Aktivit&#228;t in der Erhebung, beeinflusst ihr Werden gleich doppelt: Landflucht und &#220;berbev&#246;lkerung; Solidarit&#228;tsnetzwerke und Konstitution einer nicht rein kapitalistischen Identit&#228;t des Armen. Ihre Unterst&#252;tzung f&#252;r die Islamische Republik wankt, aber ihr Ende w&#228;re ihr Todesurteil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;F&#252;r die Bauern, genau wie f&#252;r zahlreiche urbane 'Entrechtete', sind Modernisierung und Demokratie gleichbedeutend mit einem immer gr&#246;sseren Gef&#228;lle zwischen den Klassen, dem Ende aller Schutzfunktionen, welche die wenn auch weitgehend k&#252;nstliche Erhaltung der traditionellen Werte repr&#228;sentieren konnte. Dort ist die kulturelle Ablehnung des 'heuchlerischen' und 'verwestlichten' Reformismus verwurzelt. Die demokratische Dynamik, in gesellschaftlichen Kategorien, die noch stark vom ruralen Holismus gepr&#228;gt sind, ist eine unertr&#228;gliche soziale und kulturelle Enteignung, umso mehr, weil sie von einer zunehmenden Bedeutung der Frauen in der l&#228;ndlichen Gesellschaft begleitet wird.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;o Cosme, De la politique en Iran, Senonevero, 2010, S. 135.&#034; id=&#034;nh8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Jegliche Kampfperspektive im Iran, mag sie auch strikt urban und mit der Arbeiterklasse verbunden sein, ist abh&#228;ngig vom Gewicht dieses Umfelds, die Bauernfrage wird geradezu innerhalb der Arbeiterk&#228;mpfe gestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der gesamte demokratische und kulturelle Diskurs klingt mittlerweile (2026) in den Ohren dieser Bev&#246;lkerung immer hohler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Zusammensetzung der Arbeiterklasse erweist sich heutzutage als Grundlage der Sackgasse jeglichen Projekts der Mittelklassen, die auf ihre Art und Weise das &#8222;Projekt der Arbeiterklasse&#8220; (siehe weiter unten) gestalten wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Ende der &#8222;ideologischen Partei&#8220;&lt;/strong&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb9&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Partei&#8220; wird hier in einer Bedeutung benutzt, die man, aber nur als (&#8230;)&#034; id=&#034;nh9&#034;&gt;9&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bewegung 2022 nach dem Mord an der (schlecht verschleierten) Mahsa durch die Polizei konnte nur schwer &#252;ber die Perspektive eines laizistischen, konventionell b&#252;rgerlichen Staates hinausgehen. Ohne auf die Urspr&#252;nge der Islamischen Republik zur&#252;ckzugehen, sollte man die zahlreichen Revolten, Krawalle, Streiks und Demonstrationen seit Anfang der 1990er Jahre als eine einheitliche Bewegung betrachten, deren Einheit aus dem politischen Wesen der Klassenverh&#228;ltnisse im Iran entsteht. Eine einheitliche Bewegung insoweit, als sich alles immer in den inh&#228;renten Widerspr&#252;chen und Blockaden aufl&#246;st, f&#252;r jede Klasse oder Klassenfraktion (jede davon ergattert nacheinander irgendwelche &lt;i&gt;Privilegien&lt;/i&gt;), aufgrund des Wesens dieses in die Gesellschaft eingetauchten Staates, der seinerseits zur Vereinigung dieser ihn durchdringenden Produktionsverh&#228;ltnisse geworden ist. Es ist seine Schw&#228;che, er kann von allen Seiten angegriffen werden, aber auch seine St&#228;rke: von einer Seite angegriffen, findet er Unterst&#252;tzung auf der anderen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Neuheit von 2022 gegen&#252;ber 2009 oder 2019 ist die Tatsache, dass alle Klassen (die herrschenden Klassenfraktionen eingeschlossen, sogar innerhalb der F&#252;hrungsschichten scheint die Feindschaft ziemlich offen zu sein), Fraktionen und Schichten gleichzeitig in Bewegung gesetzt werden. In allen iranischen Aufst&#228;nden sollte man auch die regionale Komponente sowie die heftige Gewalt der Repression in diesen Gebieten nicht aus den Augen verlieren. Es w&#228;re ein Fehler, die Erhebung 2022 als rein kulturell (die Frauen und der Schleier) zu betrachten. Ihr lag schon damals das extreme finanzielle, Versorgungs- und Gesundheitselend zugrunde (Covid war verheerend), in welches die immense Mehrheit der Bev&#246;lkerung gest&#252;rzt war. Im Mai 2022 strich die Regierung die Subventionen f&#252;r den Brotpreis, die Demonstranten greifen die St&#252;tzpunkte der islamischen Milizen Bassidji an (5 Tote), gleichzeitig l&#246;st der Einsturz eines Turms in Abadan (19 Tote) erneut Krawalle gegen das Regime und die Korruption aus. Ab Juni sind die mit dem &lt;i&gt;&#220;berleben&lt;/i&gt; verbundenen Demonstrationen in Teheran t&#228;glich. Was nach dem Mord an Mahsa geschieht, muss in diesem Zusammenhang verortet werden. Der Staat kontrollierte nichts mehr in Bezug auf die Exportpreise, seine Importe, seine Subventionen f&#252;r Produkte, sein Budget, seine Kredite, seine Darlehen. Das ganze als Rentier-&#214;konomie funktionierende System war blockiert, dort, wo die gesamte Aktivit&#228;t zur Rente werden konnte, zirkulierte der Geldsegen nicht mehr. Schon w&#228;hrend den Krawallen 2019 wegen der &#214;l- und Gaspreise kam es zu Angriffen auf Banken und religi&#246;se Institutionen und die Arbeiterklasse war daran auf im &#8222;Volk&#8220; aufgel&#246;ste und zerstreute Art und Weise beteiligt. Dann kam Corona, die Inflation explodiert und die W&#228;hrung bricht zusammen, w&#228;hrend den Demonstrationen im Juli 2020 nach der Best&#228;tigung von Todesurteilen gegen drei an den Krawallen 2019 beteiligte Personen hatten jene Leute, welche am ehesten betroffen sein konnten, nicht mehr viel zu verlieren. Im August 2020 ben&#246;tigten 60 Millionen von 80 Millionen Einwohnern Unterst&#252;tzung, um zu &#252;berleben, vor allem in den St&#228;dten des S&#252;dens (man sch&#228;tzt 2022 die in der Peripherie der St&#228;dte lebenden Personen auf 14 Millionen, man kommt an ihnen nicht vorbei, wenn man von der Arbeiterklasse und/oder vom Proletariat im Iran spricht).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;All das bliebe rein Allgemeines, wenn es nicht von dem in Beschlag genommen und geformt werden w&#252;rde, was auf der gesamten Ebene das Feuer entfacht und seinen Sinn dieser &#8222;Konvergenz&#8220; gegeben hat, die nicht notwendigerweise eine Einheit ist (wenn eine Erhebung &lt;i&gt;global&lt;/i&gt; wird, dann ist es nicht als &lt;i&gt;Summe&lt;/i&gt;). Der Genderwiderspruch tauchte damals als Kristallisierung dieses &#8222;Allgemeinen&#8220; auf, aber in Form einer essentialisierenden Naturalisierung der Frauen: &#8222;Die Frauen sind das Leben.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Globalisierung ist nicht eine &#8222;Konvergenz&#8220;, sie ist nicht eine Summe, sondern die Pr&#228;senz in jedem Kampf der jeweils anderen und ihrer spezifischen Daseinsberechtigung in einer Art &#8222;strukturellen Kausalit&#228;t&#8220; (eine Kausalit&#228;t in einer Struktur oder, um den Marxschen Begriff wieder aufzugreifen, einer &#8222;organischen Totalit&#228;t&#8220;, wo ein &#8222;&#196;ther [&#8230;] das spezifische Gewicht alles in ihm hervorstechenden Daseins bestimmt&#8220;, es ist eine wesentliche, schwierig zu erfassende theoretische Frage). Alle Elemente einer Gesellschaft sind stichhaltig, aber alle sind nicht &lt;i&gt;gleichermassen&lt;/i&gt; bewohnt von der Dynamik der Produktionsweise und daraus folgend dem ihre &#220;berwindung in sich tragenden Widerspruch, ausser man will alles unter einer &#8222;allgemeinen Theorie&#8220; der Entfremdung oder Ausbeutung subsumieren. Das Problem liegt in der Tatsache, dass, obwohl die zugrundeliegende, essenzielle Logik der Produktionsverh&#228;ltnisse letztendlich immer ihre determinierende Ursache geltend macht, sie das nie &lt;i&gt;in ihren eigenen Begriffen&lt;/i&gt; tut (und das ist aufgrund der notwendigen Metamorphosen der Produktionsverh&#228;ltnisse normal).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit der Genderwiderspruch (zu einem bestimmten Zeitpunkt) die Kristallisierung aller Widerspr&#252;che sein kann, m&#252;sste sich die Situation der Frauen im Iran nicht auf die Opposition gegen eine spezifische (&#8222;archaische&#8220;), durch den Schleier repr&#228;sentierte Situation beschr&#228;nken. Das heisst, sie m&#252;sste, von sich ausgehend, zu etwas anderem werden als der Kampf gegen die Islamische Republik, es w&#228;re notwendig, dass der Frauenkampf nicht eine besondere Form der Unterdr&#252;ckung (den Schleier, eine Reihe an Verboten und Ausgangssperren) betrifft, sondern das, was dazu f&#252;hrt, dass Personen als &#8222;Frauen&#8220; bezeichnet und dieser Kategorie zugewiesen werden. Was innerhalb eines Aufstands gegen die Ausbeutung nicht ohne einen Konflikt zwischen M&#228;nnern und Frauen geschehen kann (alles wird eines Tages abgerechnet). Die islamische Macht ist bloss eine besondere Form der Unterdr&#252;ckung der Frauen, die als Besonderheit im Gegensatz steht zur gegenw&#228;rtigen Allgemeinheit dieser Unterdr&#252;ckung, welche die westliche Form ist, die, zurecht, als jene des isolierten, freien, selbstverantwortlichen usw. Individuums erlebt wird. Man kann die Ablehnung dieser besonderen Form nur unterst&#252;tzen, aber es ist die &#8222;westliche Form&#8220;, die sich all diesen Protesten ausgehend von den &#8222;archaisch&#8220; genannten Situationen und im Westen sogar als &lt;i&gt;idealer&lt;/i&gt;, zu erreichender Bezugspunkt auferlegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Situation der Frauen war der Pr&#252;fstein der &#8222;ideologischen Partei&#8220;, fokussiert auf die Mittelklassen, die jedoch aufgrund des Wesens des Staates selbst im Iran imstande war, alle Oppositionen zu strukturieren, auch jene der Arbeiterklasse (man sollte alle inneren Bruchlinien dieser Arbeiterklasse nicht vergessen, sie ist bereits jetzt betreffend ihrer &#8222;Beteiligung&#8220; an dieser &#8222;Partei&#8220; gespalten).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die ideologische Partei der Freiheit, deren alleinige Charakterisierung als die unmittelbaren Interessen der Mittelklassen vertretend ungen&#252;gend w&#228;re, hat solide Grundlagen in den in der iranischen Gesellschaft pl&#246;tzlich aufgetretenen Transformationen. Das bedeutet, dass sie sich augenblicklich als &lt;i&gt;allgemeiner Ausdruck der Interessen der Gesellschaft pr&#228;sentieren und somit alle anderen Klasseninteressen auf einen Status strikter Partikularinteressen ohne andere Perspektive als diese Partikularit&#228;t reduzieren kann&lt;/i&gt; (wir unterstreichen jetzt).&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb10&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;o Cosme, op. cit., S. 140.&#034; id=&#034;nh10&#034;&gt;10&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; R&#228;umen wir ein, dass 2022, wie 2026, &#8222;die ganze Gesellschaft in der Erhebung ist&#8220;, aber wer h&#228;lt den m&#246;glichen Ausdruck der Totalit&#228;t in den H&#228;nden und in welchen Begriffen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die Bedingung f&#252;r den Erfolg dieser ideologischen Partei liegt in zwei extremen Gegens&#228;tzen, einerseits in ihrer Kapazit&#228;t, eine glaubw&#252;rdige Alternative f&#252;r einen Teil der Bourgeoisie darzustellen, was durchaus m&#246;glich ist in Anbetracht der starken Spaltungen der b&#252;rgerlichen Klassen, es besteht sogar die M&#246;glichkeit, einen Teil jener Bourgeoisie, welche ihre b&#252;rgerliche Funktion nicht individuell, sondern durch ihre Zugeh&#246;rigkeit zur Staats- oder halbstaatlichen B&#252;rokratie erhalten hat und deren Elemente davon tr&#228;umen, 'wahre Bourgeois' zu sein, mitzureissen, ein solcher Prozess ist sehr wohl vorstellbar; andererseits in ihrer Kapazit&#228;t, die Arbeiterklasse zu mobilisieren, indem sie sie abtrennt von den 'Entrechteten' und den an den R&#228;ndern &#220;berlebenden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass, in einer Periode, wo die Arbeiter immer mehr gegen Bosse (private oder nicht) streiken, die ihre Funktion nicht erf&#252;llen, eine 'offene Wirtschaft [&#8230;] der G&#252;nstlingswirtschaft entledigt' und in welcher 'das Geld der &#214;lrente nicht verschwendet wird' erfolgreich 'die Grenzen dieser Arbeiterk&#228;mpfe um den Lohn und die Anstellung' ausdr&#252;cken kann.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb11&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 146-147.&#034; id=&#034;nh11&#034;&gt;11&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Man sollte sich davor h&#252;ten, den Kampf der Frauen auf eine schlichte Notwendigkeit der &#8222;ideologischen Partei&#8220; zu reduzieren, es ist auch ein Kampf, der seine eigene Bedeutung, seine eigenen Interessen und Motivationen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den meisten Analysen und Kommentaren &#252;ber die Erhebung im Januar 2026 und die Repression dagegen findet man eine Art Bedauern &#252;ber &#8222;den Mangel an Organisation zur Vereinigung der Bewegung rund um klare wirtschaftliche und politische Forderungen&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb12&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Leila Hosseinzadeh, op. cit.&#034; id=&#034;nh12&#034;&gt;12&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Bevor man ihn bedauert, sollte man &#252;ber die Gr&#252;nde f&#252;r diesen Mangel nachdenken. Die gleiche Leila Hosseinzadeh erinnert daran, dass in den Studentendemonstrationen im Dezember 2017 und Januar 2018 die zentral gewordene Parole aufgetaucht ist: &#8222;Reformer, Radikale, es ist vorbei!&#8220; &#8222;Unser grundlegendes Problem liegt im Fehlen einer organisierten Kraft, die f&#228;hig w&#228;re, das Regime der Islamischen Republik zu st&#252;rzen [&#8230;] Unser Volk h&#228;tte das Regime st&#252;rzen k&#246;nnen, wenn eine leitende und hegemoniale Kraft existiert h&#228;tte.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb13&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh13&#034;&gt;13&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Armin Messager&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb14&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Iran. Cartographie d'un soul&#232;vement&#8220;, auf der Website Orient XXI.&#034; id=&#034;nh14&#034;&gt;14&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; erstellt die gleiche Diagnose: &#8222;Zwischen 54 und 65% der Parolen zeugen von einer Frontalopposition gegen das Regime und den F&#252;hrer Khamenei (Tod Khamenei, Tod der Diktatur), ohne dass daraus jedoch ein strukturiertes politisches Projekt entstehen w&#252;rde [&#252;berlassen wir es Armin Messager, Parolen in Prozentzahlen zu messen]. Diese Konfiguration dr&#252;ckt nicht nur eine radikale Ablehnung der bestehenden Ordnung aus, sondern zeigt auch eine Sackgasse auf, gepr&#228;gt durch die Wiederholung alter Parolen und dem Fehlen von alternativen politischen Vorschl&#228;gen. Diese politische Leere tr&#228;gt dazu bei, den zunehmenden Raum zu erkl&#228;ren, den monarchistische Parolen einnehmen [&#8230;]&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem auf der Website &lt;i&gt;Le&lt;/i&gt;&lt;i&gt; Grand Continent&lt;/i&gt; (22. Februar 2026) ver&#246;ffentlichten Artikel legt Paola Rivetti &#8222;Die Schw&#228;chen des demokratischen Gegenprojekts&#8220; dar:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Seit ihrer Gr&#252;ndung vor 47 Jahren durchlief die Islamische Republik verschiedene Phasen, w&#228;hrend welchen sich ihr Niveau an Toleranz gegen&#252;ber politischer Dissidenz entwickelt hat. Der Versuch der Konsolidierung zweier Pole in der nationalen politischen Klasse, eines konservativen, und eines reformistischen, ist gescheitert und das politische Feld hat sich klar nach rechts verschoben. Der autorit&#228;re R&#252;ckschritt des Regimes ist durch mehrere Faktoren konsolidiert worden, sowohl wirtschaftliche als auch polizeiliche. Einerseits hat die neoliberale Politik den Zugang zu Rechten und Mitteln der Existenzsicherung durch Privatisierungen, Einsparungen in den Sozialausgaben und Deregulierung eingeschr&#228;nkt; andererseits hat die zunehmend st&#228;rkere Repression gegen jegliche demokratische Erfahrung und Organisationsform, die, ausgehend von der Basis, wirtschaftliche, soziale und politische Rechte forderten, das Auftauchen einer inneren Opposition f&#252;r das Regime untergraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist deshalb nicht &#252;berraschend, dass h&#228;ufig die Eigenschaften der Spontaneit&#228;t und der Impulsivit&#228;t der gegenw&#228;rtigen Demonstrationen betont werden: Ohne konsolidierte politische Strukturen haben diese keine Plattform, rund um welche sie hinsichtlich Organisation und Ideologie zusammenfliessen k&#246;nnten. Diese Situation, die haupts&#228;chlich der staatlichen Repression geschuldet ist, hat in Wirklichkeit die Entwicklung solcher Strukturen verhindert, sie schw&#228;cht die Bewegungen und ihr Durchsetzungsverm&#246;gen.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was im Iran verschwunden ist, ist die Grundlage dessen selbst, was der &#8222;ideologischen Partei&#8220; und der Perspektive einer &#8222;laizistischen und sozialen Demokratie&#8220; einen Sinn gab. Die Existenz einer Arbeiterklasse, die f&#252;r dieses Projekt als Bezugspunkt diente, war die Grundlage davon. Sogar als Phantasievorstellung, da schon zutiefst restrukturiert, konnte diese &#8222;Arbeiterklasse&#8220; der ideale Bezugspunkt f&#252;r die ideologische Partei sein, solange eine nationale kapitalistische Perspektive ein mehr oder weniger &#8222;realistisches&#8220; Ziel sein konnte. Diese Perspektive ist 2022 zusammengebrochen und l&#228;sst die &#8222;ideologische Partei&#8220; im luftleeren Raum schweben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl es immer noch die Mittelklassen sind, die letztendlich eine zentrale Rolle in den Erhebungen spielen, k&#246;nnen sie keine &lt;i&gt;ideologische Partei&lt;/i&gt; mehr konstituieren. Eine Partei, deren Programm, das mit Worten wie Freiheit, Demokratie, Feminismus usw. zusammengefasst werden kann, die globale Integration des Landes gewesen w&#228;re: ein freier Staat und eine freie kapitalistische Klasse. Das h&#228;tte eine Neuzusammensetzung der Bourgeoisie vorausgesetzt, sie h&#228;tte nicht gez&#246;gert, einige ihrer Mitglieder zu opfern, doch es w&#228;re auch gleichbedeutend gewesen mit Massenentlassungen und dem Ende der Umverteilungspolitik der Rente.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Mittelklassen ersehnten die Trennung des Politischen und des Religi&#246;sen, dessen Vermischung ihren gesellschaftlichen Aufstieg bremste und die &#8222;einfache Anerkennung der Kompetenzen&#8220; beeintr&#228;chtigte, sie waren f&#252;r ein weniger b&#252;rokratisches System und eine wahrhafte Liberalisierung der Gesetzgebung &#252;ber die ausl&#228;ndischen Investitionen, ein gleiches Gesetz f&#252;r alle bez&#252;glich des Wechselkurses, des Steuerrechts und des Zugangs zu Krediten, das Ende der Abwanderung von hochqualifizierten Arbeitskr&#228;ften und die gesellschaftliche Integration der Jugend. Die geopolitische &#220;berdeterminierung und die Krise der Globalisierung unter amerikanischer Aufsicht haben diese Perspektive durcheinandergebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist nat&#252;rlich offensichtlich, dass die H&#228;lfte der Bev&#246;lkerung der unter 25-J&#228;hrigen nicht in ihrer Gesamtheit zu den Mittelklassen geh&#246;rt, ihre Integrationsschwierigkeiten gegen&#252;ber der Arbeitslosigkeit und einer kulturell blockierten Gesellschaft lassen ihre Frustrationen allerdings jenen der Mittelklassen &#228;hneln. Die Macht sieht sich einer &#8222;Armee&#8220; von 30 bis 40 Millionen jugendlichen &#8222;Rebellen&#8220; ohne Zukunft gegen&#252;ber, die man nur schwer kontrollieren kann. Jugendliche, die ihre Eltern f&#252;r eine Revolution verantwortlich machen, deren Preis sie zahlen m&#252;ssen. In ihrer Vorstellungswelt war die imperiale Periode das goldene Zeitalter des Irans.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle Analysen und Erkl&#228;rungen &#252;ber das Fehlen einer Organisation oder schlichtweg einer Ideologie, eines Projekts, das der Erhebung eine Perspektive geben k&#246;nnte, beruhen auf der Erinnerung einer mittlerweile vergangenen Epoche. In den als Bezugspunkt dienenden vorhergehenden Perioden war das &#8222;sozialistische und demokratische&#8220; Projekt &#8222;der Arbeiterklasse&#8220; die Grundlage jeglicher Organisation oder Gesamtvision des Protests. Wenn &#8222;die Revolten und Erhebungen im Iran genau wie in Europa keine Zukunftsvision haben, die eine Alternative f&#252;r das Bestehende bieten k&#246;nnte&#8220; (Paola Rivetti), dann, weil die &#8222;Arbeiterklasse&#8220; ihr nunmehr weder eine Grundlage noch das Material ihrer eigenen Perspektive oder ihres eigenen politischen Projekts mehr liefern wird. Gem&#228;ss Armin Messager&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb15&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh15&#034;&gt;15&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;: &#8222;Die in den Demonstrationen 2019 aktiven einfachen Vorst&#228;dte Teherans waren nicht massiv mobilisiert.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses &#8222;sozialistische und demokratische&#8220; Projekt &#8222;der Arbeiterklasse&#8220;, das die Grundlage von allem ist, wurde von einer Fraktion der Bourgeoisie und den aufstrebenden Mittelklassen, Tr&#228;gerinnen sozialer und nationaler, oder gar nationalistischer Perspektiven, betreut, umgearbeitet und neu definiert. Diese Klassen oder Klassenfraktionen sind nun verwaist hinsichtlich dessen, was ihr eigenes spezifisches Material f&#252;r Forderungen anregte, des Materials, das sie in die Tat umsetzen und formen konnten. Die &#8222;der Revolte Sinn stiftende Organisation&#8220; hat keine Nahrung mehr. Das Proletariat hat kein Projekt mehr und die Politik ist infolgedessen hilflos. Die Alternativen sind tot, keine &#8222;ideologische Partei&#8220;, kein global artikulierter nationaler Kapitalismus mehr f&#252;r den Iran. In ihrem Widerspruch zum Kapital bietet die Arbeit keine Grundlage mehr, der Inhalt einer &#8222;Alternative zum Bestehenden&#8220; ist das iranische Bestehende, das erstarrt und in sich selbst Sinn und L&#246;sungen sucht (siehe die internen Konflikte bei den Pasdaran hinsichtlich ihres Werdens und ihrer Haltung gegen&#252;ber dem F&#252;hrer: die h&#246;here kollektive Einheit der Clans).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Arbeiterklasse (das Proletariat?) ist nicht mehr der Motor der b&#252;rgerlichen (kapitalistischen) Transformationen, wir treten in den Bereich des Ereignisses, der Zuf&#228;lligkeit ein. Eine Handlung, eine Praxis, eine Bem&#228;chtigung k&#246;nnen pl&#246;tzlich die Revolte heraufbeschw&#246;ren und ihr einen Sinn geben. So kann die Organisation entstehen, aus der Handlung, aus einem Kurzschluss in den Kausalketten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer Situation, wo die Ungleichheiten hinsichtlich der Distribution immer gr&#246;sser werden, haupts&#228;chlich in den st&#228;dtischen Gebieten, z&#246;gern die Arbeiter, deren Kaufkraft geringer geworden ist, sich massenhaft der Erhebung anzuschliessen, ihr Erfolg h&#228;ngt aber letztendlich von ihnen ab. Sie trauen weder den Pasdaran wirklich noch den liberalen &#8222;Reformern&#8220;, die sie in Aktion erlebt haben, oder den Anh&#228;ngern der &#8222;laizistischen Demokratie&#8220;. Nur stehen nunmehr nicht mehr zwei Tendenzen der Islamischen Republik zur Auswahl, nicht einmal mehr die Perspektive der &#8222;laizistischen Demokratie&#8220;. Ihre eigenen materiellen Forderungen k&#246;nnen nicht mehr in die Begriffe der politischen Streitgegenst&#228;nde, in welchen die gesellschaftlichen Widerspr&#252;che bis anhin konstruiert worden waren, eingef&#252;gt, umgearbeitet und &#252;bersetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das B&#252;ndnis des gegenw&#228;rtigen Regimes mit der Kleinbauernschaft wankt, aber eine von der zentralen Vormundschaft (der h&#246;heren Einheit) autonomisierte Elite der Pasdaran k&#246;nnte versuchen, sich auf diese Masse der Kleinbauern zu st&#252;tzen, f&#252;r welche wiederum das Ende der Islamischen Republik mit Sicherheit ihr Todesurteil w&#228;re. F&#252;r die Bauern, genau wie f&#252;r zahlreiche urbane &#8222;Entrechtete&#8220;, sind Modernisierung und Demokratie gleichbedeutend mit einem immer gr&#246;sseren Gef&#228;lle zwischen den Klassen, dem Ende aller Schutzfunktionen, welche die, wenn auch weitgehend k&#252;nstliche, Erhaltung der traditionellen Werte repr&#228;sentieren konnte. Dort ist die kulturelle Ablehnung des &#8222;heuchlerischen&#8220; und &#8222;verwestlichten&#8220; Reformismus verwurzelt. Die demokratische Dynamik, in gesellschaftlichen Kategorien, die noch stark vom ruralen Holismus gepr&#228;gt sind, ist eine unertr&#228;gliche soziale und kulturelle Enteignung, umso mehr, weil sie von einer zunehmenden Bedeutung der Frauen in der l&#228;ndlichen und st&#228;dtischen Gesellschaft begleitet wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sogar f&#252;r gesellschaftliche Kategorien wie die Kleinbauernschaft ist die Islamische Republik ein hinf&#228;lliges Regime geworden, entweder weil sie ihre Versprechen nicht mehr einhalten kann oder will, doch der reformistische demokratische Diskurs der Mittelklassen und Eliten, der kulturelle und politische Diskurs, durch welchen sie zusammenfinden, t&#246;nt in den Ohren dieser Bev&#246;lkerung hohl. Die Erhebung im Januar 2026 ist kein Kampf mehr, der sich im alten Zopf der Reformer der Islamischen Republik aufl&#246;sen kann, die Mobilisierung geht &#252;ber die Mittelklassen hinaus, aber in diesen &#8222;Volksmassen&#8220; scheint das Thema der &#8222;sozialen Gerechtigkeit gegen die Profiteure&#8220; nicht obsolet zu sein. Obwohl die Themen der Freiheit und Demokratie wieder auftauchen k&#246;nnen, haben sie nun &#252;berhaupt keine Zukunft mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#220;ber die Pasdaran: von der kollektiven kapitalistischen Klasse zur Bourgeoisie&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Der Iran z&#228;hle zwischen 120'000 und 150'000 Pasdaran im strikten Sinne. Aber die Schirmherrschaft des Korps der Garden ist viel gr&#246;sser: Mit den Verwaltern, den Vertrauten ihres tentakelartigen Netzwerkes und den unter ihrer Kontrolle stehenden Milizion&#228;ren der Bassidji verf&#252;ge die Organisation &#252;ber etwa 600'000 Personen unter ihrer Befehlsgewalt [&#8230;] Sie stehen auch an der Spitze eines weitl&#228;ufigen wirtschaftlichen Imperiums mit Kapitalanlagen (manchmal Monopolen) in den Sektoren der Waffenindustrie, der &#246;ffentlichen Bauarbeiten, der Energie, der Landwirtschaft, der Telekommunikation, der Versicherung, der Kultur, des Sports&#8230;&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb16&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Website von Lib&#233;ration, 17. Januar 2026.&#034; id=&#034;nh16&#034;&gt;16&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Realit&#228;t der Macht stellt mehrere politische Fraktionen einander entgegen, jede davon zieht ihre St&#228;rke aus einer Renten&#246;konomie. Die strukturelle Sackgasse des Regimes ist total. Geschw&#228;cht durch die G&#252;nstlingswirtschaft ist die aus den &#214;lrenten kommende Macht auch das, was es untergr&#228;bt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn die iranische Wirtschaft beruht seit 1979 auf einem politisch-milit&#228;rischen Rentensystem, &lt;a href=&#034;https://legrandcontinent.eu/fr/2024/10/05/qui-seraient-les-trois-principaux-perdants-dune-attaque-israelienne-sur-le-secteur-petrolier-iranien/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;im Zentrum davon stehen &#214;l und Gas&lt;/a&gt; und beherrscht wird es vom Staat und den Revolutionsgarden. Im Verlauf der Jahrzehnte haben ideologische und mit dem Sicherheitsapparat verbundene Netzwerke zunehmend den Wirtschaftsapparat an sich gerissen, den Privatsektor marginalisiert, die Mittelklasse geschw&#228;cht und die Wirtschaft in ein Herrschafts- und &#220;berlebensinstrument des Regimes verwandelt. Die internationalen Sanktionen haben diese Ausw&#252;chse nicht korrigiert: Sie haben sie im Gegenteil gest&#228;rkt, indem sie einen undurchsichtigen Graumarkt konsolidiert haben, deren haupts&#228;chliche Profiteure der Macht nahestehende Kreise sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zentrum dieses Dispositivs stehen die &lt;i&gt;Bonyads&lt;/i&gt;, nach 1979 gegr&#252;ndete revolution&#228;re Stiftungen. Offiziell dienen sie karitativen Zwecken, doch in Wirklichkeit sind sie einer der Pfeiler der politischen &#214;konomie des Regimes. Ausserhalb des Staatsbudgets stehend, steuerbefreit und ohne jegliche Kontrolle durch das Parlament kontrollieren sie gem&#228;ss Sch&#228;tzungen zwischen 20 und 40% der iranischen Wirtschaft, mit Kapitalanlagen, die auf mehrere Dutzend oder gar mehrere hundert Milliarden Dollar gesch&#228;tzt werden. Einheiten wie Bonyad Mostazafan oder Astan Quds Razavi beherrschen Schl&#252;sselsektoren &#8211; Immobilien, Industrie, Landwirtschaft, Handel &#8211; und stehen unter der direkten Autorit&#228;t des Obersten F&#252;hrers in enger Verbindung mit dem Korps der Revolutionsgarden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Folgen dieses Modells sind tiefgreifend und nachhaltig: zunehmende Desindustrialisierung, massive Abwanderung von Kapitalen und Talenten, Zusammenbruch des wirtschaftlichen Vertrauens und verallgemeinerte Verarmung. Langfristig hat diese Dynamik eine vom Staat und der Repression abh&#228;ngige Gesellschaft hervorgebracht, die unf&#228;hig ist, ein stabiles, inklusives und zur Entwicklung hin orientiertes Wachstum zu generieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das iranische Rentensystem hat auch &lt;a href=&#034;https://legrandcontinent.eu/fr/2024/03/01/economie-iranienne-10-points-sur-un-etat-ne-sous-sanctions/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;eine massive Korruption&lt;/a&gt; institutionalisiert. Gem&#228;ss dem Korruptionswahrnehmungsindiz 2024 von Transparency International geh&#246;rt der Iran zu den korruptesten L&#228;ndern der Welt &#8211; Rang 151 von 180. Sich wiederholende Skandale &#8211; wie die Veruntreuung von mehr als drei Milliarden Dollar w&#228;hrend der Bankenaff&#228;re 2011 oder jene in Verbindung mit den von den Pasdaran kontrollierten Unternehmen &#8211; illustrieren das Ausmass der Pl&#252;nderung. Die Aneignung der Ressourcen durch die politisch-milit&#228;rischen Eliten hat dazu gef&#252;hrt, dass die Korruption mehr als einfach nur ein Auswuchs ist, sie ist eine eigenst&#228;ndige Form der Regierungsf&#252;hrung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein solches G&#252;nstlingssystem, die Grundlage des iranischen Regimes, ist auch seine wesentliche Schwachstelle: Durch die Spaltung des politischen Personals in Interessennetzwerke untergr&#228;bt es die Einheit der Befehlsgewalt &#8211; und bereitet die &lt;i&gt;Zersplitterung des Staates&lt;/i&gt; vor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine scheinbare Einheit kaschiert heutzutage im Iran eine fragmentierte politische Realit&#228;t. In Teheran &#228;hnelt das politische System eher einem Netzwerk von konkurrierenden Machtbl&#246;cken, die weniger wie politische Parteien, sondern eher wie mafi&#246;se Strukturen funktionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser &#8222;kollektiven&#8220; herrschenden Klasse, deren politische transzendente &#8222;h&#246;here Einheit&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb17&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Der Ausdruck &#8222;h&#246;here Einheit&#8220; wird der Einfachheit halber und analog zu den (&#8230;)&#034; id=&#034;nh17&#034;&gt;17&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; durch den &#8222;Obersten F&#252;hrer&#8220; als Garanten der Repr&#228;sentation und Einheit repr&#228;sentiert wird, zeichnen sich Konkurrenzen und Fraktionen ab. Eine kapitalistische Klasse kann aufgrund ihres Wesens nicht kollektiv bleiben. Gegenw&#228;rtig ist ein spezifischer Clan die &#8222;h&#246;here Einheit&#8220; als &#8222;Einheit&#8220; geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im &lt;i&gt;Figaro&lt;/i&gt; (31. Januar 2026) berichtet Georges Malbrunot &#252;ber die exemplarischen Abenteuer und Missgeschicke Ali Ansaris, &#8222;einer der Oligarchen im Dienste des Clans Khamenei. Dank einem weit verzweigten Netzwerk an Tarnfirmen mit globalen Verzweigungen ist der Gesch&#228;ftsmann an der verdeckten Finanzierung des Regimes beteiligt. Einer dieser Strohm&#228;nner [des Regimes], der sich, dank einer Unzahl an Tarnfirmen &#252;berall auf der Welt, &#252;ber die dem Iran f&#252;r seine nuklearen Ambitionen auferlegten Sanktionen mokiert, all das mithilfe von ausgekl&#252;gelten Geldstr&#246;men, (welche die Machtspitze rund um den Obersten F&#252;hrer Ali Khamenei und seinen Sohn Mojtaba bereichern. Im Iran kontrolliere ein Dutzend Oligarchen ihre finanzielle Oberfl&#228;che &#8211; mehrere Dutzend Milliarden Dollar &#8211; und etwa hundert kleinere seien zwischen einer und zehn Milliarden schwer. Sein Imperium geht von Immobilien &#252;ber das Bauwesen, die Petrochemie, Versicherungsgesellschaften bis zum Export aller Art [&#8230;] Obwohl es schwierig ist, zu wissen, wie viele Firmen er wirklich kontrolliert, wissen hingegen zahlreiche Iraner genau, dass er die Rolle einer Finanzpumpe f&#252;r das Regime spielt, seit im Oktober ein ultrakonservativer Abgeordneter, Amir-Hossein Sabeti, die Justiz dazu gedr&#228;ngt hat, sich f&#252;r den Ruin der Bank Ayandeh zu interessieren.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die &#8222;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;h&#246;here&lt;/i&gt;&lt;i&gt; Einheit&#8220; verteidigt sich gegen die Atomisierung und Privatisierung der Fraktionen und Clans, auch wenn diese die fleischliche Repr&#228;sentation dieser &#8222;Einheit&#8220; erreichen&lt;/i&gt;. Wie die &#8222;zwei K&#246;rper des K&#246;nigs&#8220; transzendiert die notwendige Einheit ihre kontingente Verk&#246;rperung. Anfang Januar waren sogar sehr hartn&#228;ckige Ger&#252;chte im n&#228;heren Umfeld des iranischen Regimes (besonders unter den Parlamentariern) im Umlauf, dass einer der Fl&#252;gel der Macht den Startschuss f&#252;r die Proteste von Elementen des Basars am 31. Dezember gegeben habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Thierry Coville (Iran-Experte) erkl&#228;rte auf France Inter (Januar 2026): &#8222;Der Rial ist zusammengebrochen, ein historischer Kurssturz, bis zu 1.4 Millionen Rial f&#252;r einen Dollar. Er war bei 770'000 f&#252;r einen Dollar vor einem Jahr.&#8220; Ein solcher Zusammenbruch verteuert mechanisch die Importe und schn&#252;rt einer Bev&#246;lkerung die Luft ab, wovon die H&#228;lfte mittlerweile in einer vollst&#228;ndigen Prekarit&#228;t lebt (f&#252;r den Lebensmittelsektor betrugen die Preissteigerungen etwa 75% in weniger als einem Jahr, 250% f&#252;r Brot). Gem&#228;ss Coville sei der Hauptgrund f&#252;r diese Abweichung die Tatsache, dass die &#8222;Trustees&#8220; (enge Vertraute des Regimes, h&#228;ufig famili&#228;r mit den Verantwortlichen in Machtpositionen verbunden) des Regimes &lt;i&gt;aufgeh&#246;rt haben, die Ertr&#228;ge aus ihren Verk&#228;ufen dem Iran zur&#252;ckzuzahlen&lt;/i&gt;, es handle sich um Schulden in der H&#246;he von 70 bis 75 Milliarden Dollar. Im Oktober 2025 war John Hurley, Verantwortlicher f&#252;r die &#8222;Sanktionen&#8220; beim amerikanischen Finanzministerium, pr&#228;sent in der Region, um die Spur iranischer Kapitale in Dubai, der T&#252;rkei, Malaysia und Hongkong zu verfolgen und sie zu blockieren. Diese Kapitale waren von den &#8222;Trustees&#8220; gehalten. Seit der &#8222;Revolution&#8220; 1979 ist es h&#228;ufig eine dritte Generation von &#8222;Revolution&#228;ren&#8220; von 1979, die an der Spitze der &#8222;privaten&#8220; Firmen steht und daf&#252;r verantwortlich ist, die Einnahmen der exportierten Produkte einzuziehen und zu verwalten und auf dem internationalen Markt zu investieren, eine Generation, f&#252;r welche der zentrale Vormund dr&#252;ckend geworden ist. Coville f&#252;gt an: &#8222;Ihre Funktion war es, die exportierten Produkte auf den verf&#252;gbaren M&#228;rkten zu verkaufen und 20 bis 30% des Betrags direkt dem Iran zur&#252;ckzugeben und den Rest im Ausland zu investieren. Dieser Kreislauf ist im Wesentlichen unter der Pr&#228;sidentschaft Ahmadinedschads zur Umgehung der amerikanischen und europ&#228;ischen Sanktionen konstituiert worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Skandal des Systems wurde zum Zeitpunkt der Verhaftung Babak Sandschanis 2013 aufgedeckt, er war einer der &lt;i&gt;Trustees&lt;/i&gt; des Regimes, der haupts&#228;chlich mit Malaysia arbeitete. Er wurde als 'gr&#246;sster &#214;lh&#228;ndler des Irans' pr&#228;sentiert, sozusagen als 'einer der Helden des Kampfes gegen die Wirtschaftssanktionen' (siehe &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt;, 11. November 2013). Er hatte diese Position dank seiner N&#228;he zum Pr&#228;sidenten Ahmadinedschad erlangt. Dank seiner Aktivit&#228;ten war er zum Milliard&#228;r geworden, aber mit dieser Besonderheit, dass er &lt;i&gt;einen grossen Teil seiner Kapitale als Investitionen im Iran zur&#252;ckgab&lt;/i&gt; [ich unterstreiche]. Er definierte sich unverbl&#252;mt als 'Bassidji-Gesch&#228;ftsmann'.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Alles schien wunderbar zu funktionieren f&#252;r Babak Sandschani, dessen Kapital auf 25'000 Milliarden Toman (6 Milliarden Euro) gesch&#228;tzt wird, aber mit der Wahl des gem&#228;ssigten Pr&#228;sidenten Hassan Rohani im Juni begann der Wind, zu drehen. Im September erkl&#228;rte der &#214;lminister Bidschan Sanganeh, dass Herr Sandschani seinem Ministerium zwei Milliarden Dollar schulde. Der Gesch&#228;ftsmann bestritt dies und versicherte, das fragliche Geld sei 'auf einem mit dem Aussenministerium verbundenen Konto', doch dass die Sanktionen es verunm&#246;glichen, das Geld in den Iran zu transferieren.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb18&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Le Monde, 11. November 2013.&#034; id=&#034;nh18&#034;&gt;18&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Tat und Wahrheit hatte er ein System der Veruntreuung eingef&#252;hrt, das w&#228;hrend mehr als zehn Jahren einwandfrei funktionierte. Er gr&#252;ndete fast schon provisorisch Firmen, deren Namen, Registrierung und Handelskreisl&#228;ufe alle sechs Monate wechselten, um nicht ausfindig gemacht zu werden. Eine Praxis, die seither beibehalten und verallgemeinert worden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung hatte er pr&#228;zisiert, dass &#8222;mein einziger Fehler war, das Geld des &#214;ls in den Iran gebracht zu haben, deswegen ist mein Leben komplett ruiniert worden&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er hatte tats&#228;chlich ziemlich viel im Iran investiert, indem er Hotelkomplexe, Transportfirmen usw. erworben hatte. Er ist 2014 zum Tod durch Erh&#228;ngen verurteilt worden, aber 2024, genau zum Zeitpunkt, wo der Staat erneut seine Dienste und vor allem sein Adressbuch sowie seine Firmen im Ausland (mehr als 60) ben&#246;tigte, wurde sein Urteil in 20 Jahre Gef&#228;ngnis umgewandelt, wovon er 11 schon abgesessen hatte. Anscheinend ist er, nachdem er veruntreute Summen (oder einen Teil davon) zur&#252;ckgegeben hatte, freigelassen worden und man hat ihm sogar erneut den &#214;lmarkt anvertraut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Scheinbar war es den &lt;i&gt;Trustees&lt;/i&gt; unter seinen Anh&#228;ngern eine Lehre und sie haben sich entschieden, &lt;i&gt;mit der amerikanischen Regierung zu kooperieren&lt;/i&gt; [ich unterstreiche]. Man kennt die Details der Verhandlungen zwischen dem amerikanischen Gesandten und diesen Personen nicht. Was sie auch immer sein m&#246;gen, das Geld ist nicht zur&#252;ckgegeben worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nat&#252;rlich k&#246;nnen diese &lt;i&gt;Trustees&lt;/i&gt;, wie alles im Iran, dem internen Machtkonflikt nicht entkommen. Jene, welche dem staatlichen Sektor angeh&#246;ren (HQ der Befehlsgewalt des Imams [Setad], die Bonyads, verschiedene Gruppierungen der Revolutionsgarden usw.), sich jeglicher Kontrolle entziehen k&#246;nnen, keine Steuern bezahlen und &#252;berhaupt keiner Institution Rechenschaft ablegen m&#252;ssen, die Gleichen, welche mit der Aussicht auf ihren eventuellen Sturz massiv Kapitale aus dem Iran geschafft haben (siehe &lt;i&gt;Les &#201;chos&lt;/i&gt;, 18. Januar 2026), und jene, welche die grossen Firmen und die &#252;brigen Industriekonglomerate repr&#228;sentierten.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit dem Beginn der 1980er Jahre subventionierte die Regierung lebensnotwendige Produkte sowie Medikamente und medizinische Ger&#228;te durch eine Zuweisung von Ressourcen mit &#8222;privilegierten&#8220; Tarifen in Dollar. Aber langfristig und aus den gleichen Gr&#252;nden der Vergabe an mit der Macht verbundene und ihr nahestehende Zwischenh&#228;ndler hat dieses System Renten und ziemlich viele Veruntreuungen erzeugt. Die Repr&#228;sentanten im iranischen Parlament forderten unaufh&#246;rlich die den Importeuren zugesprochenen verschwundenen Dollar zur&#252;ck. Dank Praktiken falscher Rechnungsstellung oder der Substitution erlaubter Produkte (z.B. durch den Kauf &#228;sthetischer Produkte statt Medikamente) schafften sie es, einen grossen Teil dieser Subventionen zu veruntreuen und die Produkte auf dem freien Markt zu internationalen Preisen zu verkaufen. Anders gesagt erhielten sie Dollar f&#252;r 28'500 Toman und verkauften sie (als Devisen oder Waren) f&#252;r 145'000 Toman.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Verhinderung dieses Mechanismus nahm die (&#8222;liberal&#8220; genannte) Peseschkian-Regierung ihre &#8222;Wirtschaftschirurgie&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb19&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Die Regierung hat die Subventionen gestrichen, w&#228;hrend sie behauptete, sie (&#8230;)&#034; id=&#034;nh19&#034;&gt;19&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; vor, aber das hat faktisch nur zur Verdreifachung der Preise der lebensnotwendigen Produkte gef&#252;hrt (siehe &lt;i&gt;La Tribune&lt;/i&gt; vom 13. Januar 2026).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Verlauf des letzten Jahrzehnts haben sich die Rivalit&#228;ten zwischen Fraktionen dermassen intensiviert, dass sie sich nun gegenseitig durch organisierte Datenabfl&#252;sse auf den sozialen Netzwerken beschuldigen, was tiefe Bruchlinien innerhalb des Regimes aufzeigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor dem &lt;a href=&#034;https://legrandcontinent.eu/fr/themes/guerre/iran-israel-guerre/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Zw&#246;lftagekrieg zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025&lt;/a&gt; konnten innerhalb des Regimes verschiedene Fraktionen voneinander unterschieden werden. Abgesehen von den Zirkeln, die verschiedene Wirtschaftssegmente kontrollieren, konnte man einerseits ein aus dem Korps der Revolutionsgarden hervorgegangenes Netzwerk, aus Isfahan stammend, dessen einflussreichste Figur &#8211; der Chefkommandant General Salami &#8211; von Israel eliminiert worden ist, und andererseits eine vorwiegend chuzestanische (S&#252;dwesten) Gruppe, assoziiert mit Ali Schamchani, erkennen. Diesen zwei Gruppen stand eine dritte gegen&#252;ber, bestehend haupts&#228;chlich aus mit der Stadt Mesched verbundenen Fraktionen, die meisten davon verbunden mit dem Konservativen Said Dschalili, der sich als Parallelregierungschef pr&#228;sentierte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Der aufgeblasene iranische Staat erstickt jegliche Privatinitiative. Der staatliche und parastaatliche Sektor, kontrolliert von den W&#252;rdentr&#228;gern des Regimes, besetzt alle R&#228;ume: Tausende Unternehmen geh&#246;ren den Revolutionsgarden oder riesigen religi&#246;sen Stiftungen (Bonyads), Organe eines gleichen r&#228;uberischen Korps. Die Garde, die ideologische Armee des Regimes, hat sich in ein tentakelartiges Konglomerat verwandelt: Sie soll zwischen einem Drittel und der H&#228;lfte der iranischen Wirtschaft kontrollieren, informelle Sektoren miteingeschlossen. Mithilfe ihres wirtschaftlichen Arms &lt;i&gt;Khatam al-Anbiya&lt;/i&gt; ergattert sie ohne &#246;ffentliche Ausschreibung zahlreiche &#246;ffentliche M&#228;rkte (Bauwesen, &#214;l und Gas, Telekommunikation&#8230;) und somit Projekte in der H&#246;he von Hunderten von Milliarden Dollar.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb20&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Lucas Moulard, Le Point, 19. Februar 2026.&#034; id=&#034;nh20&#034;&gt;20&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verwandlung der Pasdaran in eine wahre Bourgeoisie, emanzipiert vom Vormund der &#8222;h&#246;heren Einheit&#8220; des &#8222;F&#252;hrers&#8220; als Garantie f&#252;r die Kollektivit&#228;t der Ausbeutung und des Raubs, aber auch als Zwang dazu, ist vielleicht schon eine obsolete Option. In der Verkn&#252;pfung der inneren (&#8222;nationalen&#8220;) Widerspr&#252;che im Iran und ihrer geopolitischen &#220;berdeterminierung ist die wahrscheinlichste Option, dass eine Fraktion der Pasdaran und mit ihnen verbundene &#8222;Gesch&#228;ftsm&#228;nner&#8220; (die &#8222;Trustees&#8220;, die jetzt schon die Einnahmen in Devisen aus dem Erd&#246;l und dem Handel auf dem Schwarzmarkt f&#252;r sich behalten), die &#8222;Kollegialit&#228;t&#8220; beibehaltend, im mehr oder weniger erzwungenen Einverst&#228;ndnis mit den USA zur herrschenden iranischen &lt;i&gt;Kompradorenklasse&lt;/i&gt; werden. Es w&#228;re falsch, die Verhandlungen vor den Bombardierungen nur als sie vorbereitendes &#8222;T&#228;uschungsman&#246;ver&#8220; zu betrachten: Vielmehr sind beide miteinander verzahnt. Clausewitz schreibt irgendwo (&lt;i&gt;Vom Kriege&lt;/i&gt;), dass der Vorrang der Politik gegen&#252;ber dem Krieg u.a. darin besteht, dass beim Gegner ein gleichartiger politischer Wille existiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Der iranische Aussenminister hat Teheran am Sonntag, 15. Februar, in Richtung Genf f&#252;r eine zweite Verhandlungsrunde mit den USA zur Verhinderung amerikanischer Bombenangriffe unter der Schirmherrschaft des Oman verlassen. Der Iran strebt nach dem Abschluss eines Atomabkommens mit den USA, von dem beide Seiten wirtschaftlich profitieren w&#252;rden, erkl&#228;rte am Sonntag ein iranischer Diplomat. Die iranischen Verantwortlichen sparten nicht mit an die USA gerichteten Gesten, um ein Abkommen zu erleichtern und die Lage zu entspannen, berichtet unser Korrespondent in Teheran, Siawasch Ghazi. Der Iran hat ein Vertragspaket mit amerikanischen Firmen im &#214;l-, Gas- und Minensektor auf den Tisch gelegt, aber auch den Kauf von Verkehrsflugzeugen. Vom Atomabkommen 2015 haben die USA &#252;berhaupt nicht profitiert, dieses Mal unterbreiten wir ihnen Vertr&#228;ge mit unmittelbaren Vorteilen, nicht langfristigen, erkl&#228;rte der f&#252;r Wirtschaftsfragen verantwortliche Vize-Aussenminister. In einem Interview mit der BBC in Teheran erkl&#228;rte der iranische Vize-Aussenminister Madschid Tacht-Rawantschi, dass nun Amerika beweisen m&#252;sse, dass es ein Abkommen abschliessen wolle, und f&#252;gt an: 'Falls sie ehrlich sind, bin ich sicher, dass wir auf bestem Weg zu einem Abkommen sind.'&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um den Fortbestand 'eines Abkommens' zu garantieren, 'ist es wesentlich, dass die USA auch in Bereichen mit hoher und schneller wirtschaftlicher Rendite profitieren', erkl&#228;rte auch Hamid Ghanbari, stellvertretender Chef der Wirtschaftsdiplomatie im iranischen Aussenministerium, gem&#228;ss der Presseagentur Fars. 'Die gemeinsamen Interessen im &#214;l- und Gassektor, gemeinsame Felder, Investitionen in Minen und sogar der Kauf von Flugzeugen sind Teil der Verhandlungen', sagte Hamid Ghanbari, er ist der Ansicht, dass das Atomabkommen von 2015 mit den Grossm&#228;chten 'den amerikanischen Wirtschaftsinteressen nicht gerecht wurde. Der Iran besitzt bedeutende &#214;l- und Gasreserven, welche die USA interessieren k&#246;nnten'.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb21&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Radio France International.&#034; id=&#034;nh21&#034;&gt;21&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Der Weg zur Kompradorenbourgeoisie scheint offen zu sein. Die am 28. Februar begonnenen amerikanisch-israelischen Bombardierungen werden nur einen intern bereits laufenden Prozess beschleunigen und &lt;/i&gt;&lt;i&gt;das Spektrum an &#8222;Wahlm&#246;glichkeiten&#8220; verengen, &lt;/i&gt;&lt;i&gt;o&lt;/i&gt;&lt;i&gt;bwohl sie momentan eine nationalistische Schliessung der Reihen rund um den Kern des Regimes ausl&#246;sen&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;'Die Golfstaaten k&#246;nnten ein Interesse daran haben, die Islamische Republik so beizubehalten, wie sie heute existiert, d.h. geschw&#228;cht und belastet von den internationalen Sanktionen', analysiert Arnaud Depierrefeu, Syndikusanwalt in der Kanzlei LPA Law. 'Wenn der Iran zu neuer Stabilit&#228;t, Wirtschaftsfreiheit und &#214;ffnung gegen&#252;ber der Aussenwelt finden w&#252;rde, w&#228;re das eine betr&#228;chtliche Umw&#228;lzung in der Region, ein wahrer Game Changer.' Eine Trendwende, die zulasten der &#214;lmonarchien gehen w&#252;rde. Ohne von einem demokratisierten Iran zu sprechen, der f&#252;r sie zu einer politischen Bedrohung werden w&#252;rde. Letztendlich wollen die arabischen L&#228;nder genau wie die T&#252;rkei in ihrem geostrategischen Kalk&#252;l den hegemonialen Absichten Israels in der Region nicht das Feld &#252;berlassen, wenn das iranische Gegengewicht verschwinden w&#252;rde. 'F&#252;r sie ist der regionale Destabilisierungsfaktor nicht der Iran, sondern der hebr&#228;ische Staat', bemerkt Didier Billion von Iris. Kurz gesagt, es ist besser, sich mit dem 'iranischen Teufel', den sie auswendig kennen, abzufinden, statt den Sprung ins Unbekannte zu wagen, was mit b&#246;sen &#220;berraschungen verbunden sein k&#246;nnte, im Falle eines Krieges oder Zusammenbruchs der Islamischen Republik.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb22&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Christian Chesnot, &#8222;Challenges&#8220;, 1. Februar 2026.&#034; id=&#034;nh22&#034;&gt;22&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter anderen Umst&#228;nden, wie w&#228;hrend der gr&#252;nen Bewegung 2009, konnte sich der Iran, obwohl er mit tiefgreifenden inneren Widerspr&#252;chen und Oppositionen konfrontiert war, als Regionalmacht profilieren. &#8222;Die Achse des Widerstands&#8220; reichte von Bagdad bis Damaskus, miteingeschlossen waren Beirut, Gaza und schon bald Sanaa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Krise der amerikanischen Globalisierung: Diese Krise verankert sich weltweit an zwei zentralen Knotenpunkten &#8211; Russland und China &#8211; und auf regionaler Ebene an einem dritten &#8211; dem Iran. Es muss angemerkt werden, dass in diesen drei F&#228;llen &lt;i&gt;der Staat die Wirtschaft beherrscht&lt;/i&gt; und das Existenzstadium als getrennter Staat nicht erreicht hat. In der Konfrontation USA (Westen)/Russland, aber auch Iran, T&#252;rkei usw.; China noch einmal auf einer anderen Ebene, werden die m&#246;glichen L&#246;sungen einer globalen Rekonfiguration der Ausbeutung ausgelotet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist der Widerspruch der Globalisierung als Totalit&#228;t, der die nationale Partikularisierung seiner Begriffe hervorbringt. Die Begriffe der Konfrontation sind nicht &lt;i&gt;sui generis&lt;/i&gt;, es ist durch das Wesen der Totalit&#228;t bedingt, dass die Begriffe partikularisiert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r den Iran ging es bis zum Zusammenbruch seiner milit&#228;rischen Projektion auf &#8222;die Achse des Widerstands&#8220; darum, gegen&#252;ber dem Westen ein Begriff in der Kristallisierung der Pole des Widerspruchs, in welchem die Globalisierung festgefahren ist, zu sein und dadurch, mittels allen m&#246;glichen B&#252;ndnissen, &lt;i&gt;neue Energie zu tanken&lt;/i&gt; im grossen Spiel der globalen Rekonfiguration der kapitalistischen Akkumulation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Krise der Globalisierung verwandelt sich &#252;berall in eine politische Krise, aber, obwohl die &#8222;Restrukturierung&#8220; zwingend mit Klassenkampf einhergeht, haben herrschende Klassen in L&#228;ndern wie dem Iran (unter der Bedingung, sich neu zusammenzusetzen) die Kapazit&#228;t, die &#8222;Politik&#8220; des Proletariats und der Mittelklassen, die ihnen entgegensteht, in Form der Nation (Souver&#228;nit&#228;t, Populismus, Staatsb&#252;rgerschaft) vorwegzunehmen, trotz und mittels allen Konflikten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bruchlinien innerhalb des Regimes sind offensichtlich, sein Kern greift jene Pers&#246;nlichkeiten an, welche sich der blutigen Antwort auf die Demonstrationen widersetzt haben. Mindestens sieben Mitglieder der iranischen Reformbewegung, die zum Ziel hat, &lt;i&gt;die &lt;/i&gt;&lt;i&gt;I&lt;/i&gt;&lt;i&gt;slamische Republik von innen zu ver&#228;ndern&lt;/i&gt;, sind in den letzten Tagen festgenommen worden. Die Mitglieder der Reformfront, eine Sammelbewegung der reformistischen Parteien, die grossmehrheitlich Massud Peseschkian w&#228;hrend den letzten Pr&#228;sidentschaftswahlen unterst&#252;tzt hat, haben vor kurzem mit der offiziellen Regierungslinie, gem&#228;ss welcher diese Morde das Werk von Randalierern und Terroristen waren, gebrochen und sie verurteilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Wir dr&#252;cken unseren Abscheu und unsere Wut gegen&#252;ber jenen aus, welche gnaden- und skrupellos das Blut unserer Jugend vergossen und sie in den Schmutz gezogen haben&#8220;, erkl&#228;rte auf Telegram Asar Mansuri, die Anf&#252;hrerin der Reformfront, die gegen&#252;ber den iranischen Anf&#252;hrern in den letzten Jahren immer kritischer geworden ist. &#8222;Keine Macht, keine Rechtfertigung, ja nicht einmal die Zeit werden diese grosse Trag&#246;die wegwischen k&#246;nnen.&#8220; In einer anderen zu Monatsanfang ver&#246;ffentlichten Mitteilung hat sie die Meinung vertreten, dass die Initiativen zur Reform des Regimes von innen gescheitert seien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Tage sp&#228;ter, am 8. Februar, ist sie, gem&#228;ss der Reformfront, von Mitgliedern des Geheimdiensts des Korps der islamischen Revolutionsgarden (Pasdaran) verhaftet worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Diese Aussagen sind aufgrund ihrer Herkunft bedeutend&#8220;, unterstreicht Omid Memarian, Iran-Experte von DAWN, eine Gruppe f&#252;r Recherche und Verteidigungspolitik aus Washington. &#8222;Es handelt sich um Regierungsmitglieder, Personen, die dem Pr&#228;sidenten nahestehen.&#8220; Die Repression gegen die Reformer entzieht der Regierung jene Stimmen, welche f&#228;hig w&#228;ren, das Verhalten ihrer radikalsten Anf&#252;hrer zu m&#228;ssigen. Das k&#246;nnte die &#220;berwindung der gegenw&#228;rtigen Krise schwieriger gestalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige politische Verantwortliche, die dem Machtzentrum n&#228;herstehen, beginnen ebenfalls, die Grundlagen des seit fast einem halben Jahrhundert von schiitischen Religionsgelehrten angef&#252;hrten Regimes infrage zu stellen. Hussein Maraschi, der eine pragmatische Fraktion anf&#252;hrt, die sich in der Regel auf Wirtschaftsreformen und Diplomatie zur Stabilisierung des iranischen Systems konzentriert, erkl&#228;rte vor kurzem in einem Interview mit der reformistischen Presseagentur Khabar Online, dass der Iran sein republikanische Identit&#228;t bewahren, dass sie aber nicht notwendigerweise auf dem Islam gr&#252;nden solle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Interview rief Maraschi dazu auf, den Einfluss der Pasdaran auf die Regierungsgesch&#228;fte zu reduzieren, und erkl&#228;rte, man m&#252;sse eine L&#246;sung finden f&#252;r die durch die staatliche Kontrolle &#252;ber die Medien, die Jugendarbeitslosigkeit und die internationale Isolation des Irans ausgel&#246;sten Frustrationen. Er ist nicht verhaftet worden&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb23&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Die Informationen zum Kampf zwischen den &#8222;Hardlinern&#8220; und den &#8222;Gem&#228;ssigten&#8220; (&#8230;)&#034; id=&#034;nh23&#034;&gt;23&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Eine kapitalistische Klasse ausser Atem&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend den beiden Mandaten Khatamis (1997-2005) standen die &lt;i&gt;Pasdaran&lt;/i&gt; den &#8222;liberalen&#8220; Reformbestrebungen des Pr&#228;sidenten im Weg und kontrollierten gleichzeitig einen Drittel der iranischen Importe (ein Schl&#252;sselsektor in einer &#214;lrenten&#246;konomie) durch etwa 60 am Golfufer gebauten Anlagepl&#228;tzen und etwa 10 Flugh&#228;fen, sowie etwa 25 Zollabfertigungen am internationalen Flughafen von Mehrabad.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hauptresultat der Privatisierung der &#246;ffentlichen Unternehmen und der Liberalisierung des Aussenhandels, die ab 1990 unter Rafsandschani langsam umgesetzt wurden, war die Erschaffung einer Bourgeoisie, die &lt;i&gt;unter dem Vormund des Staates&lt;/i&gt; lebte und sich darunter bereicherte. Meistens waren die Profiteure dieser &#8222;Eigentumstransfers&#8220; (&#8222;zu Freundschaftspreisen&#8220; abgegeben, gem&#228;ss einem Bericht des iranischen Parlaments selbst 1994) die Manager dieser vormals &#246;ffentlichen Unternehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fall der &lt;i&gt;Basaris&lt;/i&gt; (Grossh&#228;ndler) ist bedeutend. Diese Gruppe hat vom vor 20 Jahren aufgebauten Wirtschaftssystem enorm profitiert. Die &#214;lrente diente n&#228;mlich haupts&#228;chlich dem Import von Konsum- und Handelsg&#252;tern. Ausserdem schafften es die &lt;i&gt;Basaris&lt;/i&gt;, die effiziente Lobbyarbeit bei der Regierung leisten konnten, Importlizenzen und Devisen zu subventionierten Wechselkursen zu erhalten, was ihnen erlaubt hat, immense Verm&#246;gen aufzubauen. Reformen zur Beg&#252;nstigung eines produktiven Angebots, einer Vereinheitlichung des Wechselkurssystems, der Liberalisierung des Aussenhandels und dem Aufbau eines wahrhaften Steuersystems w&#228;ren direkte Angriffe gegen diese Grossh&#228;ndler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber das funktioniert nicht mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine andere Rentierhochburg sind die religi&#246;sen Stiftungen, die keine Steuern zahlen, von der Regierung nicht kontrolliert werden und einen Zugang zu unbeschr&#228;nkten Subventionen geniessen (unentgeltliche Bankenfinanzierungen, Wechselkurse zu Vorzugsbedingungen). Diese Stiftungen werden eher von Konservativen dominiert, aber die gegenw&#228;rtige Regierung hat es scheinbar geschafft, die wichtigste davon unter ihre Kontrolle zu bringen, die &#8222;Stiftung der Entrechteten&#8220; (auf die 10% der Industrieproduktion fallen). Schliesslich erwarteten zahlreiche dem iranischen Staat nahestehende Netzwerke (dazu geh&#246;ren einige Verantwortliche von &#246;ffentlichen Unternehmen oder hohe Beamte), dass sie zuerst von den Privatisierungen profitieren w&#252;rden, w&#228;hrend eine wahrhafte Privatisierung ihren Interessen entgegenlaufen w&#252;rde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &#8222;Reformer&#8220;, die schon die Pr&#228;sidentschaft innehaben, gewinnen 2000 die Parlamentswahlen haushoch; 2001 wird Khatami als Pr&#228;sident wiedergew&#228;hlt. Obwohl, gem&#228;ss dem Wirrwarr der iranischen Verfassung, jegliche Reform vom von den &#8222;Konservativen&#8220; gehaltenen W&#228;chterrat unterst&#252;tzt werden muss, beschleunigt sich zwischen 2001 und 2003 der Reform-Rhythmus: Handelsliberalisierungen; Reduktion der staatlichen Subventionen; Vereinheitlichung der Wechselkurse; neues Gesetz &#252;ber die ausl&#228;ndischen Investitionen; Zulassung privater Banken und Versicherungen; Iran Khodro unterschreibt ein Lizenzabkommen mit PSA Peugeot Citro&#235;n f&#252;r die Vor- und Endmontage des 206 und 307; Renault gr&#252;ndet ein Joint Venture mit Iran Khodro und Saipa; Volkswagen er&#246;ffnet in der Sonderwirtschaftszone Arg-e-Jadid in der N&#228;he der Stadt Bam ein Werk; R&#252;ckkehr von Shell, Elf und Total; Erschaffung von Freiwirtschaftszonen f&#252;r ausl&#228;ndische Unternehmen. Als Folge davon erh&#228;lt der Iran zwischen 2001 und 2002 Lob vom IWF f&#252;r seine Wirtschaftspolitik und die westlichen Investoren reagieren positiv auf die Emission von Obligationen in Euro. Der Iran ist kurz davor, wieder in die Weltwirtschaft und die internationalen Finanzm&#228;rkte integriert zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bim Bam Bum&lt;/i&gt;. Ab 2003 beginnt die Periode, die uns in die Gegenwart f&#252;hrt: vernichtende Niederlage der &#8222;Reformer&#8220; bei den Kommunalwahlen 2003, Sieg der &#8222;Konservativen&#8220; bei den Parlamentswahlen 2004, Ahmadinedschads Wahl zum Pr&#228;sidenten 2005 und immer noch der gleiche &#8222;Oberste F&#252;hrer&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Islamische Republik wird zu einer immensen Akkumulation von Paradoxen, &lt;i&gt;einer hinf&#228;lligen Produktionsweise, &lt;/i&gt;&lt;i&gt;deren Hinf&#228;lligkeit&lt;/i&gt;&lt;i&gt; bis anhin keine gesellschaftliche Klasse, keine Klassenfraktion, kein Klassenb&#252;ndnis f&#228;hig ist, auszusprechen&lt;/i&gt;. Die Hervorbringung und die Proklamation ihrer Hinf&#228;lligkeit kann jedoch durchaus innerhalb der Islamischen Republik selbst geschehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier liegt das ganze Dilemma der herrschenden Klasse im Iran, eine &#8222;wahre Bourgeoisie&#8220; zu werden: der &#220;bergang vom &#8222;Kollektiv&#8220; zum Individuellen. Die Neuheit daran ist, dass diese inneren Widerspr&#252;che im Krieg oder &lt;i&gt;nur noch&lt;/i&gt; im Krieg aufgel&#246;st werden k&#246;nnten, wenn die dominierende Weltmacht das innere Zaudern nicht mehr abwarten kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schlussfolgerung und Zusammenfassung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle K&#228;mpfe und Krisen im Iran sind mit dem Wesen des Staates verbunden. Seiner Vermischung mit der Zivilgesellschaft und den Produktionsverh&#228;ltnissen (Populismus). Eine Vermischung, die weitergeht, solange die Illusion andauert (die Illusion ist immer eine materielle Realit&#228;t).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der iranische Staat ist ein Behemoth, bis die Elemente des Behemoths zerspringen und voneinander getrennt werden (das Erd&#246;l sich selbst reproduziert, seine Dollars beh&#228;lt), der Basar nicht mehr importieren und verkaufen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der gesamte Kampf der Klasse der &#8222;Armen&#8220; ist in seiner genetischen Verschr&#228;nkung mit der politischen Form der Macht und des Staates gefangen. Darin kann er nur politisch gel&#246;st werden. Obwohl: Im Verlauf der Ereignisse, in den Praktiken kann eine Autonomisierung der Handlungen der Massen und der Arbeiter auftauchen, wenn die Gegens&#228;tze, so wie sie urspr&#252;nglich determiniert worden sind, und die vereinbarten &#8222;L&#246;sungen&#8220; pl&#246;tzlich blockiert sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn der Behemoth zerspringt, suchen die kapitalistischsten Elemente nach einem Ausweg (Pasdaran, religi&#246;se Institutionen, staatliche Import-/Exportb&#252;ros und Unternehmen usw.). Zu einer gew&#246;hnlichen kapitalistischen Klasse zu werden, nicht mehr abh&#228;ngig vom Staat und in seinem Dienste stehend als Garantie f&#252;r ihre kapitalistische Identit&#228;t, wird zum Ziel der eifrigsten Verteidiger des vorhergehenden Regimes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle Klassen und Klassenfraktionen, auch unter jenen, welche an der Macht sind (aber wo befindet sich gegenw&#228;rtig die Macht im Iran?) suchen eine dahingehende &#214;ffnung: einen &#8222;freien&#8220; Kapitalismus, auch die Arbeiter, die dann nicht nur bezahlt, sondern sogar mit richtigem Geld bezahlt sein k&#246;nnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Man&#246;ver des Shahs ergeben nur in einem geopolitischen Kontext Sinn, aber auch und vor allem im Charakter der Widerspr&#252;che, die sich politisch im Staat kristallisieren. Aber die erneute Kristallisierung der &#8222;L&#246;sungen&#8220; im Staat in einer politischen Form ist gegenw&#228;rtig viel weniger offensichtlich (der Behemoth ist gerade dabei, zu zerspringen), sie wird sehr schwierig sein. Die bestehende Arbeiterklasse, die Armen, eine Fraktion der Bauernschaft k&#246;nnen sich in dieser Konfiguration autonomisieren und der Kompromiss mit einer der Fraktionen der &#8222;befreiten&#8220; Bourgeoisie kann zu einem stetigen Streitgegenstand werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Krisen, die Aufst&#228;nde, die Repression folgen einer gewissen Logik des Zerfalls der &#220;bereinstimmung Staat/Gesellschaft; gem&#228;ss einer Abfolge von Kristallisierungen diverser Streitgegenst&#228;nde. In Anbetracht des Wesens des Staates in seiner reellen oder immer mehr herbeigetr&#228;umten &#220;bereinstimmung mit der Gesellschaft ist kein Kompromiss m&#246;glich: Gegen&#252;ber dem Staat existiert die Gesellschaft nicht, sie hat kein Existenzrecht, da er die Gesellschaft ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wesentlichen, der Existenz der Islamischen Republik selbst inh&#228;renten Widerspr&#252;che und die von ihr implizierten und sich dort abspielenden K&#228;mpfe sind nun durch die Krise der Globalisierung unter amerikanischer Aufsicht, d.h. den geopolitischen Kontext &#252;berdeterminiert: Schw&#228;chung und Ohnmacht der &#8222;Achse des Widerstands&#8220;; zunehmende Bedeutung des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die &#220;berdeterminierung tut nichts anderes als den Sackgassen, in welchen die K&#228;mpfe gegen die Islamische Republik aufgrund ihres Wesens selbst existierten und gefangen waren, &#8222;eine Form zu geben&#8220;, sie &#8222;reell&#8220; und &#8222;effektiv&#8220; zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus dieser &#220;berdeterminierung lassen sich drei vollst&#228;ndig miteinander verbundene Elemente ableiten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1) Ende der &#8222;ideologischen Partei&#8220;; Hinf&#228;lligkeit der Perspektive einer &#8222;laizistischen Demokratie&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2) Die Transformation der &#8222;kollektiven&#8220; kapitalistischen Klasse (unter der Aufsicht einer &#8222;zentralen und h&#246;heren Einheit&#8220;: des Obersten F&#252;hrers) in eine individuelle private Bourgeoisie ist ebenfalls hinf&#228;llig, eine mit der vorhergehenden Perspektive verbundene Hinf&#228;lligkeit. ABER...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3) Die mehr oder weniger &#8222;kollektive&#8220; Existenz der Pasdaran als dominierende kapitalistische Klasse (die einige &#8222;unabh&#228;ngige&#8220; Milliard&#228;re kontrolliert) ist ausser Atem geraten. Wie jede kollektive kapitalistische Klasse (was je nach F&#252;gungen der Geschichte geschehen ist) zwingen die Determinierungen des Kapitals selbst diese &#8222;kollektive Klasse&#8220; zur Individualisierung (das Kapital ist notwendigerweise mehrere Kapitale). Als Folge davon ist der begonnene interne Kampf innerhalb der Pasdaran gem&#228;ss drei Perspektiven organisiert:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;a) &#220;bergang zu einer klassischen privaten Bourgeoisie;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;b) interne &#220;bereink&#252;nfte mit der Bewahrung der &#8222;zentralen Einheit&#8220; (des &#8222;F&#252;hrers&#8220;);&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;c) eine Kompradorenbourgeoisie werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die amerikanisch-israelischen Bombardierungen verringern das Spektrum der Wahlm&#246;glichkeiten, indem sie die laufenden internen Prozesse beschleunigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Grundlage der sozialen, wirtschaftlichen, ideologischen und als Synthese politischen Krise des Regimes ist die Anregung einer kapitalistischen Entwicklung des Landes ohne soziopolitisches B&#252;ndnis mit den industriellen Milieus und der Arbeiterklasse, oder h&#246;chstens ein mafi&#246;ses B&#252;ndnis mit ersteren und ein klientelistisches mit letzterer. Die Sachgasse des Populismus, sowohl in seiner sichtbarsten Form als &#8222;volksnahe&#8220; Politik der Umverteilung und der Subventionen als auch allgemeiner in jener des Eintauchens des Staats in die Gesellschaft, ist die spezifische Form dieser Krise. Letztere, beschleunigt durch die internationale Krise, f&#252;hrt zur Bildung von Lagern, die nicht schlicht und einfach Klassen sind, und einer Konfrontation, der weit davon entfernt ist, eine reine Konfrontation reiner Klassen zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Globale Krise und iranische Krise&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ausbeutungs- und Reproduktionsmodalit&#228;ten der Arbeiterklasse untergraben diese politische Struktur, die sich als Produktionsverh&#228;ltnis ausgibt, dieser Zerfall zeigt sich auf der Ebene der politischen Struktur als Untragbarkeit der Subventionen und der Reproduktion der nationalen Unternehmen. Der Populismus beschr&#228;nkt sich nicht auf die Subventionen (die H&#228;lfte des Budgets), er ist die Gesamtheit des Eintauchens des Staates in jene Gesellschaft, welche ihn durchdringt, aber die Absorbierung-Repr&#228;sentation des Proletariats ist das Problem und dies auf der Ebene des Staates selbst, der Struktur des Staates als Produktionsverh&#228;ltnis. Ab 2008 ist die Weltwirtschaftskrise hinzugekommen und hat alles beschleunigt und die gegenw&#228;rtige Konjunktur der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise &lt;i&gt;in der Politik&lt;/i&gt; hervorgebracht. Die Stellung und die Rolle der globalen Krise in dieser Konjunktur scheinen auf den ersten Blick einem Paradox gleichzukommen. Die iranische Wirtschaft scheint n&#228;mlich seit der verpassten Einflechtung in den 1970er Jahren kaum in die Weltwirtschaft integriert zu sein, sie verkauft heutzutage ihr &#214;l zu Spottpreisen an Indien und China. Diese verpasste Einflechtung hat aus dem Iran die Polarisierung aller politischen und gesellschaftlichen Oppositionen gegen alle Folgen, die Umw&#228;lzungen, der Einflechtung der Region in die entwickelten Formen der Globalisierung w&#228;hrend den 1980er Jahren bis heute gemacht. Der Staat Israel, Speerspitze der kapitalistischen Produktionsweise in dieser Zone in all ihren aufeinanderfolgenden Formen und w&#228;hrend allen Epochen, repr&#228;sentiert genau den entgegengesetzten Pol.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wirtschaftspolitik und die Verwaltung der gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse, welchen die Islamische Republik entspricht, ist nicht mehr haltbar, aber wenn ihre Gegner der Partei der Freiheit, der Demokratie, der Transparenz, der &#214;ffnung gegen&#252;ber der Welt, wenn die &lt;i&gt;Partei der Kulturrevolution&lt;/i&gt; gewonnen h&#228;tte, w&#228;re die Sparpolitik und das Elend, welche die iranische Bev&#246;lkerung, jene gesellschaftlichen Kategorien ausgenommen, welche sich in die Weltwirtschaft eingeflochten h&#228;tten, h&#228;tte erdulden m&#252;ssen, schwer vorstellbar, trotz des Aufschwungs der informellen &#214;konomie, welche eine solche Einflechtung begleitet h&#228;tte. Doch diese Partei ist ihrerseits obsolet geworden, die Erschaffung eines getrennten Staates und der &#220;bergang von einer kollektiven Bourgeoisie zu einer privaten Bourgeoisie liegt jetzt in den H&#228;nden der Pasdaran oder einer ihrer Fraktionen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das zumindest paradoxe Resultat der Islamischen Republik ist die Erschaffung im Iran einer spezifisch kapitalistischen Gesellschaft, f&#252;r welche sie ein hinf&#228;lliges Produktionsverh&#228;ltnis geworden ist. Mit den internationalen Sanktionen zeigen die USA und Europa der politischen Macht im Iran, dass sie jenes Spiel nicht gespielt hat, welches ihr die eigene, sich unter ihren Augen abspielende Entwicklung der Gesellschaft andeutete. Die Sanktionen bestrafen ihre Unangemessenheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn die gegenw&#228;rtige Krise politisch ist, dann nicht nur, weil der Staat immer der zentrale &lt;i&gt;Streitgegenstand&lt;/i&gt; jedes bedeutenden Kampfes ist (sei es nur, um ihn zu zerst&#246;ren), sondern auch, spezifisch, weil er im Iran der &lt;i&gt;Ort&lt;/i&gt; des Klassenkampfes ist. Im besten Falle w&#228;re der gegenw&#228;rtige Streitgegenstand, der die Bev&#246;lkerung klassen&#252;bergreifend mobilisiert, dass er es nicht mehr ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem hypothetischen Zusammenbruch oder einer entscheidenden Schw&#228;chung der Zentralmacht w&#252;rde sich der Sicherheitsapparat &#8211; und besonders das Korps der islamischen Revolutionsgarden &#8211; an einem strategischen Scheideweg befinden; seine Positionierung w&#228;re determinierend f&#252;r die Art des &#220;bergangs. Dieser Zusammenbruch w&#252;rde noch die Wahl lassen zwischen verschiedenen Szenarien: interne Fragmentierung, Versuch einer institutionellen Umorientierung oder teilweise Bewahrung seiner wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen in einer neuen politischen Ordnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese drei Szenarien k&#246;nnen aufeinanderfolgend statt zu einem gleichen Zeitpunkt einander entgegengesetzt sein oder aber Teil einer gemeinsamen Dynamik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute (umso mehr nach den amerikanisch-israelischen Bombardierungen und der Eliminierung Khameneis) betrifft die Ungewissheit nicht mehr die M&#246;glichkeit einer politischen Ver&#228;nderung, sondern ihre m&#246;gliche Form, sei es ein unter innerem und internationalem Druck ausgehandelter &#220;bergang, ein heftiger, durch eine milit&#228;rische Konfrontation beschleunigter Bruch &#8211; oder eine verl&#228;ngerte Instabilit&#228;t in einem Kontext gepr&#228;gt von Sanktionen, einer verst&#228;rkten Verwundbarkeit im Sicherheitsbereich und andauernden &#228;usseren Bedrohungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In allen F&#228;llen markiert die gegenw&#228;rtige Krise das Ende eines Zyklus: jener eines Regimes, das weder regieren noch sich reformieren oder nachhaltig sch&#252;tzen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Epilog&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &#8222;optimistischste&#8220; Perspektive ist jene, im Rahmen des nun ausgesprochenen Bankrotts der &#8222;ideologischen Partei&#8220;, einer Autonomisierung der Arbeiterklasse von den Mittelklassen, f&#252;r welche die gegenw&#228;rtige Situation, sowohl innerhalb des Irans als auch geopolitisch, die Obsoleszenz ihres Projekts und ihrer Hegemonie in der Infragestellung des Regimes markiert. Einerseits markierten die sporadischen Streiks und Krawalle der Arbeiterklasse grundlegend die Grenzen des herrschenden Regimes, aber ohne anderes &#8222;Projekt&#8220; oder andere &#8222;Perspektive&#8220; als jene, welche ihr die &#8222;ideologische Partei&#8220; &#252;bertrug. Andererseits verlieh die Arbeiterklasse der Ideologie der Mittelklassen eine wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Grundlage, die sie legitimierte unter der Bedingung, dass diese Klasse sich von der Masse der &#8222;Marginalisierten&#8220; und &#8222;Informellen&#8220; abgrenzte. Die Arbeiterklasse sass im gleichen Boot wie die &#8222;ideologische Partei&#8220; und Teil der gleichen mehr oder weniger organisierten Gegens&#228;tze innerhalb des Landes oder in der Diaspora. Der Bankrott dieser &#8222;Partei&#8220; zwingt nun die Arbeiterklasse dazu, entweder Zuschauerin der laufenden Ereignisse zu bleiben oder zum &lt;i&gt;Proletariat&lt;/i&gt; zu werden. Das heisst, sich gegen ihre eigene Existenz in Gemeinschaft mit den &#8222;Marginalisierten&#8220; und als Teil von ihnen zu wenden und durch die Mittelklassen absorbierende Kampfmassnahmen (eine Umkehrung der Hegemonie). Das Proletariat bricht weder mit den Mittelklassen noch mit der Kleinbauernschaft, aber es markiert praktisch die Hinf&#228;lligkeit ihres &#8222;Programms&#8220; und ihrer politischen Existenz. Der Krieg und das naheliegende heimliche Einverst&#228;ndnis innerhalb der gegenw&#228;rtigen herrschenden Klasse verteilen die Karten neu, markieren diese Hinf&#228;lligkeit, aber kein Kampf kann bedeutend werden, ohne dass die Mittelklassen durch die Enth&#252;llung ihrer fehlenden Zukunft miteingeschlossen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Proletariat ist keine sozio&#246;konomische Kategorie, sondern eine historische Hervorbringung in einer Praxis. Das Proletariat ist ein spezifisches Verh&#228;ltnis, den bestehenden Bedingungen und der Bedingung der Arbeiterklasse selbst entgegengesetzt. Es ist eine Praxis, ein (h&#228;ufig fl&#252;chtiger) historischer Moment, ein Ereignis, eine Konjunktur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;R. S.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;14. M&#228;rz 2026&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/&#034;&gt;kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://dndf.org/iran-2026/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Clausewitz, &lt;i&gt;Vom Kriege&lt;/i&gt;, 1832-1834, S. 469.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Wir werden hier das Wirrwarr der blutigen K&#228;mpfe zwischen Fraktionen der nationalen, mit der Geistlichkeit verb&#252;ndeten Bourgeoisie, den Marxisten-Leninisten, den Islamomarxisten nicht er&#246;rtern.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ich benutze bewusst drei Begriffe: Arbeiter, Proletarier, Volk.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;In aller Bescheidenheit muss ich zugeben, dass dieser Satz vor dem 28. Februar 2026 geschrieben worden ist.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Demonstrationen der arabischen Bev&#246;lkerungen (h&#228;ufig sehr arm und aus Saisonarbeitern bestehend) wurden 2004 heftig niedergeschlagen (50 Tote), diese Bev&#246;lkerungen wohnen &#8222;ungl&#252;cklicherweise&#8220; in Regionen mit &#214;lvorkommen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Leila Hosseinzadeh, Interview in der &lt;i&gt;Humanit&#233;&lt;/i&gt;, 16. Januar 2026.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Zum Begriff der &#8222;ideologischen Partei&#8220;, siehe weiter unten.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;o Cosme, &lt;i&gt;De la politique en Iran&lt;/i&gt;, Senonevero, 2010, S. 135.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb9&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh9&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 9&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Partei&#8220; wird hier in einer Bedeutung benutzt, die man, aber nur als Analogie, durch den von Marx in seinem Brief an Freiligrath am 29. Februar 1860 benutzten Ausdruck der &#8222;historischen Partei&#8220; illustrieren k&#246;nnte: &#8222;Ich bemerke d'abord, da&#223; nach dem der &#8222;Bund&#8220; auf &lt;i&gt;meinen Antrag&lt;/i&gt; im November 1852 aufgel&#246;st wurde, ich nie mehr irgend einer &lt;i&gt;geheimen&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;&#246;ffentlichen&lt;/i&gt; Gesellschaft angeh&#246;rt habe oder angeh&#246;re; da&#223; also die Partei in diesem ganzen ephemeren Sinne f&#252;r mich seit 8 Jahren zu existiren aufgeh&#246;rt hat [&#8230;] Unter Partei verstand ich die Partei im grossen historischen Sinn.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb10&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh10&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 10&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;10&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;o Cosme, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 140.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb11&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh11&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 11&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;11&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 146-147.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb12&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh12&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 12&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;12&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Leila Hosseinzadeh, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb13&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh13&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 13&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;13&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb14&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh14&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 14&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;14&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Iran. Cartographie d'un soul&#232;vement&#8220;, auf der Website &lt;i&gt;Orient XXI&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb15&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh15&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 15&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;15&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb16&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh16&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 16&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;16&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Website von &lt;i&gt;Lib&#233;ration&lt;/i&gt;, 17. Januar 2026.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb17&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh17&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 17&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;17&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Der Ausdruck &#8222;h&#246;here Einheit&#8220; wird der Einfachheit halber und analog zu den Theorien der &#8222;asiatischen Produktionsweise&#8220; &#252;bernommen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb18&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh18&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 18&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;18&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt;, 11. November 2013.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb19&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh19&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 19&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;19&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Die Regierung hat die Subventionen gestrichen, w&#228;hrend sie behauptete, sie &#8222;direkt der Bev&#246;lkerung zur&#252;ckzugeben&#8220; mittels Warengutscheinen im Wert von einer Million Toman per Person (6 Euro). Der Betrag war so l&#228;cherlich, dass erkl&#228;rt werden musste, es w&#252;rden 4 Monate auf einmal ausgezahlt (im Verlaufe des Januars waren diese Betr&#228;ge sehr wohl eingeschrieben auf den Einkaufskarten der Familien, aber nicht verf&#252;gbar). Gleichzeitig stieg die Mehrwertsteuer von 10 auf 12%.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb20&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh20&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 20&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;20&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Lucas Moulard, &lt;i&gt;Le Point&lt;/i&gt;, 19. Februar 2026.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb21&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh21&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 21&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;21&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Radio France International.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb22&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh22&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 22&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;22&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Christian Chesnot, &#8222;Challenges&#8220;, 1. Februar 2026.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb23&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh23&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 23&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;23&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Die Informationen zum Kampf zwischen den &#8222;Hardlinern&#8220; und den &#8222;Gem&#228;ssigten&#8220; kommen vom Portal &lt;i&gt;L'Opinion&lt;/i&gt;, 16. Februar 2026.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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