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		<title>Die Ladenschl&#252;ssel [zu den vorgezogenen Parlamentswahlen in Frankreich]</title>
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&lt;p&gt;Dieses Flugblatt, inspiriert vom Text hier, wurde gestern Samstag [06.07.24] in Marseille geschrieben und verteilt. &lt;br class='autobr' /&gt;
Der Hauptfeind? &lt;br class='autobr' /&gt;
Der Rassemblement national (RN) ist die erste Partei f&#252;r Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose, wir werden uns ihr dennoch nicht anschliessen und uns noch weniger dar&#252;ber freuen. Aber wir schauen die Dinge an, wie sie sind: Die Proletarier sind weder abgelenkt noch manipuliert worden. &lt;br class='autobr' /&gt;
Der Kampf gegen den &#8222;extremen Rechtsrutsch&#8220; eines grossen Teils der (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://kommunisierung.net/Artikel" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://kommunisierung.net/Theorie-communiste" rel="tag"&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Ubersetzungen" rel="tag"&gt;&#220;bersetzungen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Stimmen-aus-den-Kampfen" rel="tag"&gt;Stimmen aus den K&#228;mpfen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Gender" rel="tag"&gt;Gender&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Frankreich" rel="tag"&gt;Frankreich&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Gelbwesten" rel="tag"&gt;Gelbwesten&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://kommunisierung.net/IMG/logo/souverain-scaled.webp?1720900802' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='84' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Dieses Flugblatt, inspiriert vom Text &lt;a href=&#034;https://dndf.org/?p=21431&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;hier&lt;/a&gt;, wurde gestern Samstag [06.07.24] in Marseille geschrieben und verteilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Hauptfeind?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Rassemblement national (RN) ist die erste Partei f&#252;r Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose, wir werden uns ihr dennoch nicht anschliessen und uns noch weniger dar&#252;ber freuen. Aber wir schauen die Dinge an, wie sie sind: Die Proletarier sind weder abgelenkt noch manipuliert worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf gegen den &#8222;extremen Rechtsrutsch&#8220; eines grossen Teils der Arbeiterklassen &#252;berall in der westlichen Welt und ihren Nationalismus &#252;berall auf der Welt kann nicht im Namen einer Verblendung oder eines &#8222;Irrtums&#8220; gef&#252;hrt werden. Wenn der RN zum Hauptfeind geworden ist, dann nur getragen durch &#8222;gew&#246;hnliche&#8220; Politiken und Massnahmen der Rechten oder Linken, welche die Ausbeutung verst&#228;rkt, die Lage der Arbeitslosen und Rentner angegriffen, die &#8222;Ausl&#228;nder&#8220; egal welcher Nationalit&#228;t &#8222;gek&#228;rchert&#8220; haben. Diese Politiken haben aus dem RN jene Partei gemacht, welche in der Lage ist, eine sowohl ertr&#228;umte als auch nationale &#8222;Arbeiterw&#252;rde&#8220; zu repr&#228;sentieren. Und so ist der RN zum politischen Ausdruck dieser &#8222;W&#252;rde&#8220; geworden, indem er eine effiziente nationale Identit&#228;t propagiert, gen&#228;hrt vom &#8222;Gef&#252;hl des Niedergangs&#8220;, dem Rassismus und der Staatsb&#252;rgerschaft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Linke?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die linken politischen Kr&#228;fte waren mehrheitlich nicht die Aufnahmebeh&#228;lter f&#252;r diese &#8222;Arbeiterw&#252;rde&#8220;, die &#8222;Deklassierung&#8220;, die &#8222;Unzufriedenheit&#8220; und den mit F&#252;ssen getretenen &#8222;Wert der Arbeit&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um Zugang zur Macht zur erhalten, haben sich diese Kr&#228;fte auf die Mittelklassen mit starkem intellektuellem (universit&#228;rem) Kapital gest&#252;tzt, so sind sie zu den zentralen Ideologen und Akteuren der Globalisierung der Wirtschaft in den 1990er-2000er Jahren geworden. Delors war Pr&#228;sident der Europ&#228;ischen Kommission, Lamy der WTO, Strauss-Kahn des IWF. Diese Kr&#228;fte waren die Agenten aller mit der weltweiten Ausbeutung der Arbeitskraft verbundenen Ungerechtigkeiten, in bester Eintracht mit den gew&#246;hnlichen rechten Parteien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;berall verst&#228;rkt sich der Protektionismus, auch milit&#228;risch, die neuen Formen der Globalisierung werden allem Anschein nach handfest und holprig sein. Wenn in der gegenw&#228;rtigen Krise der Globalisierung die Nation und die Staatsb&#252;rgerschaft als &#8222;Festung&#8220; und als &#8222;nat&#252;rlicher&#8220; Rahmen f&#252;r die K&#228;mpfe und die &#8222;Unzufriedenheit&#8220; erscheinen, so sind die Rechte und die extreme Rechte insofern viel glaubw&#252;rdiger, als sie das nationale Thema erstarren lassen, indem sie es kulturell ethnisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Ladenschl&#252;ssel &#252;berlassen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen den &#8222;Patrioten&#8220; und den &#8222;Globalisten&#8220; (um die Begriffe des RN zu &#252;bernehmen) sind die &#8222;Globalisten&#8220; unter gewissen Bedingungen bereit, die Ladenschl&#252;ssel den &#8222;Patrioten&#8220; zu &#252;berlassen, insoweit als sie die Krise der Globalisierung verwalten werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem sie all ihre Themen aufgenommen haben, spielen die herrschenden Klassen mit ihren verschiedensten Fraktionen &#8211; die solide verankerte Grossbourgeoisie, die neuen milliardenschweren F&#252;hrer der Tech-Industrie, das Finanzkapital, die Multinationalen der Industrie &#8211; die Karte der extremen Rechten als Instrument einer nationalistischen Politik gegen&#252;ber der Krise der Globalisierung, indem ihr &#8222;Programm&#8220; abgemildert und angepasst wird (siehe Italien, Schweden, Niederlande u.a.). Aber vor allem ist die extreme Rechte der Ausdruck des verwirklichten Monopols auf &#8222;die Volksopposition&#8220;, indem sie &#8222;das Volk&#8220; im Namen der Nation in der Restrukturierung der Globalisierung bindet und mobilisiert. Wenn die Verheerungen dieser Restrukturierung sich zeigen werden, wird sie mutmasslich am besten dazu in der Lage sein, die K&#228;mpfe zu kontrollieren und sie in die schlimmsten Richtungen zu lenken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Nationalstaat betritt wieder die B&#252;hne, sowohl f&#252;r die herrschende Klasse als auch f&#252;r die ausgebeuteten Klassen, die in diesem nationalisierten Kontext in die Politik der herrschenden Klassen selbst verwickelt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hegemonie und Monopol auf K&#228;mpfe?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Zerfall der &#8222;Arbeiterbewegung&#8220;, ihrer Instanzen und Institutionen ist die repr&#228;sentative Demokratie zusammengebrochen. Die &#8222;Proteststimmen&#8220; des Beginns der 2000er Jahre sind nicht verschwunden, doch sie sind in den 2010er und 2020er Jahren zu einer Zustimmung geworden. Das zeigt sich in Form der &#8222;nationalen Werte&#8220; und der Republik, an welchen sich alle berauschen, indem sie sie alle mit leicht unterschiedlichen Inhalten f&#252;llen, die herrschende Klasse hat eine Art Monopol auf die Klassenwiderspr&#252;che im Zusammenhang mit allen Massnahmen, die sie gegen&#252;ber den beherrschten Klassen (in erster Linie die aktive oder arbeitslose Arbeiterklasse) ergreift, und den damit verbundenen Reformen, indem sie auf der Welle der rassialisierten Arbeitsteilung reitet. Mit der Nation besteht die Hegemonie der herrschenden Klasse darin, den beherrschten Klassen die Begriffe selbst ihrer Opposition aufzuzwingen. Dieser mittlerweile unausweichliche Rahmen, der die nationale Identit&#228;t darstellt, bearbeitet vom Klassenkampf, geht jedoch unterschiedslos von der &#8222;nationalen Souver&#228;nit&#228;t&#8220; zur &#8222;Volkssouver&#228;nit&#228;t&#8220; &#252;ber. Erinnern wir uns an die Gelbwesten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das Monopol auf den von ihr ausgel&#246;sten Widerspruch f&#252;r die herrschende Klasse untergr&#228;bt, ist die Tatsache, dass das &#8222;souver&#228;ne Volk&#8220; nicht &#8222;eins&#8220; ist. Der materielle Rahmen dieser &#8222;Souver&#228;nit&#228;t&#8220; ist nicht die Politik, sondern das allt&#228;gliche Leben. In ihrer &#8222;Einzigkeit&#8220; wird die Souver&#228;nit&#228;t vom Preis der Joghurts, der Polizeigewalt, dem mit den Ausbeutungsbedingungen gleichbedeutenden Chaos der Spaltungen aufgerieben. Und in seinem allt&#228;glichen Leben, wenn seine Kaufkraft zusammenbricht, hat das &#8222;souver&#228;ne Volk&#8220; Zweifel bez&#252;glich seiner &#8222;Souver&#228;nit&#228;t&#8220;. Was das &#8222;souver&#228;ne Volk&#8220; ebenfalls untergr&#228;bt, ist die Tatsache, dass sich an seinen R&#228;ndern, aber sehr nahe, konstant die rassialisierten und &#252;bersch&#252;ssigen Bev&#246;lkerungen befinden, sie sind die konstante und lebendige Proklamation der &#8222;Unwirklichkeit&#8220; seiner Existenz als &#8222;souver&#228;nes Volk&#8220; und erinnern es daran.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &#8222;souver&#228;ne Volk&#8220; des Nationalismus der extremen Rechten hat noch ein anderes Problem: Die Heftigkeit seines Antifeminismus und seiner Homophobie schreckt auch vor einem Verbot des Rechts auf Abtreibung nicht zur&#252;ck. Nat&#252;rlich schl&#228;gt der RN leisere T&#246;ne an, aber das gilt nicht f&#252;r die Fratelli d'Italia oder die Liga in Italien, auch nicht f&#252;r die Vox in Spanien oder die AfD in Deutschland. Der Nationalismus mag die Frauen an ihrem Platz und somit den Feminismus nicht. Der Nationalismus muss eine homogene nationale Identit&#228;t hervorbringen, die schwierig in diesen Mechanismus integrierbaren Ausl&#228;nder oder Frauen m&#252;ssen entweder zur&#252;ckgewiesen oder unsichtbar gemacht werden. Es waren die Mobilisierungen der Frauen, die weitgehend dazu beigetragen haben, die Mehrheitsverh&#228;ltnisse in Polen umzudrehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur gegen den Islam beruft sich der Nationalismus auf die Freiheit der Frauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der RN, eine Falle?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Besonderheiten der Politik der extremen Rechten, ihr Rassismus, die physische und materielle Gefahr f&#252;r all jene, welche nicht die richtige Hautfarbe haben, bek&#228;mpft werden m&#252;ssen, dann muss dabei die Tatsache betont werden, dass sie der Ausdruck der Gesamtheit der herrschenden (wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, ideologischen, administrativen und politischen) Klasse sind. Einfach gegen den RN zu sein, bedeutet, in die &#8222;Falle&#8220; des Monopols und der Hegemonie zu geraten. Genau in diesem Monopol k&#246;nnen jedoch schnell die Widerspr&#252;che auftauchen: die im Volk verbreitete Entt&#228;uschung gegen&#252;ber dem von der herrschenden Klasse zur Schau getragenen und praktizierten Nationalismus, der letztendlich zwingend f&#252;r das &#8222;Volk&#8220; eine Dimension der sozialen Katastrophe annehmen wird; das unm&#246;gliche Ausblenden jener, welche als rassisch &#8222;anders&#8220; designiert werden, und die An-/Abwesenheit der Frauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &#8222;souver&#228;ne Volk&#8220;, das von diesen grundlegenden Widerspr&#252;chen durchdrungen ist, kann explodieren und viele &#220;berraschungen bereithalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehr dazu: siehe die Homepage &lt;a href=&#034;https://dndf.org/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Des nouvelles du front&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://dndf.org/?p=21431#comment-626485&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Th&#233;orie communiste - Anmerkung zur Bewegung der Gelbwesten</title>
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		<dc:subject>Th&#233;orie communiste</dc:subject>
		<dc:subject>Bericht/Analyse</dc:subject>
		<dc:subject>&#220;bersetzungen</dc:subject>
		<dc:subject>Theorie</dc:subject>
		<dc:subject>Frankreich</dc:subject>
		<dc:subject>Gelbwesten</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Jenes Frankreich, welches Kippen dreht und Diesel raucht &lt;br class='autobr' /&gt;
(Es grillt auch Merguez und sch&#228;tzt &#8222;das Gelbe&#8220;, nicht nur als Weste) &lt;br class='autobr' /&gt;
Es ist nicht so, dass die sogenannte Bewegung der &#8222;Gelbwesten&#8220; nichts Neues bringt, doch wenn man &#8222;Eine besondere Sequenz&#8220; (TC 25) noch einmal liest, war fast das ganze m&#246;gliche Analyseraster der sogenannten Bewegung der &#8222;Gelbwesten&#8220; schon da: der &#220;bergang der Krise vom Lohnverh&#228;ltnis zur Lohngesellschaft; die Delegitimierung des f&#252;r die Ungerechtigkeit (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://kommunisierung.net/Artikel" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://kommunisierung.net/Theorie-communiste" rel="tag"&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Bericht-Analyse" rel="tag"&gt;Bericht/Analyse&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Ubersetzungen" rel="tag"&gt;&#220;bersetzungen&lt;/a&gt;, 
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&lt;a href="https://kommunisierung.net/Frankreich" rel="tag"&gt;Frankreich&lt;/a&gt;, 
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 <content:encoded>&lt;img src='https://kommunisierung.net/IMG/logo/arton1801.jpg?1689347375' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='84' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jenes Frankreich, welches Kippen dreht und Diesel raucht&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Es grillt auch Merguez und sch&#228;tzt &#8222;das Gelbe&#8220;, nicht nur als Weste)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist nicht so, dass die sogenannte Bewegung der &#8222;Gelbwesten&#8220; nichts Neues bringt, doch wenn man &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Eine-besondere-Sequenz&#034;&gt;&#8222;Eine besondere Sequenz&#8220;&lt;/a&gt; (TC 25) noch einmal liest, war fast das ganze m&#246;gliche Analyseraster der sogenannten Bewegung der &#8222;Gelbwesten&#8220; schon da: der &#220;bergang der Krise vom Lohnverh&#228;ltnis zur Lohngesellschaft; die Delegitimierung des f&#252;r die Ungerechtigkeit verantwortlichen Staates (der an der Steuerschraube dreht); das Volk und der Populismus&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Der erneut definiert werden m&#252;sste, siehe den Text &#8222;M. Le Pen et la (...)&#034; id=&#034;nh1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;; das Lokale, die Eliten, die Reichen und die Armen, das Volk mit seiner Kultur und seiner &#8222;Sittlichkeit&#8220;. Einige Abs&#228;tze dieses Textes sind gar schon fast &#8222;voraussagend&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Le territoire et le local&#8220; in Th&#233;orie communiste, Nr. 25, S. 42-43 und (...)&#034; id=&#034;nh2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Nat&#252;rlich m&#252;ssten wir vom Wesen der Krise selbst ausgehen: Identit&#228;t von Unterakkumulations- und Unterkonsumtionskrise, Lohnverh&#228;ltnis&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;orie communiste, Nr. 25, S. 38 und anderswo.&#034; id=&#034;nh3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Interklassismus ergibt sich selbstverst&#228;ndlich aus diesen Pr&#228;missen (&#220;bergang des Lohns als Produktionsverh&#228;ltnis hin zum Lohn als Distributionsverh&#228;ltnis; gesellschaftliche Ungerechtigkeit &#252;ber die Steuer, wof&#252;r der Staat verantwortlich ist), doch wir m&#252;ssen beachten, dass unser gewohnter Ansatz der sogenannt &#8222;neuen&#8220; Mittelklassen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ich w&#252;rde den Singular bevorzugen, siehe den Text in Th&#233;orie communiste, (...)&#034; id=&#034;nh4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; die gegenw&#228;rtige Bewegung, in welcher man eher Handelstreibende, Handwerker, Fernfahrer, Mitglieder der &#8222;niederen&#8220; liberalen Berufe sieht, nicht wirklich treffend darstellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Arbeitgeberschaft kleiner Unternehmen repr&#228;sentiert auf &lt;i&gt;ideale Art und Weise&lt;/i&gt; diese Vers&#246;hnung der &lt;i&gt;respektablen&lt;/i&gt; Arbeit mit dem &lt;i&gt;verdienten&lt;/i&gt; Kapital, welche beide im Rahmen der sozialen und familienfreundlichen Nation aufbl&#252;hen. Ungl&#252;cklicherweise ist es nicht nur ein Ideal, sondern auch eine Realit&#228;t. Die H&#228;lfte der Arbeiter arbeiten im Rahmen eines kleinen oder gar sehr kleinen Unternehmens, man k&#246;nnte sagen, dass nicht die Anzahl entscheidend ist, sondern die Stellung in der Klassenzusammensetzung der Arbeiterklasse im Verh&#228;ltnis zu den andauernden kapitalistischen Dynamiken, von diesem Standpunkt aus muss man jedoch feststellen, dass diese Zersplitterung nicht archaisch ist. Wie ihr Chef sind diese Arbeiter h&#228;ufig direktem Druck der Kundschaft ausgesetzt, mag sie privat oder von wichtigeren Unternehmen sein, die Verschlimmerung der Arbeitsbedingungen und die Stagnation der L&#246;hne kann also sowohl mit dem Chef als auch mit dem gebieterischen Kunden assoziiert werden. In vielerlei Hinsicht bildet der &#8222;Arbeiterstandpunkt&#8220; mit jenem des Chefs eine Einheit: Sie denunzieren gemeinsam die Delokalisierungen, die Globalisierung der Konkurrenz, den rapiden Anstieg &#8222;ungerechtfertigter&#8220; Einkommen des Finanzkapitals, den Druck der Banken und schliesslich das Gewicht der Sozialabgaben und der Reglementierungen. Der Chef des kleinen Unternehmens formalisiert nicht nur die populistische Bewegung, sondern die Chefs kleiner Unternehmen werden auch spezifisch in Bewegung gesetzt als gesellschaftliche Kategorie, deren wirtschaftliche und politische Macht angegriffen wird. Die gegenw&#228;rtigen Bedingungen der Krise bearbeiten die Tradition der extremen Rechten neu (Arbeit, Familie, Heimat, Rassismus), um die Themen des Populismus hervorzubringen: wirtschaftliche Gerechtigkeit, nationale Gemeinschaft, Respektabilit&#228;t der Arbeit, Republik und &lt;i&gt;wieder erlangte Volkssouver&#228;nit&#228;t&lt;/i&gt;. Der Populismus der respektablen Arbeit und des verdienten Kapitals muss sich als aktionale Repr&#228;sentation der &#8222;Volksgemeinschaft&#8220; beweisen und das, indem er das Volk gegen das &#8222;Unvolkst&#252;mliche&#8220;, den &#8222;Nicht-B&#252;rger&#8220; hervorbringt: gegen die Finanz, die politischen Eliten der &lt;i&gt;repr&#228;sentativen&lt;/i&gt; Demokratie, die Yuppies der Stadtzentren und Grossindustrielle einerseits, den &#8222;Profiteuren der Wohlfahrt&#8220;, den &#8222;Sozialschmarotzern&#8220; andererseits, wobei die Einwanderer und ihre Nachkommen davon umso mehr das Paradigma darstellen, als sie als verbunden mit der Globalisierung erscheinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Vergleich mit dem Poujadismus der 1950er Jahre hinkt jedoch. Der Poujadismus ist klar rund um diese Berufe organisiert, das ist heute nicht der Fall, ihr gesellschaftliches Gewicht damals ist mit dem heute nicht vergleichbar. Der ganze gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Kontext war anders. Der Verweis auf den Poujadismus dient nur dazu, jegliche st&#246;rende Frage zum Interklassismus zu vermeiden und ein apriorisches Urteil zu rechtfertigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um jeglichen Normativismus zu vermeiden, sollte man davon absehen, die Bewegung in Bezug auf das zu beurteilen, was sie nicht oder &#8222;schlecht&#8220; tut. Man beurteilt sie und positioniert sich, indem man die Dynamiken am Werk freilegt und zeigt, was uns die Bewegung von dort aus sagt, wo wir uns in der Krise befinden, nicht ausgehend von einer immer schon gegebenen Idee der Revolution und des guten Klassenkampfes. &#8222;Denn mit welchem Gericht ihr richtet, mit dem werdet ihr gerichtet werden [...]&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Mat. 7 : 2.&#034; id=&#034;nh5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist eine Bewegung, die sich auf die &lt;i&gt;Arbeit&lt;/i&gt; beruft, die wahre, jene, welche in Anbetracht der den Staat lenkenden Eierk&#246;pfe und anderer Parasiten die W&#252;rde wahrt. Die Bewegung versucht nicht, die &#8222;Arbeit zu blockieren&#8220;, auch nicht die Wirtschaft, und wenn es trotzdem geschieht, entschuldigen sich die Gelbwesten. Es ist nicht ihr Ziel, nur ein Mittel, die Wirtschaft ist nicht ihr Feind. Man kann den Gelbwesten nicht vorwerfen, das nicht zu tun (oder im Gegenteil ihnen gratulieren, es zu tun), was sie nicht tun wollen (so k&#246;nnten die paar zirkulierenden Texte und Anmerkungen zusammengefasst werden). Die grossen Einkaufszentren, Transportunternehmen und strategischen Kreisel sind hingegen sehr wohl ernsthaft beeintr&#228;chtigt (die Versuche rund um die Raffinerien und &#214;ldepots scheinen entschluss- und erfolglos).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kritik des Interklassismus ist h&#228;ufig mit dem Problem konfrontiert, dass sie glaubt, dass die anwesenden Klassen schlichtweg eine Summe formen, dass sie sich addieren, wobei sie sauber definierte und auf sich selbst beschr&#228;nkte diskrete Elemente bleiben, dass der Interklassismus sie letztendlich nicht tangiert, dass die Aktion nicht existiert. Jede Komponente findet sich sehr wohl ausgehend von ihren eigenen Interessen in der Bewegung wieder, doch der Interklassismus ist dann f&#252;r jedes auf innere Art und Weise der Verlauf seines eigenen Handelns. Der Interklassismus ist nicht die Addition sondern die Folge dieser eigenen Interessen, innerlich tangiert durch ihre Koexistenz und in einer gemeinsamen Forderung verschmelzend. Es reicht nicht, Interklassismus festzustellen und ihn unwiderruflich zu verurteilen, die Bedingungen seiner Existenz m&#252;ssen jedes Mal spezifisch erkl&#228;rt werden, nicht nur als intellektueller Anspruch, sondern v.a. um sich in seiner Bef&#252;rchtung zu positionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im gegenw&#228;rtigen Fall betrifft die Forderung den Lebensstandard und pr&#228;ziser, innerhalb dessen, was ihn tangiert, die Gesamtheit der erzwungenen Ausgaben und unter ihnen jene, welche alle als &#8222;den Tropfen&#8220; beschreiben, &#8222;der das Fass zum &#220;berlaufen gebracht hat&#8220;: die Erh&#246;hung des Benzinpreises (haupts&#228;chlich Diesel). Die Frage ist jene des Lebensstandards, der Einkommen. Doch diese Frage bleibt nicht eine wirtschaftliche Frage, sie wird unmittelbar politisch. Die Abgaben, die Steuern, das ist der Staat. In dieser unmittelbaren Verwandlung der Wirtschaft in Politik findet der Interklassismus seine Form, die ihn definiert und st&#228;rkt. Die Folge ist nie gesellschaftlich neutral, sondern besiegelt im Interklassismus eine seiner Komponenten: die Handwerker und Chefs kleiner Unternehmen, die das &#8222;Volk&#8220; vereinigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um den Marx des Artikels &#8222;Kritische Randglossen zu dem Artikel &#187;Der K&#246;nig von Preu&#223;en und die Sozialreform. Von einem Preu&#223;en&#171;&#8220; zu plagiieren: Es ist &#8222;eine wirtschaftliche Revolte mit einer politischen Seele&#8220;. Und man findet hier die Frage der Legitimit&#228;t des Staates wieder. Die &#8222;politische Seele&#8220; einer wirtschaftlichen Revolte liegt in der Tendenz der Klassen ohne politischen Einfluss, ihre Isolierung vom Staat und der Macht zu beenden. Die Beendigung dieser Isolierung ist gleichbedeutend mit der Bef&#246;rderung des Volkes und der Proklamation desselben als unmittelbar Staat seiend. Der Populismus ist von einigen Ausnahmen abgesehen nichts anderes&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe den &#8222;Aufruf von St-Nazaire&#8220;.&#034; id=&#034;nh6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl es um Lebensstandard und Einkommen geht&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe &#8222;Eine besondere Sequenz&#8220; (TC 25), die Vorherrschaft der (...)&#034; id=&#034;nh7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, sind an den Kreiseln nicht die &#196;rmsten. Die politische Seele der Bewegung, das, was die interklassistische Fusion konstituiert, schliesst sie davon aus. Die Verwandlung der wirtschaftlichen Forderung in eine &#8222;Isolierung&#8220; vom Staat (der entnationalisierte Staat musste schon in der Form von Macron zu seiner eigenen Karikatur werden, man sollte die Auswirkung der kleinen Bemerkungen Macrons und seiner Komplizen nicht untersch&#228;tzen) geht von jenen aus, welche sie durch diese Isolierung als in ihrem gesellschaftlichen Werdegang benachteiligt einsch&#228;tzen und sich als imstande betrachten, dieser Sache abzuhelfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl es stimmt, dass die Bewegung bis jetzt v.a. vom sogenannten &#8222;peripheren Frankreich&#8220; (Christophe Guilluy) repr&#228;sentiert wird, darf dieses &#8222;Frankreich&#8220;, entgegen Guilluys Thesen, nicht mit dem armen Frankreich verwechselt werden (wenn Zemmour Guilluys Thesen &#252;bernimmt, achtet er darauf, sich in diesem Punkt von ihm zu unterscheiden, um aus dieser &#8222;Revolte&#8220; allen voran ein identit&#228;res Ph&#228;nomen zu machen, was auch bei Guilluy existiert, aber &#8222;sekund&#228;r&#8220;). Dieses &#8222;periphere Frankreich&#8220; steht nicht ganz und gar abseits der Warenfl&#252;sse und M&#246;glichkeiten der Globalisierung. Das &#8222;periphere Frankreich&#8220; ist allen voran eine &lt;i&gt;performative Formel&lt;/i&gt;, welche dem, was sie beschreiben soll, eine Existenz verschafft: d.h. eine Bev&#246;lkerung (Arbeiter sowie Chefs kleiner Unternehmen und Handwerker), welche den T&#228;tigkeiten der bedeutenden Metropolen untergeordnet ist &lt;i&gt;und sich von den Vorst&#228;dten unterscheidet&lt;/i&gt;. Vom Arbeiter bis zum Chef des kleinen Unternehmens ist die Zugeh&#246;rigkeit zu diesen Warenfl&#252;ssen, Anstellungen und M&#246;glichkeiten zuf&#228;llig und kann konstant in Frage gestellt werden. In Anbetracht dieser Prekarit&#228;t der Zugeh&#246;rigkeit sind die Transporte und die vom Auto abh&#228;ngige Mobilit&#228;t wesentlich. In Anbetracht der Metropolen der yuppisierten Eliten und den Vorst&#228;dten der Einwanderer wird dieses &#8222;Frankreich&#8220; zum Wahrzeichen der wahren Arbeit und des Kampfes um seine Erhaltung, es macht aus ihr einen Wert des Volkes und der Nation. Indem es sich als &#8222;peripher&#8220; bezeichnet, wird das Volk &#8222;authentisch&#8220;. Man darf die territoriale Dimension und die &#220;berdeterminierung der Klassenpraktiken und -b&#252;ndnisse, welche davon ausgel&#246;st werden k&#246;nnen (nicht immer, indem die Arbeiterklasse untergeordnet wird, siehe z.B. die Ardennen Ende der 1970er Jahre), nicht vernachl&#228;ssigen. Diese Dimension ist f&#252;r die Bewegung der Gelbwesten konstitutiv, doch man muss sie als das betrachten, was sie ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Mobilit&#228;t und somit die Territorialit&#228;t in den K&#228;mpfen eine Rolle spielen, ist das sie strukturierende und die Streitgegenst&#228;nde definierende gesellschaftliche Verh&#228;ltnis nicht das Kapital oder die Lohnarbeit, sondern das die Raumordnung bestimmende &lt;i&gt;Grundeigentum&lt;/i&gt;. Der Interklassismus ist das Symptom dieses gesellschaftlichen Produktionsverh&#228;ltnisses. Denn da es das Grundeigentum ist, welches sie strukturiert und sich selbst als ihr Streitgegenstand setzt, betreffen die Klassenk&#228;mpfe zur Stadtplanung oder der Raumordnung ein &#8222;sekund&#228;res&#8220; Produktionsverh&#228;ltnis: Die Grundrente ist nur ein Teil des im Verh&#228;ltnis zwischen Kapital und Arbeit ausgepressten Mehrwerts. Dieser &#8222;sekund&#228;re&#8220; Charakter manifestiert sein eigentliches Wesen, indem er K&#228;mpfe rund um das Einkommen und den Konsum organisiert. Es ist die Grundrente, welche auf einem Territorium die Funktionen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, die Orte der Einquartierung und der Zirkulation der verschiedenen gesellschaftlichen Klassen, ihre Handlungs- und Anwesenheitsm&#246;glichkeit in den Metropolen verteilt, es ist sie, welche konkrete Stellungen zuweist, die Materialit&#228;t der gesellschaftlichen Beziehungen und der Nachbarschaften determiniert. Durch sie werden Lohn- und Einkommensklassen, die verschiedenen autonomisierten Funktionen des Kapitals zu lokalisierten Realit&#228;ten. Wenn ich hier wohne, weil ich ein Arbeiter, da, weil ich ein Trader, und dort, weil ich ein schwarzer Arbeiter bin, so h&#228;ngt das von meinem Lohn oder meinen Einkommensquellen ab, doch es ist so, weil die Grundrente existiert, es ist nicht eine &lt;i&gt;direkte&lt;/i&gt; Auswirkung meines Lohns; es ist eine Auswirkung, welche erst durch die Grundrente vermittelt effektiv wird. Die Zuordnung gem&#228;ss dem Einkommen scheint so offensichtlich, dass man die sie bestimmende innere Mechanik vergisst. Alle gesellschaftlichen Produktionsverh&#228;ltnisse des Kapitalismus sind &#8222;am Boden gefesselt&#8220;, genau wie die Klassen und ihre Unterscheidung. Niemand ist an die Scholle gebunden, doch der Proletarier wird sein Viertel, seine Barackensiedlung oder sein Einfamilienhaus nur verlassen, um in ein anderes Arbeiterquartier zu gehen. Das Kapital macht aus uns &lt;i&gt;auf allgemeine Art und Weise&lt;/i&gt; Proletarier, die Grundrente sorgt daf&#252;r, dass man &lt;i&gt;immer&lt;/i&gt; &#8211; provisorisch &#8211; &lt;i&gt;von irgendwo ist&lt;/i&gt; (&#8222;von irgendwo sein&#8220; betrifft hier nur die Beziehung zu den Territorien, die &#8222;kulturellen&#8220; Fragen werden hier beiseitegelassen). Doch genau wie die Grundrente einem Ort oder Zirkulationen zwischen verschiedenen Orten eine Funktion oder eine Klasse zuweist, so schreibt sie umgekehrt diese Orte einer Klasse oder einem Klassenfragment zu, sie designiert sie &lt;i&gt;als die ihrigen&lt;/i&gt;. W&#228;hrend sie die Stadt strukturiert, f&#252;hrt die globale Ordnung, woran die Grundrente aktiv beteiligt ist, zu &lt;i&gt;immer von ihr determinierten&lt;/i&gt; Aneignungsformen, die jedoch f&#252;r sie immer insofern auch eine Bedrohung sind, als dass diese Determinierungen von den beherrschten Klassen als immer territorialisierte eigene Lebensweisen verinnerlicht und &lt;i&gt;rekonstruiert&lt;/i&gt; werden. Die Territorialisierung wird zu einer Form des Selbstbewusstseins.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &#8222;vogelfreie&#8220; Proletarier, gem&#228;ss Engels der Archetyp der revolution&#228;ren Klasse, ist nicht eine unmittelbare Wirklichkeit wie es Engels in &lt;i&gt;Zur Wohnungsfrage&lt;/i&gt; behauptet, er ist auch kein Mythos, sondern eine legitime Abstraktion, d.h. ein Konzept, das es erlaubt, seinen &#8222;Hausarrest&#8220; zu verstehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend er den deutschen Proudhonianer kritisiert, welcher ihm als Punchingball dient und der bedauert, dass der Proletarier keinen Ort zum Wohnen hat und somit &#8222;hinter die Wilden&#8220; zur&#252;ckf&#228;llt, schreibt Engels: &#8222;Um die moderne revolution&#228;re Klasse des Proletariats zu schaffen, war es absolut notwendig, da&#223; die Nabelschnur [AdA: Ah! Dieses h&#228;ufige Bild der Nabelschnur f&#252;r die Beziehung der menschlichen Art mit der Natur.] durchgeschnitten wurde, die den Arbeiter der Vergangenheit noch an den Grund und Boden kn&#252;pfte. Der Handweber, der sein H&#228;uschen, G&#228;rtchen und Feldchen neben seinem Webstuhl hatte, war bei aller Misere und bei allem politischen Druck ein stiller, zufriedener Mann &#8218;in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit&#8216;, zog den Hut vor den Reichen, Pfaffen und Staatsbeamten und war innerlich durch und durch ein Sklave. Gerade die moderne gro&#223;e Industrie, die aus dem an den Boden gefesselten Arbeiter einen vollst&#228;ndig besitzlosen, aller &#252;berkommenen Ketten los und ledigen &lt;i&gt;vogelfreien&lt;/i&gt; Proletarier gemacht, gerade diese &#246;konomische Revolution ist es, die die Bedingungen geschaffen hat, unter denen allein die Ausbeutung der arbeitenden Klasse in ihrer letzten Form, in der kapitalistischen Produktion, umgest&#252;rzt werden kann. Und jetzt kommt dieser tr&#228;nenreiche Proudhonist und jammert, wie &#252;ber einen gro&#223;en R&#252;ckschritt, &#252;ber die Austreibung der Arbeiter von Haus und Herd, die gerade die allererste Bedingung ihrer geistigen Emanzipation war. [&#8230;] Der englische Proletarier von 1872 steht unendlich h&#246;her als der l&#228;ndliche Weber mit &#8218;Haus und Herd&#8216; von 1772. Und wird der Troglodyte mit seiner H&#246;hle, der Australier mit seiner Lehmh&#252;tte, der Indianer mit seinem eignen Herd jemals einen Juniaufstand und eine Pariser Kommune auff&#252;hren?&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Friedrich Engels, Zur Wohnungsfrage in MEW, Bd. 18, Berlin, Dietz, 1973, (...)&#034; id=&#034;nh8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Ohne auf den Sturm auf die Bastille oder die Rue du Faubourg de Saint-Antoine zur&#252;ckzukommen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb9&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Jean-Paul Sartre, Kritik der dialektischen Vernunft.&#034; id=&#034;nh9&#034;&gt;9&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, sind der Juniaufstand 1848 oder die Pariser Kommune keine aussagekr&#228;ftige Beispiele der revolution&#228;ren Aktion des Proletariers, welcher, obwohl ohne Eigentum, &#8222;vogelfrei&#8220; sei und &#8222;weder Haus noch Herd&#8220; habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl das Grundeigentum ein gesellschaftliches Produktionsverh&#228;ltnis ist, ist es das nicht auf die gleiche Art und Weise wie das Kapital oder die Lohnarbeit. Man kann es als &#8222;sekund&#228;res&#8220; gesellschaftliches Verh&#228;ltnis bezeichnen. Denn: &#8222;Wenn das Kapital in der einzigen Beziehung gefa&#223;t wird, worin es Mehrwert produziert, n&#228;mlich in seinem Verh&#228;ltnis zum Arbeiter, worin es Mehrarbeit erpre&#223;t durch den Zwang, den es auf die Arbeitskraft, d.h. auf den Lohnarbeiter aus&#252;bt, so umfa&#223;t dieser Mehrwert au&#223;er Profit (Unternehmergewinn plus Zins) auch die Rente [...]&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb10&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Karl Marx, Das Kapital, Bd. III in MEW, Bd. 25, Berlin, Dietz, 1983, S. 831.&#034; id=&#034;nh10&#034;&gt;10&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Absolute oder Differentialrente: &#8222; [&#8230;] f&#228;ngt der durch seinen Titel auf einen Teil des Erdballs zum Eigent&#252;mer dieser Naturgegenst&#228;nde Gestempelte diesen Surplusprofit dem fungierenden Kapital in der Form der Rente ab. Was Land zu Bauzwecken betrifft, so hat A. Smith auseinandergesetzt, wie die Grundlage seiner Rente, wie die aller nicht agrikolen L&#228;ndereien, durch die eigentliche Ackerbaurente geregelt ist.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb11&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 781.&#034; id=&#034;nh11&#034;&gt;11&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Sei es als &#8222;Exploitation der Erde zum Zweck der Reproduktion oder Extraktion&#8220; oder als &#8222;Raum, der als ein Element aller Produktion und alles menschlichen Wirkens erheischt ist. Und nach beiden Seiten hin verlangt das Grundeigentum seinen Tribut.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb12&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 782.&#034; id=&#034;nh12&#034;&gt;12&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Es handelt sich sehr wohl um ein Tribut, d.h. um einen Teil des vom Kapital dem Arbeiter ausgepressten Mehrwerts, der in die Tasche des Grundeigent&#252;mers wandert, in dessen Schuld auch der Handwerker oder der Chef des kleinen Unternehmens stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Engels hatte 1872 drei Artikel zur Wohnungsfrage f&#252;r das Zentralorgan der deutschen sozialdemokratischen Partei geschrieben, sie erschienen 1887 zusammen als Brosch&#252;re: &lt;i&gt;Zur Wohnungsfrage&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Der Arbeiter tritt dem Kr&#228;mer gegen&#252;ber als K&#228;ufer auf, d.h. als Besitzer von Geld oder Kredit, und daher keineswegs in seiner Eigenschaft als Arbeiter, d.h. als Verk&#228;ufer von Arbeitskraft. Die Prellerei mag ihn, wie &#252;berhaupt die &#228;rmere Klasse, h&#228;rter treffen als die reicheren Gesellschaftsklassen, aber sie ist nicht ein &#220;bel, das ihn ausschlie&#223;lich trifft, das seiner Klasse eigent&#252;mlich ist. Geradeso ist es mit der Wohnungsnot. Die Ausdehnung der modernen gro&#223;en St&#228;dte gibt in gewissen, besonders in den zentral gelegenen Strichen derselben dem Grund und Boden einen k&#252;nstlichen, oft kolossal steigenden Wert [AdA: Im Kapitel &#8222;Die absolute Grundrente&#8220; erkl&#228;rt Marx diesen &#8222;k&#252;nstlichen Wert&#8220; als eine Variante der Differentialrente, die er dort &#8222;Monopolpreis&#8220; nennt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb13&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 771.&#034; id=&#034;nh13&#034;&gt;13&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.]; die darauf errichteten Geb&#228;ude, statt diesen Wert zu erh&#246;hn, dr&#252;cken ihn vielmehr herab, weil sie den ver&#228;nderten Verh&#228;ltnissen nicht mehr entsprechen; man rei&#223;t sie nieder und ersetzt sie durch andre. Dies geschieht vor allem mit zentral gelegenen Arbeiterwohnungen, deren Miete, selbst bei der gr&#246;&#223;ten &#220;berf&#252;llung, nie oder doch nur &#228;u&#223;erst langsam &#252;ber ein gewisses Maximum hinausgehn kann. Man rei&#223;t sie nieder und baut L&#228;den, Warenlager, &#246;ffentliche Geb&#228;ude an ihrer Stelle [AdA: Engels konnte die von offiziellen oder parallelen kulturellen Einrichtungen oder einer nicht immer sehr reichen Bev&#246;lkerung, die aber mit viel kulturellem Kapital ausgestattet ist, gespielte Rolle als Br&#252;ckenkopf mit ihren Vereinen und Demonstrationen zur &#8222;Verteidigung des Quartiers&#8220; in diesem Prozess der &#8222;Stadtaufwertung&#8220; nicht vorhersehen.] [&#8230;] Das Resultat ist, da&#223; die Arbeiter vom Mittelpunkt der St&#228;dte an den Umkreis gedr&#228;ngt, da&#223; Arbeiter- und &#252;berhaupt kleinere Wohnungen selten und teuer werden und oft gar nicht zu haben sind, denn unter diesen Verh&#228;ltnissen wird die Bauindustrie, der teurere Wohnungen ein weit besseres Spekulationsfeld bieten, immer nur ausnahmsweise Arbeiterwohnungen bauen. Diese Mietsnot trifft den Arbeiter also sicher h&#228;rter als jede wohlhabendere Klasse; &lt;i&gt;aber sie bildet, ebensowenig wie die Prellerei des Kr&#228;mers, einen ausschlie&#223;lich auf die Arbeiterklasse dr&#252;ckenden &#220;belstand&lt;/i&gt; [vom Autor unterstrichen] und mu&#223;, soweit sie die Arbeiterklasse betrifft, bei gewissem H&#246;hegrad und gewisser Dauer, ebenfalls eine gewisse &#246;konomische Ausgleichung finden. [AdA: Engels erkl&#228;rt sp&#228;ter, dass das zu einer Lohnerh&#246;hung f&#252;hren m&#252;sse.] Es sind vorzugsweise diese der Arbeiterklasse mit andern Klassen, namentlich dem Kleinb&#252;rgertum, gemeinsamen Leiden, mit denen sich der kleinb&#252;rgerliche Sozialismus, zu dem auch Proudhon geh&#246;rt, mit Vorliebe besch&#228;ftigt. Und so ist es durchaus nicht zuf&#228;llig, da&#223; unser deutscher Proudhonist sich vor allem der Wohnungsfrage, die, wie wir gesehn haben, keineswegs eine ausschlie&#223;liche Arbeiterfrage ist, bem&#228;chtigt und da&#223; er sie, im Gegenteil, f&#252;r eine wahre, ausschlie&#223;liche Arbeiterfrage erkl&#228;rt. &#8218;Was der &lt;i&gt;Lohnarbeiter&lt;/i&gt; gegen&#252;ber dem &lt;i&gt;Kapitalisten&lt;/i&gt;, das ist der &lt;i&gt;Mieter&lt;/i&gt; gegen&#252;ber &lt;i&gt;Hausbesitzer&lt;/i&gt;.&#8216; Dies ist total falsch. Bei der Wohnungsfrage haben wir zwei Parteien einander gegen&#252;ber, den Mieter und den Vermieter oder Hauseigent&#252;mer. Der erstere will vom letztern den zeitweiligen Gebrauch einer Wohnung kaufen; er hat Geld oder Kredit [&#8230;] Es ist ein einfacher Warenverkauf; es ist nicht ein Gesch&#228;ft zwischen Proletarier und Bourgeois, zwischen Arbeiter und Kapitalisten; der Mieter - selbst wenn er Arbeiter ist - tritt als &lt;i&gt;verm&#246;gender Mann&lt;/i&gt; auf, er mu&#223; seine ihm eigent&#252;mliche Ware, die Arbeitskraft, schon verkauft haben, um mit ihrem Erl&#246;s als K&#228;ufer des Nie&#223;brauchs einer Wohnung auftreten zu k&#246;nnen, oder er mu&#223; Garantien f&#252;r den bevorstehenden Verkauf dieser Arbeitskraft geben k&#246;nnen. Die eigent&#252;mlichen Resultate, die der Verkauf der Arbeitskraft an den Kapitalisten hat, fehlen hier g&#228;nzlich. [&#8230;] Hier [AdA: Im Verh&#228;ltnis des Arbeiters zum Kapitalisten.] wird also ein &#252;bersch&#252;ssiger Wert erzeugt, die Gesamtsumme des vorhandenen Werts wird vermehrt. Ganz anders beim Mietgesch&#228;ft. Um wieviel auch der Vermieter den Mieter &#252;bervorteilen mag, es ist immer nur ein &#220;bertragen bereits &lt;i&gt;vorhandenen&lt;/i&gt;, vorher &lt;i&gt;erzeugten&lt;/i&gt; Werts, und die Gesamtsumme der von Mieter und Vermieter &lt;i&gt;zusammen&lt;/i&gt; besessenen Werte bleibt nach wie vor dieselbe. [&#8230;] Es ist also eine totale Verdrehung des Verh&#228;ltnisses zwischen Mieter und Vermieter, es mit dem zwischen Arbeiter und Kapitalisten gleichstellen zu wollen. Im Gegenteil, wir haben es mit einem ganz gew&#246;hnlichen Warengesch&#228;ft zwischen zwei B&#252;rgern zu tun, und dies Gesch&#228;ft wickelt sich ab nach den &#246;konomischen Gesetzen, die den Warenverkauf &#252;berhaupt regeln, und speziell den Verkauf der Ware: Grundbesitz.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb14&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Friedrich Engels, Zur Wohnungsfrage, op. cit., S. 214-216.&#034; id=&#034;nh14&#034;&gt;14&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Was Engels vom Mieter und Vermieter schreibt, k&#246;nnen wir auf das Verh&#228;ltnis des Steuerzahlers zum Staat bez&#252;glich des &#246;ffentlichen Dienstes ausdehnen.&lt;/i&gt; Es ist offensichtlich, dass der aus dem Stadtzentrum vertriebene oder in einer von den Netzwerken abgeschnittenen Favela lebende Proletarier mehr leiden wird als der Bourgeois, der sich private Dienste leisten kann oder die pers&#246;nlichen Mittel hat, um den Mangel oder den Verfall der &#246;ffentlichen Dienste zu ersetzen, doch in jener territorialen Farbe, welche dann seine Revolte annimmt, ist er nicht Teil eines gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisses des Arbeiters zum Kapitalisten, sondern des Steuerzahlers zum Staat, des Konsumenten zu den &#246;ffentlichen Diensten. Es handelt sich, wie Engels schreibt, um ein &#8222;ganz gew&#246;hnliche[s] Warengesch&#228;ft&#8220;, obwohl der Proletarier v&#246;llig zurecht den Eindruck hat, dass er geprellt wird. Die Territorialisierung der Revolte ist notwendigerweise interklassistisch (wie es Engels unterstreicht, indem er von &#8222;Warengesch&#228;ften&#8220; spricht), doch der Interklassismus ist nicht an sich definitionsgem&#228;ss ein &#8222;Makel&#8220; des Klassenkampfes, er kann sehr wohl eine Spannung hin zu seiner &#220;berwindung sein, alles h&#228;ngt von der ihn formalisierenden Instanz ab, welche wiederum von den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und historischen Bedingungen des Ausbruchs der Klassenwiderspr&#252;che abh&#228;ngt, d.h. von ihrer wirklichen Existenz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das den Kampf strukturierende und die Streitgegenst&#228;nde definierende gesellschaftliche Verh&#228;ltnis ist nicht das Kapital oder die Lohnarbeit, sondern das die Raumordnung bestimmende &lt;i&gt;Grundeigentum&lt;/i&gt;. Der Interklassismus ist das Symptom dieses gesellschaftlichen Produktionsverh&#228;ltnisses, er unterscheidet sich darin von dem, was er als Entwicklung der gesellschaftlichen Produktionsverh&#228;ltnisse Kapital und Lohnarbeit ist, f&#252;r welche er sowohl sein als auch nicht sein kann. Hier, mit dem Grundeigentum, ist er notwendig. Da sie vom Grundeigentum strukturiert werden und dieses sich selbst als Streitgegenstand setzt, betreffen die Klassenk&#228;mpfe als von der Raumordnung ausgel&#246;ste K&#228;mpfe ein &#8222;sekund&#228;res&#8220; Produktionsverh&#228;ltnis. Dieser &#8222;sekund&#228;re&#8220; Charakter zeigt sein eigentliches Wesen in der Organisation von K&#228;mpfen rund um das Einkommen und die Tauschverh&#228;ltnisse. F&#252;r die Arbeiterklasse ist dieser Kampf ein Kampf um die Reproduktionsbedingungen: Es ist wahr, dass &#8222;die ungeheure Macht, die dies Grundeigentum gibt, wenn es mit dem industriellen Kapital in derselben Hand vereinigt, dieses bef&#228;higt, die Arbeiter im Kampf um den Arbeitslohn praktisch von der Erde als ihrem Wohnsitz auszuschlie&#223;en. Ein Teil der Gesellschaft verlangt hier von den andern einen Tribut f&#252;r das Recht, die Erde bewohnen zu d&#252;rfen [...]&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb15&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Karl Marx, Das Kapital, Bd. III, op. cit., S. 781-782.&#034; id=&#034;nh15&#034;&gt;15&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Und somit &lt;i&gt;ein Tribut, um auf der Erde zirkulieren zu d&#252;rfen&lt;/i&gt;. Doch der Status des den Kampf (durch die eigentlichen Ziele und Forderungen dieses Kampfes) strukturierenden Grundeigentums selbst f&#252;hrt dazu, dass diese Reproduktion der Arbeitskraft von der Wertsch&#246;pfung desartikuliert (autonomisiert) ist, der Kampf ist erstarrt auf der Ebene der Einkommen und den den &#8222;ganz gew&#246;hnlichen&#8220; Warentauschen inh&#228;renten Verh&#228;ltnissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine wirtschaftliche Forderung also, wo der Lohn nur ein (selbstverst&#228;ndlich ungerechtes) Distributionsverh&#228;ltnis ist und als Konsequenz davon wird die Produktionsweise verschleiert, reduziert auf die Unterschlagung der Arbeit des Volkes (das nichts anderes ist als die Summe der Individuen, so wie ihre jeweilige T&#228;tigkeit ein Einkommen generiert, jeder hat seine eigene Quelle, jeder tr&#228;gt zum allgemeinen Reichtum durch den Gebrauchswert seiner T&#228;tigkeit oder seines Produkts bei, die Grenznutzenschule ist die politische &#214;konomie des Volkes) durch die Finanz und die grossen Unternehmen, oder besser gesagt ihre Chefs&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb16&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe den &#8222;Aufruf von St-Nazaire&#8220;.&#034; id=&#034;nh16&#034;&gt;16&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Soweit kann es folgendermassen zusammengefasst werden: eine wirtschaftliche Forderung mit einer &#8222;politischen Seele&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb17&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Eine besondere Sequenz&#8220; (TC 25) erkl&#228;rt das Ph&#228;nomen.&#034; id=&#034;nh17&#034;&gt;17&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch genau da werden die Dinge kompliziert. Es gibt jene, welche es einfach nur &#8222;widerlich&#8220; finden, und jene, welche &#8222;dabei sind&#8220;, sofern &#8222;blockiert wird&#8220;, wie sie auch am 6. Februar 1934 &#8220;dabei gewesen w&#228;ren&#8220;, sofern die Abgeordnetenkammer angegriffen wird. Da es sich nur um Einkommen handelt, f&#252;hren die Distributionsverh&#228;ltnisse, der Lohn als Einkommen, dazu, dass die Lohnabh&#228;ngigen sich vermischt mit anderen, einen identischen Mangel hinnehmen m&#252;ssenden Einkommensquellen wiederfinden (Handwerker, Chefs kleiner Unternehmen) und dazu gebracht werden, sie zu frequentieren, obwohl deren Mangel hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Art und Weise verschieden ist (Kauf von Subsistenzg&#252;tern oder Erneuerung oder Erweiterung der &#8222;Arbeitswerkzeuge&#8220; genannten Produktionsg&#252;tern). Im Kapitel &#8222;Die trinitarische Formel&#8220; unterstreicht Marx, nachdem er an die jeglicher Warenproduktion inh&#228;rente Mystifizierung erinnert hat&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb18&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Karl Marx, Das Kapital, Bd. III, op. cit., S. 835.&#034; id=&#034;nh18&#034;&gt;18&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, dass &#8222; sich diese verzauberte und verkehrte Welt&#8220; in der kapitalistischen Produktionsweise &#8222;noch viel weiter [entwickelt]&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb19&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh19&#034;&gt;19&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. &lt;i&gt;Er f&#252;gt jedoch sofort eine Beschr&#228;nkung bei&lt;/i&gt;: &#8222;Betrachtet man das Kapital zun&#228;chst im unmittelbaren Produktionsproze&#223; - als Auspumper von Mehrarbeit, so ist dies Verh&#228;ltnis noch sehr einfach, und der wirkliche Zusammenhang dr&#228;ngt sich den Tr&#228;gern dieses Prozesses, den Kapitalisten selbst auf und ist noch in ihrem Bewu&#223;tsein. Der heftige Kampf um die Grenzen des Arbeitstags beweist dies schlagend.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb20&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh20&#034;&gt;20&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Es ist erw&#228;hnenswert, dass Marx hier den Arbeitstag als Beispiel nimmt und nicht die Lohnk&#228;mpfe, gegen&#252;ber welchen er stets eine sehr kritische Position hat. Nicht dass er dagegen w&#228;re&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb21&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe die Polemik mit Proudhon in Das Elend der Philosophie.&#034; id=&#034;nh21&#034;&gt;21&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, einfach &#8222;kritisch&#8220; in jenem Sinne, dass er den Charakter des ewigen Neubeginns unterstreicht, da sie vom Wertgesetz der Arbeitskraft erzwungen werden und ihm letztendlich Respekt zollen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb22&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe die Konferenzen im Rahmen der IAA: Lohn, Preis und Profit, 1865.&#034; id=&#034;nh22&#034;&gt;22&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kommen wir auf die &#8222;komplizierten Dinge&#8220; zur&#252;ck: Die Distributionsverh&#228;ltnisse sind nur &#8222;die Kehrseite der Produktionsverh&#228;ltnisse&#8220;, die beiden &#8222;Ebenen&#8220; sind nicht in einer Situation (Beziehung) eines gegenseitigen Ausschlusses, sondern in einer, die man &#8222;dialektisches Spiel&#8220; nennen kann: Die einen reflektieren sich in den anderen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb23&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe &#8222;Se positionner : rapports de production et rapports de (...)&#034; id=&#034;nh23&#034;&gt;23&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf den Distributionsverh&#228;ltnissen basierend wird eine Unterscheidung zwischen Armen und Reichen konstruiert, eine Unterscheidung, welche den Ursprung und die Substanz des Reichtums nicht in Frage stellt: Wert und Mehrwert. Zwischen Reichen und Armen (jenen, welche im Privatjet reisen, und jenen, welche es sich nicht leisten k&#246;nnen, das Auto vollzutanken) ist die Frage der Verteilung unabh&#228;ngig von jener der Substanz des Reichtums selbst. Die Distributionsverh&#228;ltnisse sind gleichbedeutend mit dem fetischisierten Verh&#228;ltnis der Einkommen zu ihrer Quelle. Die Arbeit ist nur noch mit einem gewissen Teil des produzierten Werts verbunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Bewegungen wie jener der Gelbwesten muss man sich der &#8222;Scheidelinie&#8220; ann&#228;hern, welche einerseits abgrenzt, inwiefern die Distributionsverh&#228;ltnisse als Kehrseite der Produktionsverh&#228;ltnisse designiert werden, und andererseits inwiefern sie den Absolutheitsanspruch als Totalit&#228;t der gesellschaftlichen Wirklichkeit haben. Diese Verabsolutierung und ihre politischen und kulturellen Implikationen sind nicht selbstverst&#228;ndlich, die Kehrseite ist stets pr&#228;sent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist weder verr&#252;ckter Optimismus noch eine Neigung zum Aktivismus, wenn man ins Auge fasst, dass die urspr&#252;ngliche &#8222;Scheidelinie&#8220; der Gelbwesten zwischen einer gesellschaftlichen und politischen Arbeit einerseits verl&#228;uft, welche die Tatsache nicht nur &lt;i&gt;anerkennt&lt;/i&gt;, sondern die Distributionsverh&#228;ltnisse als &lt;i&gt;absoluten Pol errichtet&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;proklamiert&lt;/i&gt;, und zwischen K&#228;mpfen und Praktiken andererseits, welche die Distributionsverh&#228;ltnisse eben genau als &#8222;Kehrseite der Produktionsverh&#228;ltnisse&#8220; designieren, d.h. sie verorten sich in der &lt;i&gt;Reflexivit&#228;t&lt;/i&gt;. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es diverse intermedi&#228;re Situationen geben kann. Die Unterscheidung kann eine gleiche Praxis und/oder eine gleiche gesellschaftliche Gruppe (Untergliederungen der Klassen) durchdringen. In einem Kampf kann sie synchronisch oder diachronisch sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ausser online und hinter einem Pseudonym versteckt, wer wird dem pensionierten Stahlarbeiter und seiner beim Staat angestellten Frau, welche finanziell nicht &#252;ber die Runden kommen und ein bisschen ihre arbeitslosen Kinder unterst&#252;tzen, sagen, sie seien &#8222;widerlich&#8220;? Man muss zwischen dem, was individuell zur bedeutenden Pr&#228;senz von Arbeitern, Pensionierten, Angestellten f&#252;hrt (proportional, denn in absoluten Zahlen sind die Kundgebungen und Demonstrationen bescheiden), und der sich konstruierenden Gesamtkonfiguration im gegenw&#228;rtigen Kontext und innerhalb ihrer Mobilisierung unterscheiden. Man muss zwischen den Motiven f&#252;r diese Pr&#228;senz und dem daraus resultierenden &lt;i&gt;politischen&lt;/i&gt; Diskurs unterscheiden. Ihre Unterscheidung erlaubt es eben genau, die Notwendigkeit dieses Diskurses ausgehend von diesen Motiven zu verstehen. Die politische Umwandlung und alles, was dazu geh&#246;rt, setzt sich unabh&#228;ngig vom individuellen Willen jedes Teilnehmers durch, es handelt sich um die von ihnen unabh&#228;ngige Gemeinschaft, welche durch ihre Pr&#228;senz und ihre Motive selbst existiert. Es muss noch pr&#228;zisiert werden, dass in einer disparaten Bewegung wie dieser, diese &#8222;Unabh&#228;ngigkeit&#8220; (die Anf&#252;hrungs- und Schlusszeichen sind hier beabsichtigt) in einer Fraktion der Bewegung ihre Repr&#228;sentanten und ihren Inbegriff findet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau wegen dieser &#8222;Unabh&#228;ngigkeit&#8220; impliziert die Verabsolutierung die Deklination aller aus den Distributionsverh&#228;ltnissen resultierenden ideologischen Rekonstruktionen, deren wesentliche Manifestationen werden im Text &#8222;Eine besondere Sequenz&#8220; gut beschrieben und artikuliert. Wir werden nicht weiter darauf eingehen. Im zweiten Fall designiert die Forderung gegen Ungerechtigkeit, Armut, den entnationalisierten Staat die Produktionsverh&#228;ltnisse &lt;i&gt;innerhalb der Art und Weise selbst, wie die Distributionsverh&#228;ltnisse angegriffen werden&lt;/i&gt;. Und man kann unm&#246;glich sagen, die Sache sei in den Mobilisierungen der Gelbwesten nicht pr&#228;sent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist exakt, dass es immer noch die Distributionsverh&#228;ltnisse sind, welche im Vordergrund stehen, denn die Individuen gehen immer von ihrer eigenen Existenz aus. Es ist wahr, die Individuen gehen von ihrem allt&#228;glichen Leben, ihren Einkommen, d.h. von den Distributionsverh&#228;ltnissen, dem als &#8222;Schicksal&#8220; erlebten Fetischismus aus. Aber sind die Produktionsverh&#228;ltnisse zwingend sehr weit davon entfernt? Es existiert immer ein Spiel, keine Dichotomie, zwischen Produktions- und Distributionsverh&#228;ltnissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit den Gelbwesten hat sich der Kampf gegen die Ungerechtigkeit der Distribution mit den Produktionsverh&#228;ltnissen artikuliert. Als Selbstverst&#228;ndnis und Verst&#228;ndnis dieser Ungerechtigkeit, bewusst oder nicht, in der Praxis, in den Formen seines kaum kontrollierten Modus Operandi. In Chalen&#231;on im Departement Vaucluse hat sich der Sprecher, selber Chef einer kleinen Schmiede mit zwei Angestellten, ab Sonntagabend (18. November) von der Weiterf&#252;hrung der Blockaden unter der Woche entsolidarisiert &#8211; nur um seine Meinung am n&#228;chsten Tag wieder zu &#228;ndern. Dieser Kampf gegen die Ungerechtigkeit der &#8222;Warendistribution&#8220; hat sich mit den Produktionsverh&#228;ltnissen verbunden, indem die &#8222;Distribution der Produktionselemente&#8220; in den Vordergrund gestellt wurden: das Ausbleiben von Eigentum und Produktionsmitteln, die Abh&#228;ngigkeit gegen&#252;ber einer von der Mobilit&#228;t abh&#228;ngigen Anstellung, die Armut und die territoriale Zuweisung (der Kredit des Hauses oder der Wohnung, die aufgrund der Schliessung oder Delokalisierung des die Zone strukturierenden Unternehmens unverk&#228;uflich geworden sind).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Dem einzelnen Individuum gegen&#252;ber erscheint nat&#252;rlich die Distribution [AdA: Es handelt sich sowohl um die Warendistribution als auch um die Distribution der Produktionswerkzeuge, die Marx soeben als voneinander abh&#228;ngig definiert hat.] als ein gesellschaftliches Gesetz, das seine Stellung innerhalb der Produktion bedingt [AdA: Hier sind wir also!], innerhalb deren es produziert, die also der Produktion vorausgeht. [AdA: Obacht: &#8222;dem einzelnen Individuum gegen&#252;ber erscheint&#8220; es so, aber eben genau ausgehend von den Distributionsverh&#228;ltnissen und ihrer Ungerechtigkeit, das ist der Ausgangspunkt.] Das Individuum hat von Haus aus kein Kapital, kein Grundeigentum. Es ist von Geburt auf die Lohnarbeit angewiesen durch die gesellschaftliche Distribution.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb24&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Karl Marx, &#8222;Einleitung von 1857&#8220; in MEW, Bd. 13, Berlin, Dietz, 1971, S. 627.&#034; id=&#034;nh24&#034;&gt;24&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Das Spiel zwischen Produktions- und Distributionsverh&#228;ltnissen kann wesentlich ausgehend von einer Revolte gegen die Ungerechtigkeit, mittels dieser Form der Distribution (der Produktionswerkzeuge) verbunden mit der Warendistribution (Einkommen) auf dynamische Art und Weise abh&#228;ngig von historischen und lokalen Umst&#228;nden beeinflusst werden. Ein Protest gegen den Gebrauch des &#246;ffentlichen Geldes, gegen den Investitionsmangel in einem Quartier oder &#8222;Territorium&#8220;, kann eine dynamische Beziehung im Spiel zwischen Distributions- und Produktionsverh&#228;ltnissen herstellen, schliesslich steht das Verh&#228;ltnis zwischen notwendiger und Mehrarbeit auf dem Spiel&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb25&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Karl Marx, Das Kapital, Bd. III, op. cit., S. 369.&#034; id=&#034;nh25&#034;&gt;25&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verschiedene Tendenzen k&#246;nnen sich in einer gleichen Bewegung begegnen, bek&#228;mpfen oder gegenseitig ignorieren. In diesem Spiel sind alle Arten von Umst&#228;nden denkbar, doch was definiert werden muss, ist, f&#252;r welche Materie sie den Rahmen bilden. Es ist nicht nur n&#246;tig, dass diese Materie daf&#252;r geeignet ist, &#8222;dynamisiert&#8220; zu werden, sondern auch, dass diese Materie, welche die gegenw&#228;rtige Besonderheit dieser Krise determiniert, jene Klassenbeziehungen determiniert, welche sie &#8222;dynamisieren&#8220; oder im Gegenteil &#8222;verabsolutieren&#8220;. Zwischen der Verabsolutierung und der Reflexivit&#228;t gibt es immer eine Tendenz, welche die Oberhand gewinnt und das ab der Entstehung einer Bewegung durch das, was ihre zentrale Eigenschaft darstellt. F&#252;r die Gelbwesten war es die politische Umwandlung der wirtschaftlichen Forderung, welche den Sieg der Verabsolutierung garantiert hat, eine Umwandlung, welche dann alle im Text &#8222;Eine besondere Sequenz&#8220; aufgez&#228;hlten Determinierungen enth&#228;lt: von der Arbeit als Wert bis zur Authentizit&#228;t des Volkes. Die Reflexivit&#228;t wurde unmittelbar als Moment des Absoluten der Distributionsverh&#228;ltnisse mit ihrer politischen Formalisierung absorbiert. Die ganz kleine Bourgeoisie (nicht die &#8222;Mittelklassen&#8220;) konnte also in dieser Bewegung im Namen des Volkes und allem, was es impliziert, &lt;i&gt;hegemonisch&lt;/i&gt; sein, d.h. den allgemeinen Rahmen der Forderung und der m&#246;glicherweise innerhalb der Bewegung auftretenden Konflikte (und ihrer Begriffe) festlegen. Indem man Hegel parodiert, kann man schreiben, dass sie zur &#8222;gebildete[n] Intelligenz und [zum] rechtliche[n] Bewu&#223;tsein der Masse eines Volkes&#8220; wurde&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb26&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Grundlinien der Philosophie des Rechts, &#167; 297.&#034; id=&#034;nh26&#034;&gt;26&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist paradoxerweise gerade dort, wo die Bewegung, wenn sie den Staat angreift, am &#8222;radikalsten&#8220; erscheint, wo sie sie sich als Volk definiert und als solches begrenzt. Es w&#252;rde also nur noch darum gehen, den Staat dem Volk zur&#252;ckzugeben&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb27&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe diesbez&#252;glich Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie.&#034; id=&#034;nh27&#034;&gt;27&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Indem das getan wird, werden die Ursachen der &#8222;Ungerechtigkeit&#8220; nicht in den gesellschaftlichen Verh&#228;ltnissen vorgebracht, welche dazu f&#252;hren, dass es einen Staat gibt, sondern in einer determinierten politischen Form (die schlechte Repr&#228;sentativit&#228;t, die Eliten, die Enarchie usw.), die es durch eine andere zu ersetzen gilt. Gegen&#252;ber dem direkt zum Staat gewordenen Volk ist die demokratische Kritik des Populismus keine einfache Sache. Pierre Rosanvallon machte schon vor ein paar Jahren darauf aufmerksam: &#8222;Wir m&#252;ssen eine demokratische Kritik des Populismus philosophisch vorbringen. Um was es in einer populistischen Perspektive geht, ist kurz zusammengefasst eine extrem armselige Vorstellung der Demokratie, eine Urvorstellung des Gemeinwillens. Der Populismus betrachtet die gesellschaftliche Energie als permanent abgew&#252;rgt durch die Eliten, die Apparate, die Parteien und die Institutionen. Es ist eine sehr fragw&#252;rdige Vorstellung der Demokratie. Die Demokratie besteht nicht nur aus der passiven Erfassung der Willens&#228;usserungen, sondern auch aus dem Aufbau des Zusammenlebens. Der gemeinsame Wille ist anfangs nicht gegeben. Er wird in der Debatte und in der Beratung aufgebaut. Auf dieser Grundlage kann man eine methodische und philosophische Kritik des Populismus vorbringen. Der Gemeinwille und die gesellschaftliche Energie sind nicht &#8218;schon seiend&#8216; [&#8230;] Wenn man eine dezisionistische Vorstellung der Demokratie hat, kann man nicht zwischen Populismus und Demokratie unterscheiden.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb28&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Pierre Rosanvallon, Le Monde vom 14.12.93.&#034; id=&#034;nh28&#034;&gt;28&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Die Demokratie hat ein Problem mit dem Populismus. Sagen wir einfach, dass der &#8222;Gemeinwille&#8220; eine Wirklichkeit ist, es handelt sich immer um die Interessen der herrschenden Klasse, welche als allgemeine Interessen geltend gemacht werden, die Demokratie ist in der kapitalistischen Produktionsweise der angemessenste Prozess dieser &#8222;Geltendmachung&#8220; und das eben genau aus den von Rosanvallon angef&#252;hrten Gr&#252;nden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die als &#8222;Gemeinwille&#8220; befriedete &lt;i&gt;Repr&#228;sentation&lt;/i&gt; einer als notwendigerweise konfliktreich anerkannten Gesellschaft (hier liegt die ganze St&#228;rke der Demokratie) stellt eine Arbeitst&#228;tigkeit dar, nicht einen Widerschein. D.h. dass die Verdinglichung und der Fetischismus in der demokratischen Funktionsweise des Staates &lt;i&gt;T&#228;tigkeiten&lt;/i&gt; sind, es ist die Politik in Form von Parteien, Debatten, Beratungen, Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse in der besonderen Sph&#228;re der Zivilgesellschaft, Entscheidungen. Die Demokratie scheint unabwendbar populistisch zu werden, da die Repr&#228;sentationsarbeit in Krise ist. &#220;berall destabilisiert das Verschwinden der Arbeiterbewegung und dadurch ihrer sozialdemokratischen und/oder kommunistischen Repr&#228;sentation die politische Grundlage des demokratischen Staates. Dieser stellt die Befriedung einer gesellschaftlichen Spaltung dar, welche die Demokratie in dem Sinne als wirklich anerkennt, als dass sie die Repr&#228;sentation davon in Form einer Auseinandersetzung von B&#252;rgern ist. Im Gegensatz zum Populismus stellt die Demokratie die Anerkennung des unvermeidlich konfliktreichen Charakters der &#8222;nationalen Gemeinschaft&#8220; dar, von diesem Standpunkt aus war die Anerkennung der Arbeiterklasse historisch der Kern des Aufbaus der Demokratie, sie war gar ihr Motor und ihr Kriterium. Die gegenw&#228;rtigen politischen Formen des Krisenverlaufs lassen eine Krise &lt;i&gt;der Hegemonie&lt;/i&gt; der kapitalistischen Klassen erkennen. Herrschaft und Hegemonie sind nicht identisch, es kann durchaus Herrschaft ohne Hegemonie geben (Gramsci). Die Hegemonie besteht darin, den unausweichlichen Rahmen der Debatten und Oppositionen hervorzubringen und dadurch dem anderen die Begriffe seiner Opposition selbst aufzuzwingen. Der Prozess zur Erlangung der Hegemonie dauerte f&#252;r die Bourgeoisie in Frankreich sehr lange, man kann sagen, dass er erst mit der Dritten Republik abgeschlossen war, er ist nun dabei zusammenzubrechen. Was nicht im entferntesten gleichbedeutend mit der Emergenz eines seine eigene Sprache sprechenden revolution&#228;ren Diskurses ist, es handelt sich eher um ein Puzzle, eine Ansammlung von Bruchst&#252;cken anstelle der Hegemonie, welche das Volk subsumieren und kr&#246;nen kommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit den Gelbwesten haben sich die Distributionsverh&#228;ltnisse und ihr ideologischer Tross in der Politik und der Kritik des gegenw&#228;rtigen Staates verabsolutiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Dialektik zwischen Produktions- und Distributionsverh&#228;ltnissen pfl&#252;gt letztendlich immer noch &#252;ber die Frage des &#8222;Glasbodens&#8220;. Im Verlauf der Bewegung kam es in Carpentras und Monteux zu Streiks von Angestellten an zwei Standorten von McCormick (Ducros und Vahin&#233;). Auf einem in der &lt;i&gt;Provence&lt;/i&gt; ver&#246;ffentlichten Foto (20.11.18) tragen etliche Streikende unter dem Transparent &#8222;Fabriken im Streik&#8220; eine Gelbweste. Ohne &#8222;Fabrikk&#228;mpfe&#8220; &#252;berbewerten zu wollen, so ist doch die gegenw&#228;rtige Vorherrschaft der Distributionsverh&#228;ltnisse nicht nur wie immer gleichbedeutend mit der Tatsache, dass es sich &#8222;um die notwendige Illusion&#8220; handelt, &#8222;in welcher wir leben&#8220;, sondern sie h&#228;ngt von den Bedingungen der Krise und dem Verlauf, zumindest im Westen, der &#8222;grossen sozialen Bewegungen&#8220; der letzten Jahre und dem mit ihnen verbundenen &#8222;Glasboden&#8220; (die Unf&#228;higkeit des Eindringens in die Produktionsst&#228;tten) ab. Genau wie die Bewegung der Gelbwesten aufgrund ihres Wesens nicht in die Produktionsst&#228;tten eindringen konnte, konnte auch ihre Unterst&#252;tzung durch die Arbeiter nur symbolisch sein (ein fordernder Kampf kann sich als solcher in Frage stellen, wenn er auf der Ebene der &lt;i&gt;Reproduktion&lt;/i&gt; stattfindet). Symbolisch, aber existent. Nur die Berufsrevolution&#228;re st&#252;rzen mit gesenktem Kopf auf jedwede Blockade zu, da sie in allem, was sich bewegt, die revolution&#228;re Dynamik am Werk sehen, oder umgekehrt, da sie wissen, was die kommunistische Revolution von Anfang bis Ende ist, halten sich die Nase zu, wenn nicht &#252;berall in ihrer Kreuztabelle ein H&#228;kchen gesetzt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Durchschnittstyp (u.a. Redakteur und/oder Leser von &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;) weiss, dass die Monatsenden schwierig sind, die L&#246;hne sich nicht bewegen, der Steuerdruck steigt, die Defizite bewusst seit dreissig Jahren vergr&#246;ssert worden sind, sich alles mit der 2008 stattfindenden Explosion der Staatsschulden zur Rettung des Finanzsystems beschleunigt hat und nun aufgeputzt werden muss. Der Durchschnittstyp weiss es und wendet sich also je nach Umst&#228;nden gegen seinen Chef (McCormick hat seinen Angestellten von Monteux und Carpentras ein Lohnerh&#246;hung von mindestens 80 Euros zugestanden) und/oder den Staat, da er immer weniger der Meinung ist, die Bezahlung von Steuern sei eine &#8222;B&#252;rgerpflicht&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb29&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Umfrage von Le Monde vom 23.11.18.&#034; id=&#034;nh29&#034;&gt;29&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Und wenn, wie es sich nun herausstellt, alle sich in Paris (am Freitag 23.11) verabredenden departementalen Koordinatoren wie Chefs kleiner Unternehmen aussehen und sich so verhalten, wird das dem Durchschnittstyp auffallen, da er schliesslich kein Idiot ist &#8211; oder auch nicht. &#8222;Oder auch nicht&#8220;? Das ist die Frage. Der objektive Druck, welcher alle in Fragen des Einkommens, des Volkes, der Legitimit&#228;t des Staates verwickelt, besteht nicht aus &#8222;Man&#246;vern&#8220;, er ist im Moment stark und resultiert aus dem Wesen der Krise selbst seit 2008. Was auch immer ihre gesellschaftliche Zusammensetzung sein mag, die Bewegung der Gelbwesten kann sich dessen nicht entziehen, umso mehr weil sie sich darin wiedererkennt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Christophe Chalen&#231;on, Sprecher der Gelbwesten im (besonders aktiven) Departement Vaucluse, verk&#252;ndete in einem auf einer Blockade gedrehten Video am Sonntag 18.11: &#8222;Wir haben eine weltweite Bewegung gestartet&#8220;. Er scheint etwas zu &#252;bertreiben, der Aufruf von St. Nazaire beruft sich &#8222;lediglich&#8220; auf eine &#8222;europ&#228;ische Welle&#8220; des Erwachens der V&#246;lker, man erkennt hier sehr wohl den Diskurs von Marine Le Pen, Viktor Orban, der Demonstranten von Chemnitz usw.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Krise so wie sie sich &lt;i&gt;im Moment&lt;/i&gt; als Krise der Globalisierung entwickelt (siehe Trump), ist diese Krise der Globalisierung eine Krise dessen, was ihr Kern war: die doppelte Entkopplung&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb30&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe &#8222;Revendiquer pour le salaire&#8220; in Th&#233;orie communiste, Nr. 22, S. 135 (...)&#034; id=&#034;nh30&#034;&gt;30&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Konturen einer m&#246;glichen Restrukturierung (welche wie immer &lt;i&gt;wirklich&lt;/i&gt; in der Konfrontation zwischen der kapitalistischen Klasse und dem Proletariat &#252;ber die Modalit&#228;ten der Ausbeutung, der Auspressung von Mehrarbeit bewerkstelligt wird) sind bis anhin vom Konflikt mit mehr oder weniger nationalistischen Volksbewegungen bez&#252;glich den Themen der Einkommensverteilung, der Familie, der Werte, des B&#252;rgersinns gepr&#228;gt (f&#252;r einmal, sollte sich die Geschichte immer zweimal wiederholen, wird die Farce der Trag&#246;die vorangegangen sein). Die doppelte Entkopplung liegt im Kern des gegenw&#228;rtigen Zeitpunkts der Krise der Globalisierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau das manifestiert sich in Bewegungen wie den Gelbwesten, doch solange sich die Krise der Globalisierung auf diese Art und Weise abspielen wird, ist nur die konfliktreiche Dynamik der Restrukturierung (oder zumindest ihre Konturen) am Werk. Nichts anderes. Obwohl derartige Oppositionen nicht untersch&#228;tzt werden d&#252;rfen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb31&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Tsipras und Br&#252;ssel: Das Kapitel &#8222;Syriza et les institutions un (...)&#034; id=&#034;nh31&#034;&gt;31&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, &lt;i&gt;ist das Kapital auf beiden Seiten pr&#228;sent&lt;/i&gt; und bleibt die Zukunft der Welt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://sites.google.com/site/theoriecommuniste/home&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;23. November 2018&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;http://web.archive.org/web/20210117155127/http://blogtc.communisation.net/?p=243&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Der erneut definiert werden m&#252;sste, siehe den Text &#8222;M. Le Pen et la disparition de l&#8216;identiti&#233; ouvri&#232;re&#8220; in &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 18, 2003 und Th&#233;o Cosme, &lt;i&gt;De la politique en Iran&lt;/i&gt;, Marseille, Senonevero, 2010.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Le territoire et le local&#8220; in &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 25, S. 42-43 und die Synthese S. 50.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 25, S. 38 und anderswo.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ich w&#252;rde den Singular bevorzugen, siehe den Text in &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 25, S. 84.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Mat. 7 : 2.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe den &#8222;Aufruf von St-Nazaire&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe &#8222;Eine besondere Sequenz&#8220; (TC 25), die Vorherrschaft der Distributionsverh&#228;ltnisse aufgrund des Wesens der Krise selbst, es muss immer davon ausgegangen werden.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Friedrich Engels, &lt;i&gt;Zur Wohnungsfrage&lt;/i&gt; in &lt;i&gt;MEW&lt;/i&gt;, Bd. 18, Berlin, Dietz, 1973, S. 219-220.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb9&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh9&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 9&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Jean-Paul Sartre, &lt;i&gt;Kritik der dialektischen Vernunft&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb10&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh10&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 10&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;10&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Karl Marx, &lt;i&gt;Das Kapital&lt;/i&gt;, Bd. III in &lt;i&gt;MEW&lt;/i&gt;, Bd. 25, Berlin, Dietz, 1983, S. 831.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb11&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh11&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 11&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;11&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 781.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb12&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh12&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 12&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;12&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 782.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb13&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh13&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 13&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;13&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 771.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb14&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh14&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 14&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;14&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Friedrich Engels, &lt;i&gt;Zur Wohnungsfrage&lt;/i&gt;, op. cit., S. 214-216.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb15&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh15&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 15&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;15&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Karl Marx, &lt;i&gt;Das Kapital&lt;/i&gt;, Bd. III, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 781-782.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb16&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh16&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 16&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;16&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe den &#8222;Aufruf von St-Nazaire&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb17&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh17&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 17&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;17&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Eine besondere Sequenz&#8220; (TC 25) erkl&#228;rt das Ph&#228;nomen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb18&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh18&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 18&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;18&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Karl Marx, &lt;i&gt;Das Kapital&lt;/i&gt;, Bd. III, op. cit., S. 835.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb19&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh19&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 19&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;19&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb20&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh20&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 20&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;20&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb21&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh21&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 21&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;21&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe die Polemik mit Proudhon in &lt;i&gt;Das Elend der Philosophie&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb22&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh22&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 22&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;22&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe die Konferenzen im Rahmen der IAA: &lt;i&gt;Lohn, Preis und Profit&lt;/i&gt;, 1865.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb23&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh23&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 23&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;23&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe &#8222;Se positionner : rapports de production et rapports de distribution&#8220; in &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 25, S. 59.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb24&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh24&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 24&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;24&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Karl Marx, &#8222;Einleitung von 1857&#8220; in &lt;i&gt;MEW&lt;/i&gt;, Bd. 13, Berlin, Dietz, 1971, S. 627.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb25&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh25&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 25&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;25&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Karl Marx, &lt;i&gt;Das Kapital&lt;/i&gt;, Bd. III, op. cit., S. 369.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb26&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh26&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 26&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;26&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Grundlinien der Philosophie des Rechts&lt;/i&gt;, &#167; 297.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb27&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh27&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 27&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;27&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe diesbez&#252;glich Karl Marx, &lt;i&gt;Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung&lt;/i&gt; in &lt;i&gt;MEW&lt;/i&gt;, Bd. 1, Berlin, Dietz, 1976, S. 388.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb28&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh28&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 28&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;28&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Pierre Rosanvallon, &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 14.12.93.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb29&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh29&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 29&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;29&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Umfrage von &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 23.11.18.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb30&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh30&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 30&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;30&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe &#8222;Revendiquer pour le salaire&#8220; in &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 22, S. 135 und das Kapitel zur Globalisierung im Text &#8222;La restructuration telle qu&#8216;en elle-m&#234;me&#8220; in &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 22.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb31&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh31&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 31&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;31&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Tsipras und Br&#252;ssel: Das Kapitel &#8222;Syriza et les institutions un affrontement non feint&#8220;, S. 67 und besonders S. 70 in Th&#233;o Cosme, &lt;i&gt;La Cigarette sans cravate&lt;/i&gt;, Marseille, Senonevero, 2016, das gleiche Thema betreffend k&#246;nnen wir auch die Fortsetzung der Konfrontation zwischen der EU und Italien abwarten.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>#GiletsJaunes - Diskussion zwischen Nick (Alerta comunista) und Alain (Carbure)</title>
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		<dc:subject>A. C.</dc:subject>
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		<dc:subject>Gelbwesten</dc:subject>

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&lt;p&gt;Ad&#220;: Diese Diskussion folgte auf die Ver&#246;ffentlichung des Artikels &#034;1. Dezember: Die Unordnung weiterf&#252;hren&#034; auf dem Blog Carbure. &lt;br class='autobr' /&gt;
Wie kann es sein, dass die Gelbwesten &#8222;nicht mehr die Bewegung des weissen Frankreichs&#8220; sind, wenn man &#252;berall Nationalflaggen, keltische Kreuze, monarchistische Fahnen, bretonische Flaggen usw. sehen kann, sogar auf den Barrikaden? Ja, es gab F&#228;lle, wo Nationalisten angegriffen wurden, doch in anderen, und das nun schon seit drei Wochen, sind sie pr&#228;sent. (...)&lt;/p&gt;


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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Ad&#220;: Diese Diskussion folgte auf die Ver&#246;ffentlichung des Artikels &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Dezember-2018-Die-Unordnung&#034;&gt;&#034;1. Dezember: Die Unordnung weiterf&#252;hren&#034;&lt;/a&gt; auf dem Blog &lt;i&gt;&lt;a href=&#034;https://carbureblog.com/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Carbure&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie kann es sein, dass die Gelbwesten &#8222;nicht mehr die Bewegung des weissen Frankreichs&#8220; sind, wenn man &#252;berall Nationalflaggen, keltische Kreuze, monarchistische Fahnen, bretonische Flaggen usw. sehen kann, sogar auf den Barrikaden? Ja, es gab F&#228;lle, wo Nationalisten angegriffen wurden, doch in anderen, und das nun schon seit drei Wochen, sind sie pr&#228;sent. Wieso finden so viele Demonstranten (die Mehrheit davon?), dass man ja nicht unbedingt mit ihnen einverstanden sein muss, sie jedoch tolerieren soll. Sind all das einfach leere Referenzen? Deutet es nicht in Richtung einer d&#252;steren Situation, welche eintreten wird, wenn die Staatsmacht unter den gegenw&#228;rtigen Bedingungen und der gegenw&#228;rtigen Korrelation der Klassenmacht kollabiert? Ist es nicht vielsagend, dass die von den Gelbwesten inspirierten Bewegungen in anderen L&#228;ndern (Niederlande und Deutschland) ausschliesslich reaktion&#228;re Proteste gegen Einwanderer sind? Zeigen uns die gegenw&#228;rtigen Proteste in Frankreich Licht am Ende des Tunnels oder ist dieses Licht nur der entgegenkommende Zug? Hier in Griechenland war der Nationalismus in der Bewegung der Emp&#246;rten vorherrschend, es war der erste Akt in einer Kette von Ereignissen die geradewegs zu den Protesten gegen Mazedonien f&#252;hrt, welche jetzt pl&#246;tzlich wieder die B&#252;hne betreten haben (letzte Woche blockierten Gymnasiumsch&#252;ler haupts&#228;chlich in Nordgriechenland ihre Schulen gegen Mazedonien und Albanien) und da wir uns der offiziellen Umsetzung des Prespa-Abkommens n&#228;hern, werden sich die Dinge intensivieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freundschaftlich,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nick&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Du stellst all diese Fragen zurecht. Diese Bewegung hat freilich eine sehr starke rechtsextreme Komponente seit ihren Anf&#228;ngen. Es ist auch wahrscheinlich, dass sich das politisch in einer Machtergreifung irgendeiner populistischen Koalition &#228;ussert, wenn nicht direkt der Rassemblement national an die Macht kommt. Man darf das nicht ignorieren, genauso wenig wie den damit verbundenen Versuch, sich als &#8222;Volk&#8220; zu strukturieren, auch gegen die klassischen Parteien und alle Vermittlungsinstanzen, und die Tatsache, dass &#8222;Volk&#8220; nichts anderes bedeuten kann als das weisse Frankreich und ein Klassenb&#252;ndnis zwischen dem Proletariat und dem Kleinb&#252;rgertum. Wir sagen das seit dem Beginn der Bewegung, gegen mehr oder weniger die gesamte Linke, welche die M&#246;glichkeit eines &#8222;sozialen Zusammenkommens&#8220; in dieser Bewegung sieht und davon ausgeht, dass der von ihr getragene Rassismus nur ein Problem des Bildungsmangels der niederen Schichten ist, ohne seinen politischen Inhalt zu ber&#252;cksichtigen, den Du sehr pr&#228;zise im Falle Griechenlands und in Europa allgemein unterstreichst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht einfach alles sehr schnell und seit einigen Tagen kann man feststellen, dass sich der Ton der Bewegung ver&#228;ndert hat, die Explosion am 1. Dezember ist ein Ausdruck davon. Ich denke, dass auf den Blockaden und den Demonstrationen die proletarische Komponente langsam st&#228;rker geworden ist als die anderen. Diese Bewegung, welche anf&#228;nglich die Bewegung einer kleinen Mittelklasse war, welche sich vor dem gesellschaftlichen Abstieg f&#252;rchtet, die schwierigsten Situationen hervorhob, um ihre eigene zu verbessern, und nun in ihrem eigenen Spiel schachmatt gesetzt ist, hat es geschafft, die instabilsten Teile des Proletariats zu mobilisieren. Es handelt sich um die aus der Restrukturierung und der Krise hervorgegangenen proletarischen Komponenten, die ausserhalb der Gewerkschaften und der traditionellen Repr&#228;sentationsinstanzen existieren. Es ist charakteristisch, dass die Forderung nach der Wiedereinf&#252;hrung der Verm&#246;genssteuer und der Erh&#246;hung des Mindestlohnes nun einhergeht mit einer Kritik der Abgaben. Die Bewegung &#252;ber die &#8222;Steuerbel&#228;stigung&#8220; liegt nun hinter uns. Obwohl es &#252;brigens am Anfang der Bewegung Berichte &#252;ber rassistische Aggressionen von Nationalisten gab, so ist dies seit letzter Woche (zumindest bis jetzt) nicht mehr der Fall. Gestern erkl&#228;rte ein Fernsehjournalist, der f&#252;r seine liberalen Positionen bekannt ist und sie von Anfang an unterst&#252;tzte, dass die Bewegung &#8222;ihre Seele verloren&#8220; habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch, was noch wichtiger ist, diese Forderungen bleiben diffus und die Bewegung schafft es nicht, die geringste politische Struktur aufzubauen, um sie der Macht vorzutragen. Die wenigen Sprecher, welche einen Ausweg aus der Krise vorschlugen, erhielten Todesdrohungen und haben sich zur&#252;ckgezogen. Die Macht, welche ohnehin nicht &#252;berm&#228;ssig dem &#8222;Dialog&#8220; zugetan ist, findet niemanden mehr, um ihn zu f&#252;hren. Dar&#252;ber hinaus fordert die Bewegung, die &#8222;Antworten&#8220; verlangt, nichts und verweigert sich jeglichem Dialog. Das, was Samstag geschehen ist und ich ein bisschen eilig mit der Tatsache zusammenfasse, dass rassialisierte und weisse Proletarier Seite an Seite standen, um &#8222;alles zu zerst&#246;ren&#8220;, stellt eine anomische Situation dar, eine Situation des Ausbruchs, welche von dieser Bewegung, so wie sie geworden ist, hervorgebracht und gew&#252;nscht worden ist und zumindest vorl&#228;ufig die Schranken zwischen den Subjekten aufhebt. &#8222;Ohne Gewalt k&#246;nnen wir nicht geh&#246;rt werden&#8220;, sagen sie, doch die &#8222;Gewalt&#8220; scheint zum Hauptziel geworden zu sein, da nichts mehr gefordert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 1. Dezember haben jene die Kontrolle &#252;ber die Bewegung verloren, welche sie initiiert hatten, und jene, welche als einfache Statisten vorgesehen waren, haben sich die B&#252;hne genommen. Wenn ich sage, dass die Bewegung in dieser Phase ein Ausdruck der &#8222;wirklichen Bewegung&#8220; ist, so bedeutet das, dass sie, so wie sie nun existiert, die sie animierenden Klassenwiderspr&#252;che tr&#228;gt und sich in einer Situation wiederfindet, wo die Unm&#246;glichkeit jeglicher Verbesserung unserer Existenzen innerhalb des Kapitals explodiert, es handelt sich um die Einsicht des unertr&#228;glichen Charakters dieser Situation. Diese Unm&#246;glichkeit, welche aus uns das macht, was wir gesellschaftlich sind, und uns vollst&#228;ndig definiert, ist eben genau das, was uns daran hindert, zu existieren, das haben wir immer als revolution&#228;re Revolution qualifiziert und ich denke, dass sich am 1. Dezember etwas derartiges gezeigt hat. Diese Feststellung ist jedoch keinesfalls eine Voraussage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freundschaftlich,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;AC&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der 12. Februar 2012 war der H&#246;hepunkt der Bewegung gegen die Austerit&#228;t in Griechenland. In Athen war es vielleicht die gr&#246;sste Demonstration seit dem Regimewechsel, hinsichtlich der Anzahl der Demonstranten kann sie nur mit den Protesten gegen Mazedonien in Thessaloniki 1992 verglichen werden (es ist sehr unklar, welche der beiden mehr Teilnehmer hatten, die gesch&#228;tzten Zahlen sind sehr nahe beieinander). An diesem Tag sah ich Anarchisten mit schwarz-roten Fahnen, die Seite an Seite in den gleichen Strassen mit Faschisten mit griechischen Flaggen gegen die Bullen k&#228;mpften. In den &#8222;ruhigen&#8220; Momenten zwischen den Angriffen der Aufstandsbek&#228;mpfungseinheit h&#246;rte ich Demonstranten mit griechischer Flagge &#252;ber die Notwendigkeit sprechen, Volksmilizen zu formen, um die Demonstranten vor den Bullen zu verteidigen (nat&#252;rlich gab es danach &#252;berhaupt keinen Krawall mehr, dadurch wurden diese nationalistischen Milizen gl&#252;cklicherweise nie konstituiert). Im ganzen Zeitraum der grossen Proteste gegen die Austerit&#228;t zwischen 2010 und 2012 beteiligte sich fast kein Einwanderer an ihnen. Sie waren besch&#228;ftigt damit, sich gegen die Goldene Morgend&#228;mmerung und die Bullen zu verteidigen, gleichzeitig waren die Messer schwingenden Schergen der Goldenen Morgend&#228;mmerung, welche Einwanderer angriffen, selbstverst&#228;ndlich nicht Leute mit Eigentum und Status, sondern haupts&#228;chlich Leute, die &#8222;nichts zu verlieren hatten&#8220;, Proletarier, die ihre Stellung im Arbeitsmarkt in Zeiten gr&#246;sserer Arbeitslosigkeit verteidigten (das ist zumindest, was sie glaubten, zu tun). Die Emp&#246;rten k&#252;mmerten sich nie um die Einwanderer, es war eine Bewegung von griechischen B&#252;rgern, die vom griechischen Staat forderten, sie vor dem Sturm des Weltmarktes und der internationalen Krise zu besch&#252;tzen. Die Krawalle in Athen zu dieser Zeit wurden nie von dem Emp&#246;rten am Syntagmaplatz ausgel&#246;st, die nur ein Teil der Bewegung gegen die Austerit&#228;t waren (und auch viele lokale Platzversammlungen hatten einen durchwegs anderen Charakter als jene am Syntagmaplatz). Die grossen Krawalle in Athen hatten eine direkte Verbindung mit den Protesten der Arbeiterklasse, den Generalstreiks w&#228;hrend dieser Zeit. Ich lebe in einem Quartier mit vielen Einwanderern, haupts&#228;chlich aus Albanien, Pakistan und Bangladesch. Kein Einwanderer aus Pakistan oder Bangladesch beteiligte sich an der lokalen Platzversammlung, auch fast keine Albaner (die Albaner, die seit den fr&#252;hen 1990er Jahren hier und deren Kinder hier geboren und aufgewachsen sind, sind viel st&#228;rker in die griechische Gesellschaft und den griechischen Staat integriert als die beiden anderen Nationalit&#228;ten). In der lokalen Platzversammlung hatte es keine Faschisten: Das Quartier wird allgemein von linken politischen Parteien und Organisationen beherrscht. Warum also die Abwesenheit der Einwanderer? Weil der politische Inhalt nichts mit ihnen zu tun hatte. Der Inhalt der Versammlung war politisch, d.h. staatsbezogen, er betraf die Politik des griechischen Staates: Austritt aus der EU, Schuldenerlass f&#252;r Griechenland, Opposition gegen die Privatisierung &#246;ffentlicher Dienste (von welchen die meisten Einwanderer, da nicht Staatsb&#252;rger, de facto ausgeschlossen sind), gegen den Ausverkauf des griechischen Nationaleigentums und griechischer Unternehmen an ausl&#228;ndische Staaten oder private Investoren usw. Im Gegensatz zum Dezember 2008 beteiligte sich kein Einwanderer an den Krawallen zwischen 2010 und 2012. Die einzigen Einwanderer, die man je mit den Emp&#246;rten am Syntagmaplatz antreffen konnte, waren einige Strassenverk&#228;ufer, die versuchten, durch den Verkauf von griechischen Flaggen, Wasserflaschen, Sandwichs, Skimasken und Schwimmbrillen an Demonstranten &#252;ber die Runden zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich zu sagen versuche, ist, dass die Nationalisierung eines Kampfes nicht einfach das Resultat der Beteiligung der Rechten ist. Und sogar wenn ein Krawall, eine Bewegung oder was auch immer keine bestimmte Forderung stellt, gibt es sicher immer einen allgemeinen Inhalt oder Charakter. Der Krawall am 12. Februar 2012 stellte keine Forderungen, doch sein Inhalt war durch die Prozesse der zwei vorhergehenden Jahre de facto national: Er war der H&#246;hepunkt dieser gesellschaftlichen Prozesse. Das Resultat dieser Prozesse war die Kultivierung von Nationalismus, sogar in &#8222;radikalen&#8220; politischen Milieus wie z.B. im anarchistischen (hier werden sogar wir als Anarchisten betrachtet, denn es gelten generell alle als &#8222;Anarchisten&#8220;, welche gegen den Staat und alle Vermittlungsinstanzen wie Parteien, Gewerkschaften usw. sind). Diverse anarchistische Kollektive und Organisationen (nat&#252;rlich nicht alle, aber viele) begannen damit, sich eine antiimperialistische und leninistische Rhetorik anzueignen, einige ver&#246;ffentlichten gar &#8222;Programme&#8220; f&#252;r den freien griechischen Staat und seine Wirtschaft nach der &#8222;Revolution&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der nationale Charakter eines Kampfes ist nicht einfach durch eine Handvoll rechter Beteiligter gegeben und wenn sie aus dem Protest herausgeworfen werden, wird alles in Ordnung sein. Das Problem sind nicht unbedingt die rechten Demonstranten selbst, sondern die Tatsache, dass, wie Du es schreibst, &#8222;Rassisten und weisse Proletarier Seite an Seite standen&#8220; [Ad&#220;: Nick scheint &#8222;rassialisierte&#8220; f&#228;lschlicherweise als &#8222;Rassisten&#8220; &#252;bersetzt zu haben]. Sogar wenn sich die Mittelklassen und die Kleinb&#252;rgerlichen aufgrund der heftigen Krawalle aus den Protesten zur&#252;ckziehen, bedeutet das nicht, dass der Nationalismus und der Populismus mit ihnen verschwinden, die Sache ist nicht so einfach. Das Problem ist nicht nur die Klassenzusammensetzung einer Bewegung, sondern ihr Inhalt. Die beiden sind nat&#252;rlich miteinander verbunden, doch es ist keine direkte Verbindung, sondern eine Vermittlung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &#8222;Marx und seinen Grenzen&#8220; schrieb Althusser, dass &#8222;nicht kommunistische Ideen, sondern die allgemeine Bewegung des Klassenkampfes des Proletariats gegen die Kapitalisten den Weg bereitet f&#252;r den Kommunismus, der eine &#8218;wirkliche Bewegung&#8216; ist, und das wird auch weiterhin so bleiben. Der Einfluss von Ideen wird nur unter ideologischen und politischen Bedingungen f&#252;hlbar, welche ein gegebenes Kr&#228;fteverh&#228;ltnis zwischen Klassen ausdr&#252;cken: Es ist dieses Kr&#228;fteverh&#228;ltnis, und seine politischen und ideologischen Auswirkungen, welche die Effizienz von &#8218;Ideen&#8216; in &#8218;letzter Instanz&#8216; determinieren.&#8220; Da ich die Ereignisse ausserhalb Frankreichs beobachte, gehe ich mal davon aus, dass die hier ankommenden Ideen die vorherrschenden sind und ein gewisses Kr&#228;fteverh&#228;ltnis zwischen den Klassen ausdr&#252;cken. Wenn sie tats&#228;chlich vorherrschen, kann ich daraus nur schliessen, dass sie nicht nur der Revolution nicht freundlich gesinnt sind, sondern nicht mal in irgendwelcher Weise f&#252;r etwas stehen, das &#8222;progressiv&#8220; genannt werden k&#246;nnte. Sollte dies tats&#228;chlich der Fall sein, dann haben der Populismus und der Nationalismus schon gewonnen, wie hier, in Spanien, Italien, in der Ukraine, in Grossbritannien und in den USA. Mir bleibt nur die Hoffnung, dass die hier ankommenden Informationen &#252;ber die &#8222;Gelbwesten&#8220; verzerrt sind, damit in der gegenw&#228;rtigen Periode ein bisschen Hoffnung bleibt. Und meine gr&#246;sste Hoffnung ist, dass die Vorst&#228;dte wieder Krawall machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freundschaftlich,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nick&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Englischen und Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://carbureblog.com/2018/12/03/1er-decembre-2018-porter-plus-loin-le-desordre/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://alertacomunista.wordpress.com/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Alerta comunista&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Gelb ist nicht die Farbe des Fr&#252;hlings</title>
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&lt;p&gt;W&#228;hrend diese Zeilen geschrieben werden, sind die Strassen von Paris immer noch gef&#252;llt mit einer diffusen Masse voller Tr&#228;ume von einer besseren Welt. Doch kein Glaube und kein Traum haben uns jemals das Paradies auf Erden gebracht, denn eine bessere Welt erfordert nicht einfach die Erf&#252;llung einer schon bestehenden Forderung, sondern eine radikale &#196;nderung der Art und Weise, wie sich die Leute aufeinander beziehen. Revolution bedeutet die qualitative Ver&#228;nderung der gesellschaftlichen (...)&lt;/p&gt;


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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;W&#228;hrend diese Zeilen geschrieben werden, sind die Strassen von Paris immer noch gef&#252;llt mit einer diffusen Masse voller Tr&#228;ume von einer besseren Welt. Doch kein Glaube und kein Traum haben uns jemals das Paradies auf Erden gebracht, denn eine bessere Welt erfordert nicht einfach die Erf&#252;llung einer schon bestehenden Forderung, sondern eine radikale &#196;nderung der Art und Weise, wie sich die Leute aufeinander beziehen. Revolution bedeutet die qualitative Ver&#228;nderung der gesellschaftlichen Beziehungen, nicht deren quantitative Ver&#228;nderung. Keine Revolution ist politisch in der allt&#228;glichen Bedeutung des Begriffs. Was kann also &#252;ber die sogenannten Gelbwesten gesagt werden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;#1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gelbwesten sind eine bekannte Bewegung, ausgel&#246;st durch eine Erh&#246;hung der Benzinsteuer, die eine direkte Auswirkung auf die Leben eines grossen Anteils der franz&#246;sischen Bev&#246;lkerung hat. Die Erh&#246;hung von Benzinpreisen ist ein Ph&#228;nomen, das die Reproduktionskosten f&#252;r die Konsumenten der Ware Benzin kontinuierlich steigert. Solch eine Erh&#246;hung betrifft eindeutig einen breiten Teil der Arbeiterklasse &#8211; oder gar die Gesamtheit davon, da sie gleichbedeutend mit einer indirekten Reduzierung der Reall&#246;hne ist. Doch das Problem ist, dass &lt;a href=&#034;https://earther.gizmodo.com/frances-gas-tax-disaster-shows-we-cant-save-earth-by-sc-1830877858&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;das teure Benzin zwar gleichbedeutend mit einer Lohnsenkung ist, besonders f&#252;r die Arbeiterklasse, doch auch mit einer Reduktion der Kaufkraft f&#252;r alle jenseits der Arbeiterklasse&lt;/a&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Das Gesetz wurde basierend auf dem &#220;bergang zur &#171;gr&#252;nen Energie&#187; (...)&#034; id=&#034;nh2-1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Es ist ein Problem, dass sich besser f&#252;r interklassistische B&#252;ndnisse gegen die Regierung eignet als f&#252;r einen wirklichen Klassenkonflikt. Besonders aufgrund der Tatsache, dass die Steuer von der Regierung im Kontext eines instabilen Budgets eingef&#252;hrt wird, zeigen die Bedingungen, dass der Konflikt gegen eine Regierung gerichtet war, ist und sein wird, welche &#171;das Volk nicht repr&#228;sentiert&#187;, d.h. nicht auf die Bed&#252;rfnisse des Volkes h&#246;rt. Das war von Anfang an offensichtlich, schliesslich hat sich die Masse nicht an bestehende Arbeiterorganisationen gewendet, da niemand dachte, das ganze Problem sei ein Konflikt mit irgendwelchen Arbeitgebern oder ein Klassenkampf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2#&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;K&#228;mpfe gegen Regierungen sind nationale K&#228;mpfe. Auf die eine oder andere Art und Weise fordern sie den Staat auf, seine Versprechen einzuhalten. Das wird besonders in Frankreich aufgrund der Tatsache klar, dass der Staat zuerst Diesel f&#246;rderte und nun unter Macrons Pr&#228;sidentschaft pl&#246;tzlich den Preis erh&#246;ht. Ein Regierungswechsel ist trotz ihrer Diversit&#228;t das Ziel der Bewegung. Die meisten Ursachen und Forderungen der Bewegung sind wirtschaftlicher Natur und gehen weit &#252;ber eine Steuererh&#246;hung hinaus. Sie betreffen Jahre andauernde wirtschaftliche Probleme der franz&#246;sischen Gesellschaft, welche &lt;i&gt;franz&#246;sische B&#252;rger&lt;/i&gt; belasten. Als franz&#246;sische B&#252;rger gehen sie davon aus, dass ihnen auf materieller Ebene nicht zugestanden wird, was ihnen formell politisch zugestanden worden ist: Dass sie als B&#252;rger in diesem Land eine Zukunft, die Gelegenheit zu leben haben. Was wir verstehen m&#252;ssen &#8211; und womit wir die Last eines alternden und extrem wirtschaftsfokussierten Marxismus hinter uns lassen m&#252;ssen &#8211; ist die Tatsache, dass wirtschaftliche Ursachen und Forderungen nicht notwendigerweise einen revolution&#228;ren Klassenkampf implizieren. Sie implizieren nicht einmal Klassen. Es kann Klassenkampf zwischen Klassenfragmenten geben und er kann einen zutiefst reaktion&#228;ren Charakter haben, besonders wenn er auf Bed&#252;rfnisse ausserhalb davon beschr&#228;nkt ist. Denn in diesem Fall pr&#228;determiniert er das B&#252;ndnis mit jenem, welcher die Forderung befriedigen kann. In einer Zeit, wo gesamte Gesellschaften jenseits von Klassentrennungen scheinbar von Regierungsdefiziten, monet&#228;ren Entwertungen und Schulden belastet werden, erscheinen wirtschaftliche Probleme als direkt mit dem Staat verbunden. Was auf dem Spiel steht, ist der allgemeine Kontext der b&#252;rgerlichen Gesellschaft, deren Funktionsweise auf einer allgemeineren Ebene, im Vergleich zur Vergangenheit hat sich diesbez&#252;glich etwas ge&#228;ndert. Der Klassenunterschied hat sich in einen Einkommenswettbewerb, Lohnforderungen und Lohnpolitik verwandelt. Da der Staat besonders mithilfe seiner Regierungen der allgemeine Regulator der Einkommens- und Wirtschaftspolitik ist, versuchen alle &#171;Pflaster&#187; zu bekommen f&#252;r die durch aussergew&#246;hnliche Massnahmen und Gesetzen erschaffenen Probleme (&lt;a href=&#034;https://iapp.org/news/a/2018-global-legislative-predictions/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;das Problem der Dekrete oder Spezialgesetze gibt es mittlerweile fast &#252;berall in Europa&lt;/a&gt;), dann folgt die Wahrnehmung, der Niedergang der Kaufkraft habe etwas mit einem Mangel an Demokratie zu tun und die Regierung wird gest&#228;rkt. Der neu entstehende &#171;Einkommensdiskurs&#187; bringt Individuen von allen Klassen zusammen, die eben genau die M&#246;glichkeit sehen, die Massnahmen durch eine interklassistische Front und Umverteilung zu suspendieren. Diese B&#252;ndnisse sind jetzt schon empirisch ein vorbereitetes Terrain f&#252;r den Triumph der nationalen Ideologie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3#&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verwandlung der K&#228;mpfe in ein Problem des Einkommenswettbewerbs verlagert den Fokus der Bewegungen auf extreme Einkommensunterschiede, denen man nachsagt, das fl&#252;ssige Funktionieren des Markts und des Staates zu &#171;gef&#228;hrden&#187;: &lt;a href=&#034;https://voiceofeurope.com/2018/12/europe-is-on-the-brink-of-a-working-class-revolution-against-globalist-governments/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;das Ziel ist die Kritik der &#171;Elite&#187;&lt;/a&gt;. Eine solche Referenz bezieht sich gew&#246;hnlich auf die wohlhabende Bourgeoisie, die Politiker kauft, ungerechtfertigt viel Kapital besitzt, M&#228;rkte monopolisiert und &#171;betr&#252;gerische&#187; Machenschaften einsetzt, um ihren Interessen zu dienen. Diese Elite ist auch international, eine b&#252;rgerliche Klasse, unbestimmt, welche nicht nur Frankreich sondern viele L&#228;nder zerst&#246;rt. In diesem Fall, der seinen Ursprung eben genau im Einkommenswettbewerb findet, werden viele politische Agenden in ausdr&#252;cklich eklektischer Affinit&#228;t durchmischt. Traditionelle Leninisten sind mit allen Arten von Verschw&#246;rungstheoretikern und Antisemiten einverstanden, da ihre Theorien auf das &#171;versteckte Wesen der Eliten&#187; schliessen, &#171;welche das politische Leben und den Markt zersetzen&#187;. In der Erz&#228;hlung &#252;ber den ungerechtfertigten Wohlstand der Eliten und Monopole enden die haneb&#252;chenen anarchistischen Vereinfachungen der Wirtschaft nahe bei allen Arten von Keynesianern, die sich f&#252;r echte Umverteilung und eine R&#252;ckkehr zum Nationalstaat der National&#246;konomie aussprechen. Durch den transnationalen Charakter der Eliten erschaffen Keynesianer, Nationalisten, Leninisten und die anarchistische Theorie des &#171;Lokalen&#187; eine bunte Plattform nationaler Erz&#228;hlungen: Der vorherrschende Kern davon ist nicht eine Kritik des Kapitals sondern ein gemeinsamer Wunsch nach Lokalisierung. Das ist es, was es den Gelbwesten erlaubt, &lt;a href=&#034;https://voiceofeurope.com/2018/12/revolutionary-scenes-as-yellow-vests-movement-spreads-over-europe/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;in so viele L&#228;nder zu expandieren, einen &#171;internationalen&#187; Charakter zu erhalten ohne den Ausdruck irgendeiner Art von Internationalismus&lt;/a&gt;. Die allgemeine Tendenz ist eher ein B&#252;ndnis zwischen der nationalisierten Arbeiterklasse und dem kleinen Kapital, den Unabh&#228;ngigen und den Staatsangestellten, um eine Forderung nach einer National&#246;konomie auszudr&#252;cken. Die sehr fortgeschrittenen wirtschaftlichen Forderungen der franz&#246;sischen Demonstranten k&#246;nnten sehr wohl kein Zeichen f&#252;r die Rekonstitution einer militanten Arbeiterklasse, sondern eines f&#252;r die Radikalisierung &#8211; als Kampfmittel &#8211; der interklassistischen Zusammensetzungen und die Einbeziehung der Klassenagenda in weitere gesellschaftliche B&#252;ndnisse sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4#&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sobald die Wettbewerbe von den Einkommen getrieben werden, gibt es den Feind &#171;ganz oben&#187;, doch eben auch jenen ganz unten. Da sich die Forderung um materielle, einkommensabh&#228;ngige Elemente dreht, dem Versprechen dem B&#252;rger eine Identit&#228;t zu geben, hat jene Person, welche nicht das Recht hat, dort zu leben, &#171;kein St&#252;ck vom Kuchen&#187;. Die Proteste sind, abgesehen von wenigen und politisierten Ausnahmen, den Migranten feindlich gegen&#252;bergestellt. Unabh&#228;ngig von ihrer Anzahl werden sie als Last f&#252;r den Staat und den Steuerzahler betrachtet. Die einzigen Migranten, welche wirklich im Land sind, sind jene, welche &#171;franz&#246;sisch geworden sind&#187; und das Recht haben, in Frankreich zu leben, ein klar vom Staat zugestandenes Recht. Obwohl der Bewegung der Gelbwesten kaum weit verbreiteter klarer Rassismus vorgeworfen werden kann, gr&#252;ndet sie auf etwas nicht minder gef&#228;hrlichem, der staatlichen Trennung zwischen legal und illegal, unerw&#252;nschten und n&#252;tzlichen Migranten. Diese Rhetorik ist dar&#252;ber hinaus reaktion&#228;r und zieht die Linien zwischen &#171;progressiv und reaktion&#228;r&#187; &#252;berall in Europa. Wirtschaftliche Forderungen haben, eben genau weil sie in einer Zeit wirtschaftlich sind, wo die kommunistische Vision dem kollektiven Unbewussten verloren gegangen ist, einen rein defensiven Charakter, definiert durch &lt;a href=&#034;https://www.doctv.gr/page.aspx?itemID=SPG12699&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;die Wirtschaftspolitik des Staates, welche zuerst einmal &#252;berhaupt existieren muss, um diese Forderungen zu befriedigen&lt;/a&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Nat&#252;rlich ist es erw&#228;hnenswert hier, dass wir nicht wissen wie viele und (...)&#034; id=&#034;nh2-2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die K&#228;mpfe in Kiew und die Pl&#228;tze und Westen in Frankreich zeigen in einer Welt gleichermassen besch&#228;menden Klassen das Elend der nationalisierten Arbeiterklasse, nicht ihre Erhabenheit. Jene Zeiten, wo die Revolte als Praxis ein exklusives Feld der kommunistischen Praxis waren, sind vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;5#&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heftige Strassenkonflikte sind kein Beleg f&#252;r Radikalit&#228;t. Revolution oder Revolte ist gleichbedeutend mit einer radikalen Ver&#228;nderung der Art und Weise der gesellschaftlichen Beziehungen. Solange wir Rauch auf der Strasse sehen und uns mit einem maskierten Demonstranten identifizieren, der von den Sicherheits- und Ordnungskr&#228;ften niedergeschlagen wird, sind Identifikationen immer fingiert und prek&#228;r. Wir projizieren in diese Symbole &#171;Vermummung, Sachbesch&#228;digung, Strassenblockaden&#187; das, was wir kennen aus unserer Gesellschaft, doch die Motive und Auswirkungen solcher Bilder und Aktionen einer anderen Gesellschaft zu einem anderen Zeitpunkt unterscheiden sich stark von jenen Griechenlands. Hinter der Vermummung k&#246;nnte der &#252;belste Faschist sein, der den &#171;Staat der Volksverr&#228;ter&#187; hasst. Wir wissen schon jetzt von jenem traurigem Beispiel in Kiew, dass die Bedeutung weniger in den Konflikten, als in der gemeinsamen Erfahrung derselben unter den Subjekten liegt. W&#228;hrend einem Ereignis, wo Nationalisten, Kleinb&#252;rgerliche, Unabh&#228;ngige und Anarchisten gemeinsam die Polizei bek&#228;mpfen, gewinnt letztendlich die nationale Ideologie, nicht notwendigerweise als ideologische Hegemonie im Sinne Gramscis, sondern im Sinne der Funktionsweise, der Erfahrung: Nationalismus ist gleichbedeutend mit Einheit und heterogenen b&#252;rgerlichen Subjekten, die derselben gedenken. Der Nationalismus gr&#252;ndet auf der stets zerbrechlichen aber erfolgreichen Toleranz zwischen widerspr&#252;chlichen Kategorien. Solange diese Einheit funktional bleibt, wird ihre innere Spannung woanders hingeleitet: die Elite und die Migranten, die zwei Seiten des &#171;Internationalismus&#187;. Nationalismus als Funktion ist gleichbedeutend mit der Koexistenz aller b&#252;rgerlichen Identit&#228;ten als das, was sie sind, auf einem Platz oder einer Strasse. Gemeinsame Angriffe auf die Polizei durch Anarchisten, Nationalisten, Kleinb&#252;rgerliche und Arbeiter deuten in diese Richtung&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe hier, hier und hier. Ein Beispiel einer Analyse, welche sich auf (...)&#034; id=&#034;nh2-3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;6#&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Revolution ist tief in der Niederlage des Einkommensaufstands. Massive Sachbesch&#228;digungen, Strassenblockaden usw. sollten diesbez&#252;glich nicht untersch&#228;tzt werden, es ist durchaus m&#246;glich, dass sie Entwicklungen ausl&#246;sen k&#246;nnten, die nicht sichtbar sind. Auch die Gelegenheit f&#252;r Enteignungen, wenn auch eher selten, ist definitiv ein positives Ph&#228;nomen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;F&#252;r ein sehr allgemeines Bild, siehe hier.&#034; id=&#034;nh2-4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; (7). Basierend auf dem, was wir jetzt sehen, k&#246;nnen wir indessen folgendes sagen: Falls die Gelbwesten besiegt werden, in jenem Sinne, dass einige Forderungen erf&#252;llt werden, andere nicht, wird es wahrscheinlicher, dass der Lauf der Dinge einen revolution&#228;ren Klassencharakter haben wird. Forderungen nach h&#246;heren L&#246;hnen sind z.B. ein gr&#246;sserer Garant f&#252;r eine Eigendynamik der Ereignisse als gemeinhin gesagt wird. Sollte diese Forderung gleichwohl aufrechterhalten werden, wird sie gewiss mit einer feindlichen Haltung des kleinen Kapitals konfrontiert sein. Auch dann werden jene Leute, welche auf der Strasse verbleiben, mit einem grossen Problem konfrontiert sein: Einerseits werden sie weniger zahlreich sein, da ein grosser Teil der Masse die gegenw&#228;rtig existierende und ihren eigenen Schwung findende frontartige Bewegung verlassen wird, andererseits das in materiellen Begriffen schrecklich schwierige Zusammenkommen mit den Einwanderern, das wie jedes Mal nicht zum Spiel zu geh&#246;ren scheint.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;7#&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Staat, die Konterrevolution und der Kapitalismus wiegen schwerer als die Klasse und radikale Analyse in einer Hinsicht und Macron scheint es zu wissen: Im Gegensatz zu den Radikalen, die versuchen, Geschichte in einer gut versteckten Ursache zu finden, welche die tiefere Wahrheit des gesellschaftlichen Mechanismus darstellt, ber&#252;cksichtigt der Kapitalismus die M&#252;digkeit, die Frustration, die Hoffnung, die Angst und das fl&#252;chtige Leben. Er weiss, dass die paar Versprechen, halben Zugest&#228;ndnisse, die heftige Gewalt und der Lohnverlust &#252;ber mehrere Tage hinweg auf der Schulter der gr&#246;ssten Hoffnung lastet, so animierend sie auch sein mag. Was die Leute auf die Strasse treibt, Schmerz und Angst, kann sie wieder nach Hause bringen, die revolution&#228;re Wette bezieht sich eben genau auf diese ungewissen Gezeiten. Die Wette ist in ihrem Kern folgende: Welcher Schmerz ist gr&#246;sser, der gegenw&#228;rtige oder der k&#252;nftige? Meistens ist es besser ein bisschen zu leben als &#252;berhaupt nicht. Jene, welche &#252;berhaupt nicht leben, welche nichts anderes als ihre &#171;Ketten&#187; zu verlieren haben, haben sich in dieser Rebellion nicht bemerkbar gemacht. Bis jetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Englischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://aruthlesscritiqueagainsteverythingexisting1.wordpress.com/2018/12/06/yellow-is-not-the-color-of-spring&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;http://dndf.org/?p=17401&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Franz&#246;sische &#220;bersetzung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb2-1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Das Gesetz wurde basierend auf dem &#220;bergang zur &#171;gr&#252;nen Energie&#187; vorgeschlagen, obwohl es offensichtlich andere Anreize hatte und wohl nicht den geringsten Nutzen f&#252;r die Umwelt. Doch das wird von jenen nicht unmittelbar verstanden, welche mit Diesel arbeiten und das wegen der niedrigen Kosten weiterhin tun wollen. Sie reagierten auf den Preisanstieg, indem sie ihre Leben verteidigten, nat&#252;rlich ohne sich &#252;ber den &#246;kologischen Sinn oder Unsinn den Kopf zu zerbrechen. Dies f&#252;hrt zu einem anderen Problem: Im Kapitalismus k&#246;nnte die Nichtabwertung der Arbeiterklasse inkompatibel mit Umweltfragen sein. Das zeigt auch, dass die L&#246;sung f&#252;r die Umweltfragen auch die L&#246;sung f&#252;r den Kapitalismus als Ganzes ist, doch bis das geschieht, entsteht vielleicht eine Frage der Priorit&#228;ten innerhalb der K&#228;mpfe, wo sich die Arbeiterklasse eher konservativ denn progressiv zeigen k&#246;nnte.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Nat&#252;rlich ist es erw&#228;hnenswert hier, dass wir nicht wissen wie viele und wer genau zu diesem Zeitpunkt Forderungen stellt. Der Versuch, mit der Liste alle zu repr&#228;sentieren, ist allerdings ein Indiz f&#252;r ein chauvinistisches Klima. Einige Forderungen sind eindeutig nationalistisch. Die finanziellen Forderungen k&#246;nnten hingegen durchaus eine Liste von Strasserianern oder einer populistischen Rechten sein.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe &lt;a href=&#034;http://lahorde.samizdat.net/2018/11/24/gilets-jaunes-ni-macron-ni-fachos/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;hier&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#034;http://autonomies.org/2018/12/the-uncertain-tides-of-insurrection-the-yellow-vest-protests-of-france/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href=&#034;https://www.rt.com/news/445352-police-union-yellow-vests-france-macron/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;hier&lt;/a&gt;. Ein Beispiel einer Analyse, welche sich auf eine klassische Klassenanalyse beruft, findet man &lt;a href=&#034;https://jacobinmag.com/2018/11/yellow-vests-fuel-prices-france-protests&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;F&#252;r ein sehr allgemeines Bild, siehe &lt;a href=&#034;https://www.thelocal.fr/20181204/opinion-why-frances-yellow-vest-protesters-are-so-angry&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>A.C. - Erster Dezember 2018: Die Unordnung weiterf&#252;hren</title>
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&lt;p&gt;Diesen Samstag 1. Dezember hat die Bewegung der Gelbwesten aufgeh&#246;rt, sich selbst zu geh&#246;ren, sie ist nicht mehr die Bewegung des weissen Frankreichs von unten wie am Anfang. In Anbetracht der vorhersehbaren Weigerung des Staates, auch nur die geringste Forderung zu erf&#252;llen (best&#228;tigt durch die Weigerung oder die Unf&#228;higkeit der &#8222;Sprecher&#8220; der Bewegung, den Premierminister zu treffen), in Anbetracht auch des beil&#228;ufigen Aspekts jeglicher Forderung angesichts unserer unertr&#228;glichen (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://kommunisierung.net/Artikel" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://kommunisierung.net/Bericht-Analyse" rel="tag"&gt;Bericht/Analyse&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Ubersetzungen" rel="tag"&gt;&#220;bersetzungen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/Frankreich" rel="tag"&gt;Frankreich&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://kommunisierung.net/A-C" rel="tag"&gt;A. C.&lt;/a&gt;, 
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 <content:encoded>&lt;img src='https://kommunisierung.net/IMG/logo/7836-large.jpg?1689357443' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='100' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Diesen Samstag 1. Dezember hat die Bewegung der Gelbwesten aufgeh&#246;rt, sich selbst zu geh&#246;ren, sie ist nicht mehr die Bewegung des weissen Frankreichs von unten wie am Anfang. In Anbetracht der vorhersehbaren Weigerung des Staates, auch nur die geringste Forderung zu erf&#252;llen (best&#228;tigt durch die Weigerung oder die Unf&#228;higkeit der &#8222;Sprecher&#8220; der Bewegung, den Premierminister zu treffen), in Anbetracht auch des beil&#228;ufigen Aspekts jeglicher Forderung angesichts unserer unertr&#228;glichen Existenzen und dank dem Zusammenkommen ALLER Wut im st&#228;dtischen Milieu, hat sich der revolution&#228;re Inhalt der gegenw&#228;rtigen Periode unter der Kruste der Diskurse und Ideologien gezeigt, dieser Inhalt ist das Chaos. Die Frage ist nun, zu wissen, wo das Begonnene aufh&#246;ren wird, oder eher wie weit das Begonnene die Unordnung wird f&#252;hren k&#246;nnen. Jene, welche die Bewegung initiierten, sind schon zur stotternden Nachhut davon geworden, sie appellieren an die Vernunft und fordern in den Fernsehnachrichten die R&#252;ckkehr der republikanischen Ordnung. Sie sind die Verk&#246;rperung der Bewegung zu Beginn und ihre Animosit&#228;t zeigt zur Gen&#252;ge, was diese Bewegung schon nicht mehr ist. Sie w&#228;ren zufrieden mit einem Moratorium auf den Benzinpreis, irgendeiner beliebigen Erh&#246;hung von irgendwas oder der Organisation eines Referendums &#252;ber die Energiewende, gleichzeitig zeichnet sich eine Bewegung ab, die alles auf ihrem Weg verw&#252;sten will und sich nicht mehr auf irgendeinen Diskurs oder irgendeine Forderung reduzieren l&#228;sst, ausser vielleicht &#8222;Macron Demission&#8220;, wiederholt wie eine Art Mantra ans Nichts, ans Verschwinden von allem, was diese Welt repr&#228;sentiert. &#8222;Macron Demission&#8220; stellt sowohl die politische Grenze dieser Bewegung, als auch einen Aufruf f&#252;r das Ende aller Politik dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Anbetracht des Geschehens am Samstag 1. Dezember w&#228;re es absurd, das immer noch als &#8222;Bewegung gegen das teure Leben&#8220; zu qualifizieren und etwas als wirtschaftliche Forderung zu verschleiern, das offensichtlich viel weiter geht. Am Samstag dienten die &#8222;Beschwerdehefte&#8220; zur Entfachung eines Brands. Die Bewegung der Gelbwesten war &#252;ber das Stadium der wirtschaftlichen Forderung schon in der ersten Woche hinausgegangen, um in die &lt;i&gt;politische&lt;/i&gt; populistische Phase einzutreten, um zu verlangen, dass sich der Staat gegen&#252;ber dem Volk zur&#252;ckzieht oder dass das Volk zum Staat wird. Wir haben diese Phase kritisiert und den Inhalt der vom weissen Frankreich von unten getragenen Forderungen ermittelt, die Grenzen dieses Interklassismus aufgezeigt und auf die Gefahr der nationalen Volkseinheit der Einen gegen die &#8222;Anderen&#8220; hingewiesen. Wir waren kaum fertig mit der Kritik dieser Phase, als sie schon vorbei war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es fehlte dieser Bewegung an einer Unze Nihilismus, um ihrem &#8222;apolitischen&#8220; Charakter einen Sinn zu geben: Die Begegnung mit den &#8222;Quartieren&#8220; hat ihr verschafft, was ihr fehlte, um der &#8222;wirklichen Bewegung&#8220; zu entsprechen, d.h. nicht jene des gesellschaftlichen Fortschritts, sondern jene der Zerst&#246;rung der Gesellschaft, und um sich freudig unter Gleichen wiederzuerkennen. Der Interklassismus hat sich in die Spannung zur Einheit verwandelt, zwischen all jenen, welche wissen oder ahnen, dass sie von dieser Gesellschaft nichts erwarten k&#246;nnen, ob sie nun in den Vorstadtquartieren eingepfercht, Schiffbr&#252;chige des periurbanen Pavillonalbtraums oder Sozialhilfebez&#252;ger sind, welche &#252;berleben, indem sie in der Ard&#232;che Kastanien ernten. Man musste die untote Armee des Gewerkschaftsumzugs an der Place de la Bastille vorbeiziehen sehen, versteckt hinter ihren Fahnen und Parolen, die Arbeit als die ihre bejahend, und die absolute Gleichg&#252;ltigkeit jener f&#252;hlen, welche mit oder ohne Gelbwesten ziellos aber zusammen durch Paris zogen, um zu verstehen, inwieweit die alte Arbeiterbewegung, ihre Gewerkschaften, Repr&#228;sentanten und Forderungen eine Sache der Vergangenheit sind. Es wird kein &#8222;soziales Zusammenkommen&#8220; geben, diese Bewegung hat sich nicht zur&#252;ckbesonnen auf linke Vernunft, sie wird nie eine soziale Bewegung sein. Diese Epoche ist vorbei. Die Frage des Antirassismus oder des Antifaschismus, ob links oder rechts, stellt sich nicht mehr, wenn es nur noch darum geht, alles anzuz&#252;nden und zu wissen mit wem man es tun kann. Diese Gegebenheit tr&#228;gt sowohl den B&#252;rgerkrieg als auch die revolution&#228;re &#220;berwindung als Grenze: Den Schritt vom Aufstand hin zur Revolution zu tun bedeutet auf Messers Schneide zu stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Begegnung hat sehr wohl stattgefunden, nun bleibt die Frage, ob sie sich wiederholen und ausbreiten kann. Alles, was ihr im Weg stehen k&#246;nnte, ist schon da, pr&#228;sent im &#8222;sozialen&#8220; Wesen der Bewegung als auch in den gesellschaftlichen Beziehungen selbst, welche von keinem Krawall abgeschafft werden k&#246;nnen: Die vereinende Parole &#8222;Marcron Demission&#8220; tr&#228;gt unterschwellig in sich die M&#246;glichkeit eines national-populistischen B&#252;ndnisses, welches im Namen des Volkes die Staatsmacht ergreift (Le Pen und M&#233;lenchon pl&#228;dieren mit einer Stimme f&#252;r vorgezogene Wahlen) und dem Staat eine ad&#228;quate Form gegen&#252;ber der Krise anbietet: Eine mitf&#252;hlend-autorit&#228;re Form, dazu f&#228;hig, alle gleichzuschalten, indem sie den einen das Anderssein und symmetrisch den anderen die Verantwortung und den Patriotismus zuweist, um die einen im Namen der anderen zu zerschlagen und alle zu beherrschen. Man sah es etliche Male in den letzten Jahren &#8222;Que se vayan todos&#8220; ist h&#228;ufig ein Aufruf, im schlimmsten Sinne das politische Personal zu erneuern. Aber um diesen Punkt zu erreichen, m&#252;sste das weisse Frankreich von unten unter der F&#252;hrung der Mittelklassen wieder sich selber und seiner Rolle zugewiesen werden, jene der ehrlichen und gerecht bezahlten Arbeit und der harmonischen Warenzirkulation. Es ist im Moment die einzig denkbare Art und Weise der Krisenbew&#228;ltigung, ausser die Regierung Macrons packt diese autorit&#228;re Wende auf eigene Faust an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um das zu verhindern, wird es n&#246;tig sein, die Unordnung weiterzuf&#252;hren. Das Moment des st&#228;dtischen Krawalls ist in sich selbst eine Grenze dessen, was momentan geschieht: Historisch ist er die Antwort auf zwei Modalit&#228;ten, entweder die Machtergreifung oder Konzessionen vom Staat. Doch es ist nicht 1917, eine Machtergreifung zur Verwirklichung eines sozialistischen Programms ist nicht konzipierbar, und es ist nicht 1968, es wird kein Abkommen von Grenelle geben. Die Beschr&#228;nkung auf den st&#228;dtischen Krawall ist gleichbedeutend mit jener auf das noch politische in der Bewegung. Aber wenn das, was sich diesen Samstag in Paris und &#252;berall in Frankreich manifestiert hat, wieder in den Ring steigt, imitiert wird und sich tats&#228;chlich zum Ziel setzt, das &#8222;Land zu blockieren&#8220;, d.h. &lt;i&gt;sich dessen zu bem&#228;chtigen&lt;/i&gt;, und davon ausgehend &#252;ber seine Zukunft zu entscheiden, dann wird man sich den &#220;bergang vom Krawall oder der Erhebung zur Revolution vorstellen k&#246;nnen. Doch niemand kann sagen, welche Richtung das gegenw&#228;rtige Geschehen nehmen wird, daf&#252;r geht alles viel zu schnell, eines der besten Anzeichen f&#252;r den hier hervorgebrachten revolution&#228;ren Inhalt. Diese Bewegung, da Klassenkampf, tr&#228;gt alles, was eine kommunistische Revolution, ihre Grenzen, ihr unvorhersehbarer Charakter heutzutage sein k&#246;nnen: Um jedoch wirklich dorthin zu gelangen, m&#252;ssen wahrscheinlich noch viele jener Dinge brennen, welche zwischen uns stehen, seien das Autos oder gesellschaftliche Beziehungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PS: Als Antwort auf einige Kritiken und Fragen rund um diesen Text muss pr&#228;zisiert werden, dass er als unmittelbarer Diskussionsbeitrag aus der Hitze des Gefechts betrachtet werden muss. Wenn auch einige durch seinen &#8222;optimistischen&#8220; Ton (diese Gelegenheit bietet sich nicht jeden Tag) &#252;berrascht sein m&#246;gen, so soll doch auch darauf hingewiesen werden, dass dieser Optimismus durch die Perspektive der R&#252;ckkehr zur Ordnung relativiert wird, welche ebenfalls von dieser Bewegung getragen wird. Alle Fragen des vorhergehenden Texts k&#246;nnen so immer noch gestellt werden. Es ist wesentlich, scharfsinnig zu bleiben, doch es ist ebenfalls wesentlich, sich bewusst zu sein, dass der Klassenkampf kein langer, ruhiger Fluss ist und auch keine gut markierte Landepiste f&#252;r die Bomber der &#8222;schweren&#8220; Theorie. Was im Verlauf eines Kampfes gemacht und gel&#246;st wird, geht schneller als unsere Analysef&#228;higkeiten und auch wenn sich das, was sich am 1. Dezember ge&#246;ffnet hat, auch schnell wieder schliesst, war es notwendig, dar&#252;ber Bericht zu erstatten, das gleiche gilt f&#252;r den ganzen Rest. Nichts ist in Stein gemeisselt: Es gibt Konjunktur, &#8222;Ausgliederung&#8220; und durchaus auch Beliebigkeit in den K&#228;mpfen. Sagen wir, dass dieser Text Teil davon ist und dazu steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;AC&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;November 2018&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://carbureblog.com/2018/12/03/1er-decembre-2018-porter-plus-loin-le-desordre/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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