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		<title>Blaumachen - Von Schweden zur T&#252;rkei: Ungleichheiten in der Dynamik der &#196;ra der Aufst&#228;nde</title>
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&lt;p&gt;Dieser Text wurde vor den Ereignissen in Brasilien geschrieben. Diese Ereignisse umfassen die vierte Dynamik der &#8222;&#196;ra der Aufst&#228;nde&#8220; und werfen die Frage auf, in welcher Etappe der Krise wir uns befinden (Brasilien und die T&#252;rkei waren die Wunder des internationalen W&#228;hrungsfonds). Doch dieser Text geht nat&#252;rlich nicht auf die Analyse dieser Korrelation ein. &lt;br class='autobr' /&gt;
Von Schweden zur T&#252;rkei: Ungleichheiten in der Dynamik der &#196;ra der Aufst&#228;nde &lt;br class='autobr' /&gt;
Die gesellschaftliche Explosion in der T&#252;rkei (&#8230;)&lt;/p&gt;


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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Dieser Text wurde vor den Ereignissen in Brasilien geschrieben. Diese Ereignisse umfassen die vierte Dynamik der &#8222;&#196;ra der Aufst&#228;nde&#8220; und werfen die Frage auf, in welcher Etappe der Krise wir uns befinden (Brasilien und die T&#252;rkei waren die Wunder des internationalen W&#228;hrungsfonds). Doch dieser Text geht nat&#252;rlich nicht auf die Analyse dieser Korrelation ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Von Schweden zur T&#252;rkei: Ungleichheiten in der Dynamik der &#196;ra der Aufst&#228;nde&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gesellschaftliche Explosion in der T&#252;rkei verpflichtet uns, genauer hinzuschauen, was geschieht, was entsteht, welche neuen Grenzen hervorgebracht werden in der Zeit, die wir &lt;i&gt;&lt;a href=&#034;https://www.kommunisierung.net/Die-Ara-der-Aufstande-hat-begonnen&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#196;ra der Aufst&#228;nde&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; genannt haben und wie sie &#252;berwunden werden. Die Kombination der Ereignisse in Schweden und in der T&#252;rkei, ihr zeitliches Aufeinandertreffen, best&#228;tigt die Existenz zweier Dynamiken in den Klassenk&#228;mpfen, die sich &lt;i&gt;relativ&lt;/i&gt; autonom voneinander entwickeln. Es ist klar, dass das Aufeinandertreffen dieser Praktiken sich nicht erfreulich ank&#252;ndigt, denn es wird die Frage der Verh&#228;ltnisse zweier entstehender Subjekte stellen, welche bis anhin keinen gemeinsamen Horizont in ihrer Aktivit&#228;t haben. Das Problem von einem revolution&#228;ren Standpunkt aus ist, &lt;i&gt;wie&lt;/i&gt; auf der Grundlage ihres Aufeinandertreffens ihre notwendige &#220;berwindung hervorgebracht wird: Die Transformation des Kampfes in das Ergreifen von kommunistischen Massnahmen gegen das Kapital, d.h. in die Infragestellung aller Rollen, welche die Gesellschaft konstituieren, in die &lt;i&gt;Kommunisierung&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt zudem eine dritte Dynamik: Die fordernden Lohnbewegungen, welche sich haupts&#228;chlich in jener Peripherie abspielen, welche der historische Neoliberalismus in seine internationalisierte Akkumulation integriert hat, in China und in S&#252;dostasien; die sich abspielenden Ereignisse erlauben allerdings kein Aufeinandertreffen dieser Dynamik mit den anderen. Und es gibt auch eine vierte Dynamik, jene, welche jene s&#252;damerikanischen L&#228;nder betrifft, welche den Widerstand gegen den Neoliberalismus in den Staat integrieren konnten (Chile ist eine erw&#228;hnenswerte Ausnahme: Die Bewegung der gesellschaftlich konstruierten Kategorie der Jugend steht eher den Dynamiken des Aufstands nahe). Diese vierte Dynamik ist im Moment noch autonomer, obwohl sie uns in Zukunft betreffen kann, besonders in Griechenland. Im folgenden geht es um die zwei ersteren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einerseits haben wir eine Reihe von Aufst&#228;nden der &#8222;Ausgeschlossenen&#8220;; andererseits taucht seit 2011 eine Abfolge von Aufst&#228;nden auf, w&#228;hrend welchen das Hauptelement, was ihre Zusammensetzung betrifft, das Engagement der sogenannten &#8222;Mittelschichten&#8220; ist, deren &#8222;demokratischer&#8220; Diskurs die hervorgebrachten Bewegungen formt. Die Aufst&#228;nde der Ausgeschlossenen finden in L&#228;ndern statt, die in der kapitalistischen Hierarchie oben platziert sind. Die Aufst&#228;nde, in welchen der demokratische Horizont vorherrscht, welche vom politischen Standpunkt aus die Mittelschichten strukturiert und der Bewegung &#8222;der Pl&#228;tze&#8220; ihre Form gibt, finden hingegen haupts&#228;chlich in L&#228;ndern der zweiten Zone und in den &#8222;aufstrebenden Volkswirtschaften&#8220; statt. Die Tatsache, dass ein Land, welches nicht zu dieser Kategorie geh&#246;rt, Teil davon ist, n&#228;mlich Spanien, ist ein Element, das zeigt, dass die Krise die Untergrabung dieser Stratifikation best&#228;tigt, welche schon w&#228;hrend der Entwicklung dieses Akkumulationszyklus aktiv war (seit der Krise der 1970er Jahre bis ungef&#228;hr 2008). Der Kern schlechthin (USA und Deutschland) ist von diesen Dynamiken noch nicht ber&#252;hrt worden. Die Bewegung &lt;i&gt;Occupy Wall &lt;/i&gt;&lt;i&gt;Street&lt;/i&gt;, obwohl sie der zweiten Dynamik den Namen gab, geh&#246;rt nur auf sehr marginale Art und Weise dazu: Es handelte sich um eine Bewegung von Aktivisten (wie &#252;brigens &lt;i&gt;Blockupy&lt;/i&gt; in Deutschland), nicht um eine Massenbewegung wie jene in Spanien, Griechenland, des &#8222;arabischen Fr&#252;hlings&#8220; oder in der T&#252;rkei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jene, welche vom offiziellen Kreislauf der Mehrwertproduktion radikal ausgeschlossen sind (was ihre Integrationsweise in die kapitalistische Gesellschaft darstellt: Integration mittels Ausschluss), &#228;ussern keine Diskurse; ihr einziger Diskurs sind Pl&#252;nderungen und Zerst&#246;rungen. Sie fordern nicht, denn es ist klar f&#252;r sie, dass es nichts n&#252;tzt (sonst t&#228;ten sie es). Sie wissen schon, dass der Staat sie nicht integrieren, sondern versuchen wird, sie als &#252;bersch&#252;ssige Bev&#246;lkerung zu verwalten. Soweit die seit 2008 andauernde Krise/Restrukturierung die &#8222;Sozialausgaben&#8220; noch mehr reduziert, wissen sie sehr gut, dass diese Verwaltung nur immer repressiver werden kann. Eigentlich wissen sie, dass sie in einem &#8222;Gef&#228;ngnis ohne Gitter&#8220; fast ersticken (wenn man nicht genug Geld hat, um seine Strassenecke zu verlassen und man, wo immer man auch sein mag, permanent von der Polizei bel&#228;stigt wird, so befindet man sich sehr wohl in einem Gef&#228;ngnis). In diesem &#8222;Gef&#228;ngnis&#8220; erm&#246;glichen es die gemeinschaftlichen Verh&#228;ltnisse nicht, dem Elend zu entkommen und sie werden in einem gewissen Masse in eine private Tauschwirtschaft integriert, d.h. die Kleinkriminalit&#228;t, in informelle Institutionen, wo sich eine unflexible repressive Hierarchie reproduziert (um nicht von der Situation der Frauen zu sprechen...) Somit greifen sie ihr Gef&#228;ngnis an, sie greifen alle staatlichen Institutionen an, welche sie als jene konzipieren, welche ihren Status als lebenslange Gefangene best&#228;tigen und somit stellen sie im Moment der Revolte auch alle ihre gesellschaftlichen Rollen in ihrem &#8222;Gef&#228;ngnis&#8220; in Frage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Mittelschichten revoltieren, weil sie zusammenbrechende Mittelschichten sind (Griechenland, Spanien), weil man sie sich nicht als solche konstituieren l&#228;sst (arabischer Fr&#252;hling) oder weil sie viel mehr Repression und Druck erdulden m&#252;ssen als vor der Krise (T&#252;rkei) &#8211; das impliziert nicht nur ein geringeres Einkommen als sie haben &#8222;m&#252;ssten&#8220;, sondern auch alle anderen gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse, die Vermarktung und Schliessung &#246;ffentlicher Pl&#228;tze aller Art, Gender, Politik oder Politik/Religion (im Falle der arabischen L&#228;nder zwei Seiten einer Medaille), Ethnie usw. Die Frage der Mittelschichten ist vom theoretischen Standpunkt aus offen. Sogar ihre Definition ist ungewiss: Die anerkannte Definition der Mittelschichten implizierte die Kategorien des Kleineigentums der Produktionsmittel und die traditionellen individuellen Berufe (&#196;rzte, Anw&#228;lte, Notare usw.). Doch wie k&#246;nnte man heute die Mittelschichten definieren? Die Stratifikation zeigt sich heute in einem grossen Masse innerhalb der Lohnarbeiter und der unabh&#228;ngigen Arbeiter (also Lohnarbeiter, die ihre Beitr&#228;ge zur sozialen Sicherheit selbst bezahlen) und sie formiert sich auf der Grundlage der Position in der Hierarchie des Produktionsprozesses, des Einkommens, des Zugangs zu Kredit usw. Damit ziehen die Massen der verarmten Arbeitslosen, Junge, welche &lt;i&gt;ipso facto&lt;/i&gt; Arme sind, sowie die prek&#228;ren Arbeiter das &#8222;Niveau&#8220; der Mittelschichten gegen unten und diese Tatsache verringert ihren politischen Einfluss im Staat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese beiden Dynamiken &#8211; die Aufst&#228;nde der Ausgeschlossenen und die Massenbewegungen der Besetzungen &#246;ffentlicher Pl&#228;tze mit den Mittelschichten mit ungenauen Umrissen als zentrale Akteure &#8211; sind sich im Februar 2012 in Griechenland begegnet (doch in diesem Fall waren die Mittelschichten schon dabei, zusammenzubrechen). Dieses Aufeinandertreffen resultierte aus den Besonderheiten Griechenlands, wo es &#252;brigens neben der Bewegung &#8222;Syntagmaplatz 2011&#8220; auch die Bewegung &#8222;Dezember 2008&#8220; gab. Die Aufst&#228;nde im Dezember 2008, genau wie jene der Studenten in Chile und in Kanada, sind Teil eines Spektrums von Praktiken, die zwischen diesen beiden Dynamiken einzuordnen sind. Was aus den betreffenden Aufst&#228;nden herausragt, ist die &#8222;Jugend&#8220; als gesellschaftlich konstruiertes Subjekt, welches jene mit einschliesst, welche vor lauter geschlossenen T&#252;ren stehen, f&#252;r welche der Aufstieg in der gesellschaftlichen Hierarchie keine Perspektive ist, welche jedoch auch nicht, im Gegensatz zu den Aufst&#228;ndischen in Stockholm oder England, strukturell ausgeschlossen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die durch die Aktualisierung der &#196;ra der Aufst&#228;nde aufgeworfenen Fragen, wie in Schweden oder der T&#252;rkei, sind wichtig:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A) Wird der Staat f&#228;hig sein, einen Konsens f&#252;r eine gegen die Ausgeschlossenen gerichtete Verwaltung im Proletariat der ersten Zone zu konstruieren? Auf der Grundlage der Ereignisse in Schweden scheint diese Tendenz hervorgebracht zu werden als fast unvermeidliche Antwort auf die Aktualisierung dieser Dynamik (in England ist das Aufkommen der &lt;i&gt;English Defence League&lt;/i&gt;, genau wie die Vergr&#246;sserung des politischen Einflusses der &lt;i&gt;UK Independence Party&lt;/i&gt;, direkt mit dieser Frage verbunden; ein solches Aufkommen konnte von den Aufst&#228;nden 2011 nicht hervorgebracht werden, weil sie eher von der weissen Farbe gepr&#228;gt waren). Die Aufst&#228;nde in Schweden aktualisieren &lt;i&gt;die Krise der Integration des Proletariats in den Prozess der Mehrwertproduktion als Krise der Immigration&lt;/i&gt;. Die Frage eines Faschismus einer neuen Art, der sich an der Kreation einer &#8222;europ&#228;ischen Identit&#228;t&#8220; orientiert und somit inh&#228;rent rassistisch ist, ist von h&#246;chster Aktualit&#228;t.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;B) Was wird die innere Dynamik der Integration der &#8222;Mittelschichten&#8220; ins Proletariat, nicht nur als Situation, sondern auch als T&#228;tigkeit, sein? Ist es denkbar, dass die Praktiken der &#8222;Kommune&#8220; jener, welche sich auf den Pl&#228;tzen verteidigen und versuchen ihre Klassenzugeh&#246;rigkeit zu retten, auf die zerst&#246;rerischen Praktiken der Ausgeschlossenen treffen? Im Moment ist der einzige Fall dieser Art das konfliktreiche Aufeinandertreffen im M&#228;rz 2006 in Frankreich w&#228;hrend der Anti-CPE-Bewegung (doch das ist schon lange her und fand &lt;i&gt;vor&lt;/i&gt; der Krise statt) und der 12. Februar 2012 in Griechenland (doch dieses Aufeinandertreffen war durchdrungen mit der Konfrontation bez&#252;glich des &#8222;Memorandums&#8220; und konnte nicht l&#228;nger dauern als bis zur Niederlage dieser spezifischen Forderung). Was k&#246;nnten die Resultate der &#8222;demokratischen Bewegungen&#8220; sein, welche der Staat zumindest bis jetzt nicht integrieren konnte? Diese Bewegungen tragen einen gewissen &#8222;Kommunitarismus&#8220; zur Schau. Der Ausgangspunkt dieses Kommunitarismus ist die Verteidigung des staatlichen Eigentums (nichts ist &#8222;gemeinn&#252;tzig&#8220;, alles, was nicht privat ist, ist staatlich) durch das Mittel seiner Nutzung auf der Grundlage seiner Definition, d.h. als Element, welches die Reproduktion der Arbeitskraft unterst&#252;tzt. Die Pl&#228;tze und P&#228;rke sind R&#228;ume der &#8222;Freizeit&#8220;. Die Tatsache, dass die Krise/Restrukturierung die Arbeitslosigkeit betr&#228;chtlich vergr&#246;ssert hat, erlaubt es vielen Leuten, w&#228;hrend der Bewegung kontinuierlich in einem solchen Raum pr&#228;sent zu sein, ohne dass man es merkw&#252;rdig f&#228;nde, dass jene, welche arbeiten, erst nach der Arbeit kommen: Die Pr&#228;senz von Leuten ist tats&#228;chlich am Abend und in der Nacht viel massiver. Das wesentliche ist, dass ein &#8222;gemeinsames Leben in der Besetzung&#8220; hervorgebracht wird. Das &#8222;Leben in der Besetzung&#8220; ist gewiss ein &lt;i&gt;Bild der Zukunft&lt;/i&gt;, welches &#252;ber den Horizont der Bewegung hinaus geht, das sich jedoch nicht in eine &lt;i&gt;verallgemeinerte Praxis&lt;/i&gt; transformieren kann, wenn die Bewegung nicht wirklich die Struktur in Frage stellt, welche die Unterscheidung zwischen &#246;ffentlichem und privatem Raum st&#252;tzt, also letzten Endes die Gesamtheit der kapitalistischen Verh&#228;ltnisse. Die &#8222;Kampfgemeinschaft&#8220;, die &#8222;kommunistischen Gesten&#8220; sollten nicht untersch&#228;tzt werden, denn in ihrer Verallgemeinerung stellen sie den positiven Horizont der Bewegung dar. Doch da, wo wir sind, sind wir gezwungen, einerseits zu erfahren, was die Bewegung erstarren l&#228;sst und verhindert, dass die Verallgemeinerung dieser Elemente versucht wird, und andererseits, welche Elemente ihres Inhalts gleichzeitig die Gr&#252;nde f&#252;r ihr Ende darstellen. Jene, welche an diesen Bewegungen teilnehmen, im Gegensatz zu den Aufst&#228;nden der Ausgeschlossenen, messen der &lt;i&gt;Territorialisierung ihrer Pr&#228;senz&lt;/i&gt; eine grosse Bedeutung bei (was gewissermassen im Verh&#228;ltnis steht mit der Form der Rente, welche durch den produzierten Mehrwert im gegenw&#228;rtigen Kapitalismus akzeptiert wird: Die Ausbeutung spielt eine bestimmende Rolle f&#252;r die Form des Klassenkampfes). Mit der &#8222;Besetzung&#8220; fordern sie das Recht ihrer materiellen Existenz als Subjekte gegen&#252;ber dem Staat ein, von welchem sie glauben, dass &#8222;er sich um sie k&#252;mmert&#8220;. Es ist nicht unbedeutend, dass der Schutz der Kommune vor allem von einer jungen, m&#228;nnlichen und armen Fraktion des Proletariats garantiert wird, welche erfahren ist, was die Konfrontation mit der Polizei betrifft (diese unterschiedliche Rolle manifestiert sich auch in der T&#252;rkei und etwas weniger in &#196;gypten). Sie versuchen zwangsl&#228;ufig, Forderungen zu formulieren, um etwas konkreteres als die &#8222;Demokratie&#8220; auf den hypothetischen Verhandlungstisch zu stellen (sie ertragen es nicht, einzusehen, dass dieser nicht mehr existiert und sie fordern die Regierung permanent auf, dessen Existenz einzur&#228;umen). Dieser Prozess f&#252;hrt durch die Verweigerung der Regierung, irgendwas zu verhandeln, nat&#252;rlicherweise zur Anfechtung der Regierung. Eine Bewegung, deren Zusammensetzung von den Mittelschichten dominiert ist, fordert notwendigerweise den Fall der Regierung &#8211; und diese Forderung bedeutet, aufgrund der Abwesenheit einer &#8222;Partei der Arbeiterklasse&#8220; welche die Bewegung zur &#8222;Machtergreifung&#8220; f&#252;hren w&#252;rde, die Auswechslung der Regierung durch eine andere (welche die Existenz und die Reproduktion der Lebensqualit&#228;t, die sie zu verdienen glauben, unterst&#252;tzen k&#246;nnte). Diese endogene Tendenz steht nicht im Widerspruch zu den kommunitaristischen Z&#252;gen der Besetzungen, welche jedoch nebens&#228;chlich werden als konstitutives und formierendes Element der Bewegung, wenn sich das politische Ziel konkretisiert. &#196;gypten und Tunesien haben eindeutig gezeigt, dass der Fall der Regierung f&#252;r diese Bewegungen das Ende bedeutet. Nat&#252;rlich erwies sich das, was anf&#228;nglich als Sieg erschien, als eine Niederlage, denn neue Polizeistaaten haben sich konstituiert und die Restrukturierung geht fr&#246;hlich weiter mit der Reduzierung der Sozialhilfe, Erh&#246;hungen der Lebensmittelpreise usw. Doch die Bewegung in &#196;gypten und Tunesien konnte nicht wieder belebt werden, weil ihr anf&#228;ngliches Ziel, welches ihrer Einheit entsprach, erreicht worden ist. Die Bewegung in der T&#252;rkei &#8211; deren pr&#228;gender Faktor, dieser Dynamik folgend, ebenfalls, trotz allen Unterschieden, auch Teil dieses Schemas ist &#8211; steht einem weiteren Element gegen&#252;ber. Die &lt;i&gt;politische Macht&lt;/i&gt; der Regierung ist gr&#246;sser als jene der &#228;gyptischen oder tunesischen Regierung. Die Einheit der Bewegung gr&#252;ndet auf der Transformation dieses Staates in einen repressiven Polizeistaat w&#228;hrend den letzten Jahren. Folgende Frage wird dadurch aufgeworfen: Werden die Mittelschichten sich in das Proletariat als T&#228;tigkeit der Infragestellung des Kapitals integrieren k&#246;nnen, wenn diese Bewegungen zuvor in ihrem politischen Sieg (der in Wirklichkeit ihre Niederlage ist) enden? Ihre Niederlage, welche durch ihren politischen Sieg f&#252;hren, bringen die existierenden Spaltungen notwendigerweise zur&#252;ck an die Oberfl&#228;che. Eine Fraktion der Bewegung versucht, weiter zu revoltieren, verliert jedoch die Unterst&#252;tzung des Volkes (d.h. eine interklassistische Unterst&#252;tzung, denn die Klasse ist ein Verh&#228;ltnis, nicht eine Kategorie). Wie kann ein solcher Prozess der Revolte weitergehen ohne die massive Beteiligung der Ausgeschlossenen und der Armen? W&#228;re dies m&#246;glich?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend diese Zeilen geschrieben werden, geht die Bewegung in der T&#252;rkei weiter. Ihre Besonderheit, kombiniert mit der Tatsache, dass es sich um ein Ereignis mit einer weltweiten Reichweite handelt, bestimmt den Punkt, wo wir uns befinden. Hier befinden wir uns: Gegen&#252;ber einer weiteren Revolte gegen einen Polizeistaat. &lt;i&gt;Eine Revolte mit geringen Chancen auf den &#8222;Sieg&#8220; auf der Grundlage ihres Inhalts und aufgrund dieser Tatsache sehr wichtig.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Praktiken der &#8222;Kommune&#8220;, welche notwendigerweise eine bessere Verwaltung des b&#252;rgerlichen Staates als Horizont haben, doch welche sehen, wie dieser Horizont verschwindet, treffen auf die Revolten der Ausgeschlossenen hinsichtlich der Tatsache, dass letztere keinen Horizont irgendeines &#8222;Sieges&#8220; haben. Das Resultat dieses Aufeinandertreffens &#8211; welche sich in der Interaktion zwischen den Praktiken der &#8222;Kommune&#8220; und den allt&#228;glichen &#220;berlebenspraktiken jener, welche strukturell ausgeschlossen sind aus dem offiziellen Kreislauf der Mehrwertproduktion &#8211; wird in einem grossen Masse den Ausgang des Klassenkampfes in der &#196;ra der Aufst&#228;nde bestimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;8.6.2013&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Woland/Blaumachen &amp; Freunde&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://dndf.org/?p=12618&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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